Herzlich willkommen im Shunt-Zentrum des EvKB

Viele unserer Patienten benötigen nicht nur eine Blutwäsche und den Venenzugang dafür – viele leiden darüber hinaus auch an weiteren Erkrankungen. Dieser Herausforderung nehmen wir uns mit unserem Shunt-Zentrum im Johannesstift an: Hier finden unsere Patienten eine Anlaufstelle für sämtliche Fragestellungen rund um die Anlage und Korrektur des Dialyse-Zugangs.

Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) ist eins von deutschlandweit nur sieben zertifizierten überregionalen Referenzzentren für Dialyse-Zugänge (Shunt). Die fachübergreifende Zusammenarbeit, das breite Behandlungsspektrum und der große Erfahrungsschatz sind Pluspunkte, auf die unsere Patienten zählen können.

Bei mehr als 100.000 Menschen in Deutschland arbeiten die Nieren nicht ausreichend und reinigen das Blut nicht zuverlässig. Die Betroffenen benötigen mehrmals pro Woche eine Blutwäsche (Dialyse). Schnittstelle zwischen der Blutbahn im Körper und der Dialyse-Einheit ist ein sogenannter Shunt – ein Zugang zur Vene, der oft lange genutzt werden kann. Doch funktionieren 30 Prozent dieser Shunts nicht störungsfrei. Im überregionalen Shunt-Referenzzentrum des EvKB im Johannesstift bieten die Spezialisten der Gefäßmedizin, Nephrologie und Radiologie gemeinsam ein breites Behandlungsspektrum, das den Patienten zugutekommt. Die können neben dem großen Angebot auch auf jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Dialyse, Shunt-Anlage und Shunt-Korrektur zählen. Die Zertifizierung ist ein Qualitätsnachweis!

Tragende Säulen des Shunt-Zentrums sind:

Im zertifizierten Shunt-Zentrum arbeiten Spezialisten aus Gefäßmedizin, Nephrologie und Diabetologie sowie Radiologie fachübergreifend an der Anlage und Korrektur von Dialyse-Zugängen.
Im zertifizierten Shunt-Zentrum arbeiten Spezialisten aus Gefäßmedizin, Nephrologie und Diabetologie sowie Radiologie fachübergreifend an der Anlage und Korrektur von Dialyse-Zugängen.
  • Klinik für Gefäßmedizin
    Die Gefäßchirurgen sind Spezialisten für Eingriffe an Blutgefäßen. Die Klinik für Gefäßmedizin im EvKB ist Kooperationspartner anderer Abteilungen, zum Beispiel bei der Versorgung von Unfallverletzten in der Unfallchirurgie, bei Gefäßersatz innerhalb der großen Tumorchirurgie und bei der Anlage von Portsystemen für die Chemotherapie in der Onkologie. Sie sind außerdem federführend in ausgezeichneten fachübergreifenden Zentren für Gefäßmedizin sowie für Wundtherapie. »mehr erfahren
  • Abteilung für Nephrologie und Diabetologie
    Mit den Ärzten der Nephrologie führen die Gefäßchirurgen tägliche Dialysevisiten durch und halten zusätzlich gemeinsam mit den Ärzten für Radiologie und den Shunt-Koordinatoren alle zwei Wochen eine gemeinsame Shunt-Konferenz ab. Damit ist gewährleistet, dass Behandlungskonzepte zeitnah erstellt und notwendige Eingriffe zur Anlage oder Korrektur von Dialyse-Shunts interdisziplinär besprochen werden können. Darüberhinaus können die Patienten bezüglich internistischer –insbesondere nephrologisch/diabetologischer – Fragestellungen fachkompetent beraten werden. Die internistische Fachabteilung betreut seit beinahe 50 Jahren Patienten mit Nieren- und Hochdruckerkrankungen und verfügt damit über einen besonders großen Erfahrungsschatz. Sie versorgt Dialyse-Patienten in Bethel und im Johannesstift. »mehr erfahren
  • Diagnostische und Interventionelle Radiologie
    Die Radiologen im EvKB stellen Gefäße mit modernster Technik präzise dar. Sie können bestimmte Patienten auch mittels Ballonkatheteraufweitungen und anderen Eingriffen percutan – das bedeutet: ohne Hautschnitt behandeln. Solche Eingriffe sind meistens in örtlicher Betäubung möglich und können oftmals ambulant durchgeführt werden. Ist eine stationäre Therapie notwendig, findet die Betreuung vor und nach diesen Eingriffen in der Klinik für Gefäßmedizin statt. Die für jeden Kranken beste Behandlungsmethode wird gemeinsam festgelegt. »mehr erfahren

Fakten

  • eins von derzeit zehn zertifizierten Shunt-Zentren bundesweit
  • eins von nur wenigen überregionalen Shunt-Referenzzentren bundesweit
  • 427 offen operative Eingriffe im Jahr 2017
  • 295 Eingriffe per Ballon-Katheter im Jahr 2017

Möglichkeiten der Dialyse

  • die Verbindung zwischen Schlagader und Vene, die von Gefäßchirurgen angelegt wird zur Hämodialyse
  • den Katheter, in speziellen Fällen angelegt durch die Spezialisten der Nephrologie zur Hämodialyse
  • den Katheter durch die Bauchdecke, für den Allgemein- und Viszeralchirurgen den Eingriff vornehmen zur Bauchfelldialyse bzw. Peritonealdialyse; dieses Verfahren lernen die Patienten während eines stationären Aufenthalts in der Abteilung für Nephrologie und Diabetologie selbständig durchzuführen. 

Korrekturen von Dialyse-Shunts

  • Weitung von Venen mittels Ballonkatheter, durchgeführt durch die diagnostische und interventionelle Radiologie und Gefäßmedizin

Kooperationspartner

Gemeinsam mit weiteren Kliniken und Einrichtungen bieten wir für unsere häufig mehrfach erkrankten Patienten ein breites Behandlungsspektrum. Flankierend für die Diagnose von Risikofaktoren, operative Eingriffe zur Shunt-Anlage, zur Behandlung von Begleiterkrankungen sowie zur sonstigen Versorgung der Patienten stehen zur Verfügung:

  • Anästhesiologie und Schmerztherapie
    Die Anästhesisten und Schmerzmediziner in unserem Krankenhaus verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Betreuung unserer Gefäßpatienten, die oftmals durch eine Vielzahl von (Begleit-)Erkrankungen beeinträchtigt sind. »mehr erfahren
  • Allgemein- und Viszeralchirurgie
    Die Bauchchirurgen legen Dialyse-Shunts per Katheter durch das Bauchfell an. »mehr erfahren
  • Neurologie
    Bei Patienten, bei denen es um den Ausschluss oder die zusätzliche Behandlung einer neurologischen Störung oder eines Nervenschadens geht, leisten die Neurologen kompetente und wertvolle Unterstützung. »mehr erfahren
  • Kardiologie
    Durch kardiologische Untersuchungen und ggf. Interventionen kann oftmals das Risiko für einen Eingriff verkleinert werden. »mehr erfahren
  • Physiotherapie
    Schließlich unterstützt die Abteilung für Physiotherapie die Genesung unserer Kranken. »mehr erfahren
  • Wundtherapie
    Das zertifizierte Wundtherapiezentrum ist an das Gefäßzentrum angeschlossen. So wird nach chirurgischen Eingriffen eine bestmögliche Wundversorgung sichergestellt und damit maßgeblich zu einer guten Genesung beigetragen. »mehr erfahren
  • Sozialberatung
    Um die häusliche Versorgung, Rehabilitation oder Anschlussheilbehandlung nach dem Krankenhausaufenthalt zu organisieren stehen die Sozialberaterinnen des EvKB unseren Patienten kompetent und hilfreich zur Seite. »mehr erfahren

Technische Ausstattung

Zu unserer technischen Ausstattung gehören:

  • CO2-Angiografie
  • digitale Subtraktionsangiografie
  • Computertomografie (CT)
  • Kernspintomografie/Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Duplexsonografie
  • Dopplersonografie/Ultraschall
  • moderner C-Bogen im OP mit Carbontisch
  • Dialyseabteilung

Shunt-Koordinatoren

Für unsere niedergelassenen Kollegen bietet unser Zentrum verlässliche Ansprechpartner mit einem großen Erfahrungsschatz in allen Belangen rund um die Aufnahme und die Organisation von Untersuchungen sowie Behandlungen von Menschen mit Dialyse-Shunts. Auch für unsere Patienten sind sie wichtige Ansprechpartner für die Koordination ihres Aufenthalts:

Porträtfoto Cornelia Becker

Cornelia Becker

Shunt-Koordinatorin, Sekretariat Klinik für Gefäßmedizin, Hauptansprechpartnerin

Tel.: 05 21 - 772 7 51 22

E-Mail

Porträtfoto Ursula Dewis

Ursula Dewis

Shunt-Koordinatorin, Sekretariat Institut für Diagnostische und interventionelle Radiologie

Tel.: 05 21 - 772 7 90 52

Fax: 05 21 - 772 7 90 53

E-Mail

Porträtfoto Andrea Hoffmann

Andrea Hoffmann

Shunt-Koordinatorin, Sekretariat Abteilung für Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie

Tel.: 05 21 - 772 7 75 80

Fax: 05 21 - 772 7 75 81

E-Mail

Qualitätssicherung

Unser Shunt-Referenzzentrum wurde durch die Fachgesellschaften für Nephrologie, Gefäßmedizin, interventionelle Radiologie und Angiologie zertifiziert. Es wird regelmäßig von externen Einrichtungen hinsichtlich der Qualität überprüft. Darüber hinaus finden auch weitere Qualitätskontrollen intern wie extern statt. So wird beispielsweise in Kooperation mit niedergelassenen Kollegen der postoperative Verlauf nachgehalten und ein Qualitätszirkel Nephrologie abgehalten.

Dreifach ausgezeichnet

Die Klinik für Gefäßmedizin im Johannesstift ist bundesweit die einzige, die gleichzeitig in den Bereichen Gefäßmedizin, Wundmanagement und Dialyse-Zugänge zertifiziert wurde.