Herzlich Willkommen im Kontinenzzentrum des EvKB!

Die »Harninkontinenz (ungewollter Abgang von Urin) ist leider auch heute noch immer ein Tabuthema, vor allem bedingt durch die Scham der Betroffenen. Sie fühlen sich körperlich unzulänglich und unsauber und verlieren so in vielen Fällen ihre Selbstachtung. Der Leidensdruck kann bis in die soziale Isolation führen. Orte ohne leicht erreichbare Toiletten, Sport sowie soziale Kontakte werden gemieden, auch die sexuelle Aktivität in der Partnerschaft leidet. Betroffene meiden aus Angst vor Peinlichkeiten selbst den Arztbesuch, so groß ist die Furcht vor Bloßstellung. Man nimmt heute an, dass etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland an Harninkontinenz leidet, die Dunkelziffer liegt aber vermutlich deutlich höher.

Hinter dem Problem Inkontinenz verbergen sich viele mögliche Ursachen, die erkannt und behandelt werden können. Sind Unsicherheit und Scham einmal überwunden und ist der Gang zum Arzt geschafft, lassen sich 80 Prozent der Betroffenen heilen. Das Kontinenzzentrum im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB) im Johannesstift, das erste seiner Art in Ostwestfalen-Lippe, leistet in Sachen Diagnostik und Therapie Hervorragendes. Seinen Kern bilden die

Eine Kontinenzberatungsstelle – anerkannt von der Deutschen Kontinenzgesellschaft – ergänzt das klinische Angebot und ist eine wichtige Anlaufstelle zur Information und Orientierung. Sie koordiniert mit niedergelassenen Ärzten und verschiedenen Fachrichtungen unseres Hauses Untersuchungs- und Behandlungsschritte für eine optimale individuelle Beratung und Therapie.

Zu unserem Behandlungsspektrum gehören unter anderem die Belastungs- und Dranginkontinenz, neurogene Störungen – etwa bei Multipler Sklerose (MS) – und die kindliche Harninkontinenz. Zahlreiche medikamentöse, krankengymnastische sowie operative Therapien unterstützen Sie auf Ihrem Heilungsweg.

Welche Therapie für Sie die geeignete ist, finden wir gemeinsam mit den Kooperationspartnern unseres Kontinenzzentrums heraus, darunter die Gynäkologie, Neurologie und Neurochirurgie, die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall-, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie, die Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie, die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, ebenso die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Abteilung Physiotherapie.

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