Schwerpunkte

Um uns – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Bild von Ihnen zu machen, nutzen wir im Bereich der diagnostischen Radiologie unter anderem die Computertomografie (Röntgenuntersuchung, die mit Schichtaufnahmen des Körpers dreidimensionale Bilder erzeugen kann), die Sonografie (Untersuchung per Ultraschall) und herkömmliche Röntgenuntersuchungen. Daneben kommt die Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz. Sie gewinnt Schichtbilder des Körpers ohne Röntgenstrahlen mit einem Magnetfeld und Hochfrequenzimpulsen. Auch die Angiografie (Röntgenaufnahmen von Blutgefäßen mithilfe von Kontrastmitteln) spielt eine große Rolle bei uns. Sie zeigt verschlossene oder verengte Gefäße im ganzen Körper an. Bilder von Stoffwechselstörungen lassen sich besonders gut mit der PET/CT-Technik erstellen, die wir in Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin anbieten.

Neben der Diagnose spielt auch die interventionelle – also die eingreifende – Radiologie eine wichtige Rolle in unserem Institut. Mithilfe einiger bildgebenden Techniken lassen sich Eingriffe, die nur winzigen Körpereröffnungen benötigen, beobachten und steuern.

In der eigenständigen Abteilung für Kinderradiologie untersuchen wir Kinder zwischen 0 und 16 Jahren – ambulant und stationär. Weil in diesem Alter das Skelett noch wächst, ist der Strahlenschutz oberstes Gebot, und wir versuchen, strahlenfreien Methoden wie MRT oder Ultraschall den Vorzug zu geben. Reichen diese diagnostischen Möglichkeiten nicht aus, arbeiten wir mit besonders strahlenreduzierten Röntgengeräten. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Kinderärzten und Kinderchirurgen ist für uns selbstverständlich.

Auch das eigenständige »Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie im EvKB, mit dem eine enge Zusammenarbeit besteht, arbeitet bei der Diagnostik mit den üblichen radiologischen Verfahren – allerdings in angepasster Form. Dieser Fachbereich beschäftigt sich intensiv mit Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks. Schwerpunkte bilden dabei die Schlaganfalldiagnostik, Tumordiagnostik mit Verlaufsbeurteilung, die spezielle Bildgebung bei Schmerzsyndromen wie zum Beispiel bei Nervenwurzelkompressionen und die Diagnostik und gegebenenfalls die Behandlung von Gehirnblutungen.

Das Wichtigste zum Schluss: Röntgenstrahlen belasten den Körper, darum muss der Nutzen einer Röntgenaufnahme immer so groß sein, dass er die Strahlenbelastung deutlich rechtfertigt. Sie können sicher sein, dass wir jede Entscheidung sorgfältig abwägen, weil uns Ihre Gesundheit am Herzen liegt.