Netzhaut- und Glaskörperchirurgie

Netzhautablösung

Eine beginnende Netzhautablösung äußert sich für den Patienten durch den sogenannten Rußregen, bei dem sich tiefschwarze Flecken gleichmäßig nach oben und unten bewegen, wiederkehrende Blitze im Gesichtsfeld oder eine zunehmende Schattenbildung am betroffenen Auge. Verantwortlich dafür sind Löcher in der Netzhaut. In unserer Klinik für Augenheilkunde im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) behandeln wir alle Formen der Netzhautablösung operativ, indem der Glaskörper entfernt (Vitrektomie), die Netzhaut wieder angelegt wird und die Netzhautlöcher durch Laser- und Kältetherapie verschlossen werden. Ältere und kompliziertere Ablösungen werden von weiteren Maßnahmen begleitet. So muss der Augapfel durch ein Gummiband umschnürt werden, damit eine gewünschte Eindellung eintritt, und auf die Lederhaut genäht werden.

Die Operationen finden in aller Regel in Vollnarkose statt. Dafür ist ein zwei- bis fünftägiger stationärer Aufenthalt in unserer Klinik einzuplanen. Die anschließende Rehabilitation dauert etwa vier Wochen.

Makulaforamen

Die Makula bezeichnet die Stelle auf der Netzhaut, auf der das schärfste Sehen erreicht wird. Kommt es an dieser Stelle zu einem zentralen Loch, dem sogenannten Makulaforamen, ist das Sehen des Patienten massiv eingeschränkt. Durch einen operativen Eingriff am Glaskörper (Vitrektomie) und durch den Einsatz von Mikropinzetten können bestimmte Membranteile von der Netzhaut entfernt und das Loch durch eine Gas-Tamponade (eine Gasblase, die im Auge Druck ausübt) geschlossen werden. Im Anschluss an die Operation ist es notwendig, dass der Patient einige Tage eine Kopftieflagerung einhält.

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Im Allgemeinen ist ein stationärer Aufenthalt in unserer Klinik für Augenheilkunde im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) erforderlich.

Netzhauterkrankungen bei Diabetes

Bei Erkrankungen der Netzhaut kann der Ursprung in der Diabetes liegen. In diesem Fall werden durch Diabetes krankhafte, kleine Blutgefäße gebildet, die durch Zugkräfte von Anheftungsstellen des Glaskörpers reißen können. Dabei kommt es zu Einblutungen im Augeninnern, was zu akuten Sehverschlechterungen führt. Eine vollständige Einblutung in den Glaskörperraum kann zu nahezu vollständigem Sehverlust führen. Die Behandlung in unserer Klinik für Augenheilkunde im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) erfolgt operativ, indem der eingeblutete Glaskörper – soweit möglich – entfernt (Vitrektomie) und durch Kochsalzlösung ersetzt wird. Handelt es sich um einen schwerwiegenden Befund, bei dem die Netzhaut teilweise abgelöst ist, kann zusätzlich eine Endo-Tamponade, Gas oder Silikonöl zum Einsatz kommen, die die verletzten Stellen durch Druck andrückt und verschließt.

Die Operationen finden in aller Regel in Vollnarkose statt. Ein stationärer Aufenthalt in unserer Klinik ist in aller Regel notwendig.