Computertomografie (CT)

Bei einem Computertomografen handelt es sich – einfach ausgedrückt – um eine Röntgenröhre, die in einem Ring angebracht ist und so um den liegenden Patienten rotieren kann. Durch die Drehung der Röntgenröhre entstehen ständig neue Bilddaten, die mittels eines Computers ausgewertet werden. Während der Untersuchung schiebt sich die Untersuchungsliege durch den Ring, so kann zum Beispiel die ganze Lunge in einem Untersuchungsgang erfasst werden. Das Ergebnis sind viele Querschnittsansichten des untersuchten Patienten, sogenannte Schnittbilder. Auch im Bereich der Akutdiagnostik in der Neuroradiologie, zum Beispiel nach Verkehrsunfällen mit Schädel-Hirn-Verletzungen, ist die Computertomografie unerlässlich. Mit ihr können in kürzester Zeit Gehirnblutungen und Schädelbrüche erkannt werden.

Die eigentliche Untersuchung dauert nur wenige Sekunden. Dabei können auch Röntgenkontrastmittel zum Einsatz kommen, um krankhafte Prozesse überhaupt zu entdecken. Zum Beispiel kann es helfen, normales Gewebe von einem Tumor zu unterscheiden oder Gerinnsel in Blutgefäßen zu entdecken. Unterschieden wird an dieser Stelle zwischen oralen und intravenösen Kontrastmitteln. Das orale Kontrastmittel wird vor der Untersuchung getrunken und hat die Aufgabe, die Magen-Darm-Strukturen zu kontrastieren. Dieses Kontrastmittel verbleibt im Darm und wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Das intravenöse Kontrastmittel hingegen wird in die Blutbahn gespritzt und mit dem Blutstrom im Körper verteilt. Die Ausscheidung erfolgt in diesem Fall über die Nieren. Orale und intravenöse Kontrastmittel werden auch häufig kombiniert.

Vor der Kontrastmittelgabe – insbesondere bei intravenösen Mitteln, die stark jodhaltig sind – muss der Radiologe wissen, ob eine unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion vorliegt, ob die Nierenfunktion eingeschränkt ist oder Allergien bekannt sind. Orales Kontrastmittel dagegen wird in der Regel problemlos vertragen, lediglich kurz vor größeren Operationen im Bauchbereich  muss auf die richtige Auswahl des Mittels geachtet werden.