Positronen-Emissions-Tomografie/Computertomografie (PET/CT)

Genau wie bei der PET-Untersuchung wird ein schwach radioaktives Arzneimittel in den Körper eingebracht. Dieses verteilt sich im Körper, besonders in Bereichen, die auf die Tracer-Substanz mit einem erhöhten Stoffwechsel reagieren, wie zum Beispiel in einem Tumor. Bei der PET/CT-Diagnostik erstellen die Ärzte nun mit einem speziellen Gerät gleichzeitig PET-Bilder und Bilder mit der Computertomografie. Werden diese Bilder miteinander kombiniert, sind die Tumoren nicht nur deutlicher zu sehen, auch ihre Größe, die exakte Lage und die betroffenen Organe lassen sich auf diese Weise ausmachen. Außerdem ist die Frage, ob ein Tumor sich bereits Metastasen gebildet hat, mit dieser Untersuchungsmethode exakter zu beantworten. Diese Informationen sind von großer Wichtigkeit, wenn es darum geht, für Sie die optimale Therapie festzulegen.

Das PET/CT-Gerät steht in Zusammenarbeit mit unserem »Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und Kinderradiologie und der »Praxis Diranuk für Untersuchungen zur Verfügung.

Die Computertomografie zeigt die Anatomie des Patienten präzise, Stellen mit erhöhtem Stoffwechsel lassen sich jedoch nur erahnen.
Die CT-Untersuchung zeigt die Anatomie des Patienten präzise, Stellen mit erhöhtem Stoffwechsel lassen sich jedoch nur erahnen.
Das PET zeigt deutlich Stellen mit erhöhtem Glucose-Stoffwechsel (FDG), die Anatomie des Patienten wird jedoch nicht abgebildet.
Das PET zeigt deutlich Stellen mit erhöhtem Glucose-Stoffwechsel (FDG), die Anatomie des Patienten wird jedoch nicht abgebildet.
Das PET/CT ist mehr als die Summe seiner Teile. Es zeigt Stellen mit erhöhtem Stoffwechsel mit präziser Lokalisation.
Das PET/CT ist mehr als die Summe seiner Teile. Es zeigt Stellen mit erhöhtem Stoffwechsel mit präziser Lokalisation.

Diagnostik von Demenz und Parkinson-Erkrankungen durch Neuronuklearmedizin (Neuroimaging)

Auch bei der nuklearmedizinischen Untersuchung des Gehirns kommen die PET/CT, also die »Positronen-Emissions-Tomografie (PET) mit Röntgen-Computertomografie (CT), sowie die Kernspintomografie (MRT) zum Einsatz (Neuroimaging). Die Untersuchung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem »Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und Kinderradiologie und der »Klinik für Neurologie. Veränderungen des Stoffwechsels im Gehirn zeigen frühzeitig neurologische Erkrankungen an, vielfach noch vor Auftreten der ersten Beschwerden. Insbesondere Demenzpatienten und Patienten mit Bewegungsstörungen (Parkinson-Erkrankungen) profitieren von der Untersuchungsmethode: Durch diese hochmodernen Variante der Neuronuklearmedizin können die Spezialisten im EvKB die Art der vorliegenden neurologischen Erkrankung genauer diagnostizieren. Das wiederum hat großen Einfluss auf die weitere Behandlung der Betroffenen.

Im August 2014 wurde das Untersuchungsspektrum des PET/CT durch die Möglichkeit der einfachen, nichteingreifenden bildlichen Darstellung von krankheitsbedingten Eiweißablagerungen (Amyloid) im Gehirn erweitert: Weltweit wurde die erste Amyloid-PET-Untersuchung (F-18-Florbetaben) innerhalb der Demenz-Diagnostik in der klinischen Krankenhausroutine unabhängig von einer Universitätsklinik und von universitären Studien im EvKB durchgeführt. Amyloid-Ablagerungen im Gehirn konnten bis dahin nur im Rahmen feingeweblicher Untersuchungen von Hirnsubstanz bei Obduktionen erfolgen. 

Über die neue Untersuchungsmethode informiert ausführlich folgender »Artikel.

Demenzdiagnostik durch Neuronuklearmedizin (Neuroimaging): Der linke Bildbereich zeigt eine Anreicherung von Amyloid bei der PET-Untersuchung des Gehirns, im Vergleich dazu in der rechten Bildhälfte bei einem anderen Patienten kein Nachweis von Amyloid im Gehirn (Normalbefund).
Demenzdiagnostik durch Neuronuklearmedizin (Neuroimaging): Der linke Bildbereich zeigt eine Anreicherung von Amyloid bei der PET-Untersuchung des Gehirns, im Vergleich dazu in der rechten Bildhälfte bei einem anderen Patienten kein Nachweis von Amyloid im Gehirn (Normalbefund).

Die diagnostische Aussagekraft bei der Untersuchung des Gehirnsstoffwechsels wird durch eine europaweit führende Auswertungssoftware gesteigert: Damit ist die Möglichkeit verbunden, die Höhe des Stoffwechsels in einzelnen Hirnregionen darzustellen und statistisch im Vergleich mit Normaldaten auszuwerten.

Die Röntgen-Computertomografie ist in der Neuronuklearmedizin von besonders schwacher Strahlendosis, sodass die daraus gewonnenen Bilddaten lediglich dazu dienen, die PET-Datensätze in der Darstellung zu korrigieren.

Grün markiert sind in den PET/CT-Bildern die Hirnareale mit einer Minderanreicherung von Glucose (FDG) bei einem Patienten mit Bewegungsstörungen (Parkinson-Syndrom) in mehreren Regionen der rechten Hemisphäre.
Grün markiert sind in den PET/CT-Bildern die Hirnareale mit einer Minderanreicherung von Glucose (FDG) bei einem Patienten mit Bewegungsstörungen (Parkinson-Syndrom) in mehreren Regionen der rechten Hemisphäre.
Vergleich der Anreicherung des Tracers im Bereich der beiden Hirnhemisphären, die Bezirke mit erhöhter Nuklidbelegung sind rot markiert.
Vergleich der Anreicherung des Tracers im Bereich der beiden Hirnhemisphären, die Bezirke mit erhöhter Nuklidbelegung sind rot markiert.

Anfahrt

Auf der Seite »Anfahrt haben wir Informationen für Sie zusammengestellt, wie Sie den Standort des PET/CT-Geräts erreichen können.