Malignes Pleuramesotheliom

Computertomogramm eines Patienten mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom, hoher Schnitt)
Computertomogramm eines Patienten mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom, hoher Schnitt)
Computertomogramm eines Patienten mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)

Computertomogramm eines Patienten mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom, hoher Schnitt)
Computertomogramm eines Patienten mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)

Das Pleuramesotheliom ist ein bösartiger Tumor des Rippenfells. Die Häufigkeit in Deutschland beträgt 1,1 pro 100.000 Einwohner. Bei 70 bis 80 Prozent aller Mesotheliomerkrankungen findet sich ein beruflicher Asbestkontakt, wobei Männer mit 80 Prozent viermal häufiger als Frauen betroffen sind.

Klassifikation

  • Epithelialer (papillärer) Typ
    • epitheloides Wachstum
    • tubuläres Wachstum
    • tubulopapilläres Wachstum
    • solides Wachstum
    • trabekuläres Wachstum
    • mikrozystisches Wachstum
  • Mesenchymaler (sarkomatöser) Typ
    • mit Bindegewebs- und Faserproduktion
    • muskuläre Differenzierung
    • knorpelige Differenzierung
    • knöcherne Differenzierung
  • Gemischter (biphasischer) Typ

Maligne Mesotheliome sind eine seltene Krebsform, die im Mesothel beginnt, der Membran, welche die meisten inneren Körperorgane bedeckt und schützt. Im Brustkorb besteht das Mesothel aus zwei Schichten, von denen die eine die Lunge selber umgibt und die andere die innere Auskleidung der Brustwand bildet. Zwischen diesen beiden Schichten wird normalerweise eine kleine Menge Flüssigkeit produziert, welche der besseren Beweglichkeit der Organe dient. Wenn die normalen Zellen des Mesothels sich ungehemmt teilen können, entstehen Mesotheliome. Die häufigste Form der Mesotheliome sind “pleurale” Mesotheliome. Diese entstehen in der Lungenauskleidung. Andere Formen sind “peritoneale” Mesotheliome, die die Bauchhöhlenauskleidung betreffen, sowie “perikardiale” Mesotheliome, welche in der Herzauskleidung entstehen.

Was verursacht Mesotheliome?

Mesotheliome werden in 80 Prozent der Fälle durch eine Exposition gegenüber Asbestfasern verursacht. Viele Menschen waren durch ihren Beruf diesen Fasern ausgesetzt; und wieder andere waren sekundär durch den Kontakt mit exponierten Arbeitern gefährdet. Aufgrund der Latenzzeit des Krebses tritt dieser möglicherweise erst 20 bis 50 Jahre nach Asbest-Exposition auf.

Mesotheliome
Mesotheliome (mit Pfeilen gekennzeichnet)
Mesotheliome
Mesotheliome
Mesotheliome im Computertomogramm
Mesotheliome im Computertomogramm (mit Pfeilen gekennzeichnet)

Wie häufig sind Mesotheliome?

Mesotheliome sind seltene Tumore. Gemäß epidemiologische Studien aus Großbritannien wird die höchste Anzahl der Neuerkrankungen (Inzidenzmaximum) zwischen 2010 und 2020 in Westeuropa auftreten. Asbest ist als Werkstoff mittlerweile verboten, die Effekte des Verbots werden jedoch erst ab 2030 zu verzeichnen sein.

Röntgendarstellung des Brustkorbs mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)
Röntgendarstellung des Brustkorbs mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)
Röntgendarstellung des Brustkorbs mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)
Röntgendarstellung des Brustkorbs mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)
Röntgendarstellung des Brustkorbs mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)
Röntgendarstellung des Brustkorbs mit bösartigem Rippenfelltumor (malignes Pleuramesotheliom)

Informationen zu Therapieformen des Malignen Mesothelioms erhalten Sie hier.