Kunstpsychotherapie

Stifte für Kunstpsychotherapie
Kunstpsychotherapie

Unsere Expertinnen der Kunstpsychotherapie im EvKB stellen das bildnerische Gestalten in den Mittelpunkt des therapeutischen Prozesses. Dieses erlebnisorientierte psychodynamische Verfahren verbindet die Freude am kreativ-schöpferischen Ausdruck mit einer intensiven Wahrnehmung inneren und äußeren Geschehens.

Spontanes Zeichnen, Malen und Formen in einer wertungsfrei akzeptierenden Atmosphäre erleichtern unseren Patientinnen und Patienten den Kontakt zu bewussten und unbewussten Belastungen und Ressourcen, Das Medium der bildnerischen Gestaltung dient in der Kunstpsychotherapie der Persönlichkeitsentwicklung und Situationsverarbeitung der Patienten. Hierbei werden sowohl das während des Gestaltungsprozesses Erlebte als auch die im Prozess entstandene Form mit allen Assoziationen und verbalen Mitteilungen der Patienten zur Reflektion genutzt.

Unser kunstpsychotherapeutisches Konzept basiert auf der Theorie und Methodik der psychoanalytischen und tiefenpsychologisch fundierten Kunsttherapie sowie auf der Psychodynamischen Imaginativen Traumatherapie (PITT) und bezieht Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie, den Kreativitätstheorien und den Neurowissenschaften ein. Es ist auf die spezifische Situation komplex traumatisierter Patienten ausgerichtet. Mithilfe kunsttherapeutischer Methoden werden zentrale Behandlungsschwerpunkte wie das systematische Aktivieren von Ressourcen, die Verbesserung innerer und äußerer Kommunikation, das Regulieren von Affekten, intrusiven Ich-Zuständen und (selbst-)destruktiven Impulsen sowie die Stärkung von Selbstschutz und Selbstfürsorge verfolgt.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Entwicklung der Symbolisierungsfähigkeit und des authentischen Selbstausdrucks. Im Sinne eines Empowerments ist jeder Patient Experte für die eigene bildnerische Gestaltung in all ihren Bedeutungsebenen. Auf diese Weise wird das Vertrauen in die eigene Wahrnehmungs-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz systematisch gefördert.

Rahmenbedingungen

  • Dauer: 3-12 Wochen
  • Frequenz: 1-mal pro Woche Kleingruppe à 120 Minuten
  • Gruppengröße: 4 TeilnehmerInnen
  • Sonstige Beschreibungen: halboffene Gruppe
  • Bei besonderer Indikation 1-2 mal pro Woche 30 – 50 Minuten Einzeltherapie