Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen

In dieser Abteilung werden vornehmlich Menschen mit stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen des legalen (Alkohol und Medikamente) und illegalen (Opiate, Kokain, Cannabis, Amphetamine und ähnliches) Spektrums stationär und teilstationär behandelt. Darüber hinaus übernimmt diese Abteilung die psychiatrische Behandlung von Angehörigen der British Forces Germany.

In der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen werden alle für eine suchtmedizinische Akutbehandlung notwendigen Behandlungsangebote vorgehalten:

  • Entgiftung
  • Qualifizierter Entzug
  • Therapievorbereitung
  • Motivationsbehandlung
  • Substitution
  • Krisenintervention
  • Behandlung von somatischen und psychiatrischen Begleiterkrankungen

Die Abteilung verfügt über 67 stationäre und 16 teilstationäre Behandlungsplätze und ist inhaltlich in zwei Bereiche gegliedert: den Bereich Abhängigkeitserkrankungen sowie den Bereich Britenstation B1.

Bereich Abhängigkeitserkrankungen

Im Bereich Abhängigkeitserkrankungen werden Menschen mit stoffgebundenen Süchten des legalen und illegalen Spektrums sektorübergreifend nach indikativen Schwerpunkten behandelt. Die Abteilung bietet alle Behandlungen sowohl stationär als auch teilstationär an und in Verbindung mit der Institutsambulanz auch ambulant.

Die zwei Stationen der Abteilung (Station B2 und Station B5) sowie die Drogenambulanz sind im Haus Gilead IV angesiedelt, die Tagesklinik und die Ambulanz für Alkoholabhängige im Haus Süsseck (Gadderbaumer Straße 33) direkt am Bethel-Eck.

Alle Aufnahmeanfragen und die Aufnahmesteuerung werden von den ambulanten Stellen bearbeitet:

  • Legale Suchtmittel
    Ambulanz am Bethel-Eck
    Tel.: 05 21 - 772 7 85 40
    Öffnungszeiten: 9:00 bis 11:00 Uhr sowie nach Vereinbarung

  • Illegale Suchtmittel
    Drogensprechstunde in Gilead IV
    Tel.: 05 21 - 772 7 85 45
    Öffnungszeiten: 9:30 bis 11:30 Uhr sowie nach Vereinbarung

Bereich Britenstation

Die Station B1 ist für die psychiatrische Behandlung von Angehörigen der britischen Armee zuständig. Hier werden neben Abhängigkeitserkrankungen auch andere psychische Störungen behandelt. Die Station befindet sich im Haus Gilead IV.

Abteilungsleitung

Porträtfoto Dr. med. Martin Reker

Dr. med. Martin Reker

Ärztliche Abteilunsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 50

Fax: 05 21 - 772 7 86 52

E-Mail

Porträtfoto Kerstin Wiethölter

Kerstin Wiethölter

Pflegerische Abteilungsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 84 61

Fax: 05 21 - 772 7 80 25

E-Mail

Porträtfoto Dr. p. h. Georg Kremer

Dr. p. h. Georg Kremer

Therapeutische Abteilungsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 55

Fax: 05 21 - 772 7 86 52

E-Mail

Station B1: Britische Patienten

Porträtfoto Barbara Randzio

Barbara Randzio

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 56 (Dienstzimmer)

E-Mail

Porträtfoto Dr. phil. Mirjam Wensauer

Dr. phil. Mirjam Wensauer

Therapeutische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 60

E-Mail

Weitere Informationen zur Britenstation B1 finden Sie hier.

Station B2: Qualifizierter Entzug von Alkohol und Medikamenten

Porträtfoto Dr. med. Stephanie Kunz

Dr. med. Stephanie Kunz

Ärztliche Stationsleitung, Oberärztin

Tel.: 05 21 - 772 7 86 70

E-Mail

Gabriele Warwick

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 65 (Dienstzimmer)

Fax: 05 21 - 772 7 86 67

E-Mail

Porträtfoto Lutz Wehlitz

Lutz Wehlitz

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 65 (Dienstzimmer)

Fax: 05 21 - 772 7 86 67

E-Mail

Das Angebot der Station B2 mit ihren 35 Behandlungsplätzen richtet sich an alle Patientinnen und Patienten, die im Zusammenhang mit ihrer substanzbezogenen Störung (vor allem Alkohol, aber auch Medikamente und Cannabis) einen stationären Aufenthalt benötigen. Die Station ist intern in zwei Bereiche gegliedert, den „Intensivbereich“ und den „trockenen Bereich“ (Therapiebereich).

Intensivbereich

Im Intensivbereich werden alle intoxikierten Patienten aufgenommen. Hier werden akute und/oder ungeplante Notfallbehandlungen durchgeführt. Der internationalen Entwicklung folgend wird die rein körperliche Entgiftung mittels einer Alkoholentzugsskala scoregesteuert standardisiert. Dabei findet der Beginn der Detoxifikation im Intensivbereich statt. Nach der körperlichen Entgiftung und Diagnostik werden die Patientinnen und Patienten je nach Indikation und Behandlungsbereitschaft entweder in den trockenen Bereich verlegt, innerhalb der Klinik zur Weiterbehandlung in die Tagesklinik vermittelt oder in weiterführende ambulante oder teilstationäre Hilfen überwiesen. Die Station B2 steht mit der eigenen Ambulanz, aber auch mit allen anderen außerstationären Hilfeangeboten im engen Austausch, um die Schnittstellenprobleme bei Aufnahme, Verlegung und Entlassung zu minimieren.

Therapiebereich

Im Therapiebereich haben die Patienten die Möglichkeit, sich mit ihrer Suchterkrankung auseinanderzusetzen und Perspektiven für ein abstinentes bzw. gesünderes und zufriedeneres Leben zu entwickeln. Dazu stehen eine Reihe von bewährten Behandlungsangeboten zur Verfügung:

  • Einzelgespräche mit Arzt, Bezugspflegerin, Psychologe und Seelsorgerin
  • Klärung sozialer Probleme mit der Sozialarbeiterin
  • Gruppentherapien zu unterschiedlichen Themen
  • Ergo-, Arbeits-, Bewegungs- und Musiktherapie und vieles mehr

Wir sind dabei bemüht, für jeden Patienten ein individuell optimal abgestimmtes Behandlungsangebot vorzuhalten.

Viele Patienten, die auf der Station B2 behandelt werden, sind schon langjährig suchtkrank, teilweise in höherem Lebensalter und gelten als chronisch mehrfach beeinträchtigt. Sie weisen teilweise schwere somatische und psychische, besonders kognitive Folgeschäden auf. Das pflegerisch intensive und therapeutische Spektrum umfasst die körperliche Entgiftungsbehandlung, Maßnahmen zur Förderung der körperlichen Gesundheit (wie Moblisierung, Krankengymnastik und Bewegungstherapie) sowie Maßnahmen zur Verbesserung kognitiver Funktionen wie neuropsychologisches Training und Training von Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL-Training). Gleichzeitig werden die in der Regel langfristig chronifizierten Patientinnen und Patienten motiviert, sich auf Veränderungen ihrer oft desolaten Lebenssituation einzulassen, Umzüge in ein stabileres Umfeld zu tolerieren, tagesstrukturierende Maßnahmen zur Abstinenzsicherung zu akzeptieren, aufsuchende Hilfen anzunehmen und Krisenpläne zu entwickeln.

Der Kooperation mit den vor- und nachgeschalteten (komplementären) Institutionen kommt hier ein besonders hoher Stellenwert zu. Vorrangige Kooperationspartner sind alle Anbieter der regionalen Suchthilfe (Beratungsstellen, Fachkliniken, Selbsthilfe), der ambulanten und stationären Eingliederungshilfe sowie der Wohnungslosenhilfe und der Altenhilfe.

Station B5: Qualifizierter Drogenentzug

Porträtfoto Dr. med. Bernhard Mayr

Dr. med. Bernhard Mayr

Ärztliche Stationsleitung, Oberarzt

Tel.: 05 21 - 772 7 86 53

E-Mail

Porträtfoto Arnd Ludewig

Arnd Ludewig

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 85 (Dienstzimmer)

E-Mail

Die Station B5 übernimmt mit 20 Behandlungsplätzen die Behandlungsaufträge für drogenabhängige Patientinnen und Patienten im stationären Bereich. Dies sind im einzelnen

  • Komplettentgiftungen
  • Beigebrauchsentgiftungen bei bestehender Substitutionsbehandlung
  • Kriseninterventionen
  • Vorbereitung auf Entwöhnungstherapien
  • Behandlung von Patienten mit komorbiden Störungen

Dieser komplexe Behandlungsauftrag wird durch zwei besondere Umstände realisierbar. Zum einen verfügt die Station über einen vollkommen abtrennbaren Intensivbereich, der aber vom Dienstzimmer aus überwacht werden kann. Zum anderen ist die Drogensprechstunderäumlich direkt an die Station angegliedert, so dass beide Bereiche in der täglichen Arbeit - auch personell - sehr eng vernetzt sind. Auf diese Weise können Interventionen ambulant begonnen, stationär fortgesetzt und wiederum ambulant beendet werden, ohne dass Behandlungsbrüche entstehen.

Für junge Patienten, die wegen eines vorrangigen Cannabismissbrauchs an unsere Klinik verwiesen werden, halten wir auf der Station B5 ein individuell abgestimmtes Behandlungsangebot vor. Dieses Angebot enthält alle üblichen Behandlungsbausteine (siehe oben), legt aber darüber hinaus einen besonderen Schwerpunkt auf die Einbeziehung der nahen Bezugspersonen. Ziel ist hier, diese Patientinnen und Patienten so schnell wie möglich in das tagesklinische oder ambulante Setting zu übermitteln. Junge Cannabiskonsumenten sollen in unserem Hause möglichst wenig mit den Konsumenten „harter“ illegaler Drogen in Kontakt kommen.

Tagesklinik

Porträtfoto Dr. med. Michael Huppertz

Dr. med. Michael Huppertz

Ärztliche Leitung

Tel.: 05 21 - 772 7 87 55 (Sekretariat)

E-Mail

Die Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen hat einen psychotherapeutischen Behandlungsschwerpunkt und widmet sich insbesondere zwei Zielgruppen:

  1. Veränderungsmotivierte Patientinnen und Patienten mit Alkohol- und/oder Drogenproblemen, die entweder erst kurzfristig Kontakt zum Hilfesystem haben oder die nach längerfristigem Verlauf und wiederholten körperlichen Entgiftungen in der Absicht, (beigebrauchs-) abstinent leben zu wollen, verstärkter therapeutischer Unterstützung bedürfen. Im Zentrum des Behandlungsprogramms stehen sechs Informationseinheiten mit jeweils zwei Nachbereitungstreffen, in denen den Patientinnen und Patienten wichtige Grundlageninformationen vermittelt und Bewältigungsstrategien vorgestellt werden. Mit Hilfe der Elemente werden die Inhalte auf die alltägliche Lebenssituation des einzelnen Patienten übertragen.

  2. Suchtkranke Patientinnen und Patienten mit komorbiden psychischen Störungen, die wegen der Schwere der begleitenden psychischen Störung zur Zeit nicht rehabilitationsfähig sind. Dazu gehören Patientinnen und Patienten mit Angststörungen, mit depressiven Störungen sowie mit Persönlichkeitsstörungen, insbesondere Borderline-Persönlichkeitsstörung und posttraumatischen Belastungsstörungen. Das Therapieprogramm setzt sich aus Gruppen- und Einzeltherapien zusammen und ist verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Die Behandlungsdauer ist individuell unterschiedlich, grundsätzlich aber auf circa sechs bis acht Wochen angelegt.

Innerhalb des teilstationären Behandlungsprogramms werden zusätzlich stationäre Patienten behandelt, die zwar von den Behandlungsinhalten profitieren können, zurzeit aber von einem tagesklinischen Programm überfordert wären.

Somit wird in der Tagesklinik auf der Basis der oben genannten Schwerpunkte ein psychotherapeutisches Behandlungsprogramm vorgehalten, das je nach Störung und Therapieziel eine individuelle Therapieplanung erlaubt. 

Kontakt

Evangelisches Krankenhaus Bielefeld
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Psychiatrische Institutsambulanz
im Haus Süßeck am Bethel-Eck
Gadderbaumer Straße 33
33602 Bielefeld

Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen
von Alkohol und Medikamenten

Tel.: 05 21 - 772 7 85 40

Ambulante Behandlung

Informationen zur ambulanten Behandlung in der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im EvKB entnehmen Sie bitte der Passage "Bereich Abhängigkeitserkrankungen" sowie der Seite der Psychiatrischen Institutsambulanz.

Forschungsprojekte und besondere Angebote

CRA Community Reinforcement Approach – Verstärkende Interventionen im sozialen Bereich

Schulungsprogramm durch die Entwickler des CRA-Ansatzes Bob Meyers, Jane Ellen Smith und John Gardin (USA). Ziele sind:

Inhaltliche Qualifikation von MitarbeiterInnen verschiedener Berufsgruppen des Hauses und angrenzender Kooperationspartner zur Anwendung der wesentlichen Komponenten des CRA-Ansatzes.
Erwerb der Lizenz zur Durchführung von CRA-Schulungen im deutschsprachigen Raum. Laufzeit: 2007-2008.

Verantwortlicher
Dr. med. Martin Reker
Tel.: 05 21 - 772 7 86 50

Raucherentwöhnungskurse

Fünf Schulungseinheiten in Gruppen, jeweils dienstags 16:00 bis 17:30 Uhr in den Räumen der Tagesklinik, Haus Süsseck, Bethel-Eck

Weitere Informationen (auch über den Beginn des nächsten Durchlaufs) und Anmeldung im Sekretariat der Tagesklinik.

Tel.: 05 21 - 772 7 87 55 

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Abhängigkeitserkrankungen

Reker Martin, Dr. med.

Kunz Stephanie, Dr. med.

Mayr Bernhard, Dr. med.

Huppertz Michael, Dr. med.

Sucht

Alkohol

Illegale Drogen

Legale Drogen

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

 

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