Konventionelles Röntgen

Röntgenstrahlen sind physikalisch ganz ähnlich wie Lichtstrahlen. Der einzige Unterschied ist die höhere Energie, durch die sie den menschlichen Körper durchdringen können. Allerdings werden manche Gewebe, wie zum Beispiel das Lungengewebe, leichter durchdrungen als Knochen. Auf dem Röntgenbild lassen sich so Gewebe verschiedener Dichte voneinander unterscheiden und beurteilen.

Mit einer Röntgenuntersuchung klären die Experten der Radiologie viele medizinische Fragen in sehr kurzer Zeit. Zum Beispiel lassen sich auf diese Weise nach einem Unfall Knochenbrüche oder Verrenkungen schnell diagnostizieren. Erkrankungen der Lunge, beispielsweise eine Lungenentzündung oder ein Tumorleiden, erkennen wir oft schon mit dieser einfachen Methode. Vor geplanten Operationen wie einem Hüftgelenkersatz, nach Operationen zur Kontrolle von Implantaten oder nach der Versorgung von Knochenbrüchen, bei Verdacht auf Verschleiß der Wirbelsäule oder einzelner Gelenke, bei der Suche nach Fremdkörpern wie beispielsweise eingeatmetes oder verschlucktes Spielzeug bei Kindern kommt die Röntgentechnik zum Einsatz.

Es ist bekannt, dass energiereiche Strahlung an lebendem Gewebe Schäden verursachen kann. Andererseits sind wir alle täglich einer gewissen Strahlung ausgesetzt, der sogenannten natürlichen Umgebungsstrahlung. Diese Strahlung kommt aus dem Kosmos oder dem Gestein. So sind zum Beispiel Menschen in einem bestimmten Gebiet in Frankreich einer viel höheren natürlichen Strahlung ausgesetzt als Menschen an der Nordseeküste. Auch das natürlich vorkommende radioaktive Radon in Kellern oder die Höhenstrahlung während eines Flugs sind messbar. Bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbes wird der Patient gerade einmal mit einer Strahlendosis belastet, die in etwa drei Tagen durchschnittlicher natürlicher Strahlung zusammenkommen.

Daher halten wir das Röntgen für eine sinnvolle Untersuchungsmethode, versuchen aber die unvermeidliche Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten. Das computergestützte Informationssystem hilft, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und durch unsere moderne Technik und gute Ausbildung der Mitarbeiter kann die Strahlenbelastung zusätzlich erheblich gesenkt werden.