Körper- und Bewegungspsychotherapie

In der Körper- und Bewegungspsychotherapie geht es um eine vorsichtige Annäherung an den Körper und seine Handlungsressourcen. Um das Aufspüren und Wahrnehmen der eigenen Grenzen, das Ausdrücken und Verteidigen der Grenzen in Beziehungen zu anderen Menschen sowie Schutz, Sicherheit, Halt und Unterstützung.

Die Patientinnen und Patienten in unserer Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) lernen die eigenen Handlungsmuster zu erkennen, ihre Neugier für Erkundungen (Exploration) wird geweckt. Über das Experimentieren werden bei dieser Therapie kleine Veränderungen initiiert und Neues erfolgreich integriert.

In Gesprächen mit unseren erfahrenen Therapeutinnen wird dabei Erlebtes bewusst und gemeinsam lösungsorientiert in Beziehung zur Lebensgeschichte gesetzt. 

Einige der Imaginationsübungen zur Affektregulation können mit einer anderen Gewichtung "erlebbar" oder "greifbar" gemacht werden. Beispielsweise kann von den PatientInnen ein „Sicherer Ort“ aufgebaut oder ein „Notfallkoffer“ real zusammengestellt werden. Die dabei angeregte vertiefte Selbstwahrnehmung wirkt ich-stärkend. 

Anwendung finden bei uns in erster Linie die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) und die Bewegungsanalyse (BA). Dabei führte die überwiegende Arbeit mit Traumapatienten zum einen zu einer Modifizierung der Methoden. Zum anderen fließen Inhalte zahlreicher Fortbildungen (Somatic Experience, Sensorimotor Psychotherapy, Pesso Boyden System Psychomotor, et cetera) in die tägliche Arbeit unserer Körper- und Bewegungstherapeutinnen mit ein.

Theoretischer Hintergrund

  • Entwicklungstheorien
  • Tiefenpsychologie
  • Verhaltenstherapie
  • Lerntheorien
  • Bindungsforschung
  • Säuglingsforschung
  • Strukturelle Dissoziation
  • Motorische Phänomene
  • Körperkonzepte