Pleuraempyem

Endoskopische Aufnahme des Pleuraempyems (VATS Dekortikation)
Endoskopische Aufnahme des Pleuraempyems (VATS Dekortikation)
Computertomogramm eines Brustkorbs mit Pleuraempyem
Computertomogramm eines Brustkorbs mit Pleuraempyem
Röntgenbild eines Brustkorbs mit Pleuraempyem
Röntgenbild eines Brustkorbs mit Pleuraempyem

Definition

Ein Pleuraempyem bezeichnet eine Eiteransammlung im Pleuraraum (zwischen der Lunge und dem Rippenfell). Bei späterem Verlauf entwickelt sich eine Schwarte an der Lunge, so dass die Lunge dadurch zusammengefaltet wird. Diese entsteht meist als Folge einer schweren bakteriellen Lungenentzündung, seltener als direkte Infektion der Pleura, zum Beispiel nach Operation oder Punktion.

Diagnose

Die Diagnose ist häufig durch die klinische Untersuchung, Röntgenbild der Lunge oder Ultraschall festzustellen. Bei unklarer Ursache sollte das Pleuraempyem stets mittels Punktion, das heißt durch Probengewinnung mit Hilfe einer feinen Nadel, bezüglich seiner Beschaffenheit und Herkunft untersucht werden. Im Weiteren kann es notwendig sein, eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), ein Schicht-Röntgen des Brustkorbs (Computertomographie des Thorax) oder eine Thorakoskopie (Spiegelung des Brustkorbes) durchzuführen.

Behandlung

Im Fall einer Rippenfellvereiterung (Pleuraempyem, Pyothorax) muss der Brustkorb operativ von Eiter befreit und mögliche Verwachsungen zwischen Rippenfell und Lunge sorgfältig gelöst werden. Dies ist oft mittels Thorakoskopie (Schlüsselloch-Chirurgie) möglich, in manchen Fällen ist eine Thorakotomie (Eröffnung des Brustkorbs durch einen etwa 10 bis 15 Zentimeter langen Schnitt) zur Beherrschung der Situation unumgänglich. Bei Schwerkranken, nicht operablen Patienten kann auch eine Spülbehandlung des Brustkorbs mittels eingelegter Thoraxdrainagen vorgenommen werden.