Kalter Start ins Leben

08.02.2012

Category: Nachrichten

Shalom Masango, 50 Zentimeter, 3330 Gramm schwer

Shalom Masango, 50 Zentimeter, 3330 Gramm schwer

Damit sie nie wieder friert überreicht Privatdozent Dr. Andreas Luttkus der kleinen Shalom Schlafsack, Mütze und Socken. Vater Unotidashe Masango (29 Jahre) und Mutter Rachel Masango (26 Jahre) freuen sich mit den Brüdern Mufaro (l.) und Michael über das neue Familienmitglied.

Damit sie nie wieder friert überreicht Privatdozent Dr. Andreas Luttkus der kleinen Shalom Schlafsack, Mütze und Socken. Vater Unotidashe Masango (29 Jahre) und Mutter Rachel Masango (26 Jahre) freuen sich mit den Brüdern Mufaro (l.) und Michael über das neue Familienmitglied.

Die kleine Shalom hatte es am Montagmorgen besonders eilig. Um 4.20 Uhr kam sie in Papas Wagen auf der B 61 zwischen Gütersloh und Bielefeld zur Welt. Zu dem Zeitpunkt betrugen die Außentemperaturen rund -16 Grad. Kälte sei für Neugeborene sehr gefährlich, betont Privatdozent Dr. Andreas Luttkus. „Die Babys unterkühlen schnell. Dadurch kommt es zur Mangeldurchblutung und zu Organschädigungen.“ Als Shalom in der Klinik Gilead in Bethel ankam, hatte sie eine Körpertemperatur von 34 Grad - normal sind 36 bis 37 Grad.  „Die Situation war also noch nicht alarmierend“, so der Chefarzt der Gynäkologie im Ev. Krankenhaus Bielefeld. Am Klinikeingang wurde die Familie aus Gütersloh von den Pflegekräften empfangen und das Baby in ein Wärmebettchen gelegt. Die Mutter hatte das Kind gut abgetrocknet und in eine dicke Jacke gewickelt. „Abtrocknen ist ganz wichtig, weil sonst der Wärmeverlust noch höher ist“, so Dr. Luttkus. Er rät in so einer Situation, sich das Baby auf die nackte warme Haut zu legen und dann zuzudecken. Shalom, deren Namen übersetzt „Frieden“ heißt, hat ihren rasanten Start ins Leben gut überstanden. „Sie ist fit wie ein Turnschuh“, freut sich Dr. Luttkus.

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