Lungenmetastasen

Computertomogramm eines Patienten mit zentraler Lungenmetastase
Computertomogramm eines Patienten mit zentraler Lungenmetastase
Computertomogramm eines Patienten mit peripherer Lungenmetastase rechts
Computertomogramm eines Patienten mit peripherer Lungenmetastase rechts
Computertomogramm eines Patienten mit peripherer Lungenmetastase links
Computertomogramm eines Patienten mit peripherer Lungenmetastase links

Allgemeines

Lungenmetastasen sind Absiedlungen von Tumoren, die sich außerhalb der Lunge gebildet haben. Häufig sind Lungenmetastasen ohne Symptome, gelegentlich können sie jedoch auch Beschwerden auslösen wie zum Beispiel Atemnot, Husten oder Brustschmerzen. Aufgrund ihrer häufigen Symptomlosigkeit werden Lungenmetastasen in vielen Fällen nur zufällig oder während einer Tumornachsorge diagnostiziert.

Behandlungsmöglichkeiten

Die verschiedenen Therapiemöglichkeiten hängen beim Vorliegen von Lungenmetastasen sehr vom Einzelfall ab, so dass eine generelle Empfehlung nicht gegeben werden kann. Dabei spielt insbesondere die Art des Tumors, der zu den Lungenmetastasen geführt hat, eine wichtige Rolle. Darüber hinaus müssen die Einzelumstände des jeweiligen Patienten berücksichtigt werden.

Eine operative Entfernung von Lungenmetastasen kommt daher nicht gleichermaßen für alle Tumoren in Frage, sondern muss vom Einzelfall abhängig gemacht werden. Generell ist jedoch zu sagen, dass eine Operation nur dann sinnvoll ist, wenn diese die Möglichkeit bietet, sämtliche Metastasen zu entfernen.

Auch die Operationstechnik bei Lungenmetastasen hängt im Wesentlichen vom Einzelfall ab und ist nicht immer einheitlich. Dabei spielt die Lokalisation und die Anzahl der Metastasen eine wichtige Rolle. Wenn beidseitige Lungenmetastasen vorliegen, ist es unter Umständen sinnvoll, diese auch während einer einzigen Operation über eine quere Öffnung des Brustkorbs anzugehen. In anderen Fällen ist eine seitliche Öffnung des Brustkorbs notwendig. Andererseits ist jedoch auch ein sogenanntes sequentielles Vorgehen möglich, das heißt, es wird erst die eine Lungenseite und später die zweite Lungenseite operiert. Mit Hilfe des Lasers können Lungenmetastasen in unserer Klinik für Thoraxchirurgie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) besonders gewebeschonend entfernt werden. Im Einzelfall kann auch die sogenannte minimal-invasive Operationstechnik sinnvoll sein, insbesondere bei einzelnen im äußeren Lungenmantel gelegenen Herden.

Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie für die Patienten sind:

  • kleine Narben
  • weniger Schmerzen nach der Operation
  • geringere Beeinträchtigung des Immunsystems
  • kürzerer Krankenhausaufenthalt
  • schnelle Genesung (Rekonvaleszenz) und damit verbunden die Wiederaufnahme der Arbeit