Team
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen unser Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB) vor. Es besteht aus Ärzten, die auf die Behandlung von Kindern spezialisiert sind und aus speziell ausgebildetem Pflegepersonal. Darüber hinaus verstärkt ein interdisziplinäres, also fachübergreifendes Team unsere Klinik.
Chefarzt

Prof. Dr. med. Johannes Otte
Tel.: 05 21 - 772 7 80 59 (Sekretariat)
Fax: 05 21 - 772 7 80 60
Prof. Dr. Johannes Otte wurde 1948 in Bordesholm in Schleswig-Holstein geboren. Nach dem Medizinischen Staatsexamen an der Universität Kiel im Jahr 1975 arbeitete er zunächst als Medizinalassistent in Marsberg und Mainz und promovierte 1976 im Bereich der Stoffwechselerkrankungen an der Universität Mainz.
Seine Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin absolvierte Prof. Dr. Otte von 1975 bis 1982 an der Universitätskinderklinik Mainz und trat anschließend eine Stelle als Oberarzt an der Universitätskinderklinik Lübeck an, wo er die Bereiche Hämatologie/Onkologie und Intensivmedizin/Neonatologie leitete. 1985 habilitierte er im Fachbereich der Kinderheilkunde. 1989 wechselte er in die Kinderklinik des Klinikums Wolfsburg, wo er bis 1996 als Chefarzt tätig war.
Seit 1996 ist Prof. Dr. Johannes Otte Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB).
Oberärzte
Dr. med. Rainer Böhm
Ärztlicher Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ)
Tel.: 05 21 - 772 7 81 81 (Sekretariat SPZ)
Assistenzärzte
- Dr. med. Meik Askenas (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Diabetologe DDG)
- Sissi Bach Balagiannis
- Dr. med. Almut Baumgart (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologie, Kinder-Gastroenterologie)
- Dr. med. Maren Dick (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Sebastian Dick
- Nagehan Dincer (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Sarah Ditges
- Dr. med. Frank Dohle (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Maike Eckert
- Dr. med. Marie-Luise El-Hilali (Fachärztin für Kinder- und Jugenmedizin)
- Dr. med. Angelika Franzen (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Melanie Häberlen
- Dr. med. Arne Herting
- Astrid Kristina Kastrup
- Dr. med. Sonja Kiffmeier (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Sarah Krebes
- Sarah Kronshage
- Dr. med. Birgit Lambers (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Britta Langer
- Ingrid Malath (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Carolin Middelhoff
- Stefan Münter (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Andreas Neumann (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologie)
- Christina Sprenger
- Dr. med. Dennis Nordhoff
- Dr. med. Franziska Noske (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie)
- Dr. med. Elizabeth Omamo
- Elisabeth Poschmann (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Julia Rehage
- Dr. med. Felix Robers (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Intensivmedizin, Neonatologie)
- Anne Schlösser
- Diana Schröter
- Stefan Schwalfenberg (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Katharina Siegler
- Katrin Silkenbäumer (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Pamela Soja
- Anne Stary
- Esther Strothmann
- Dr. med. Undine Thelemann (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Ulrike Thoma
- Nurcihan Ülker (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Dr. med. Paul Hermann von Laer
- Dr. med. Judith Weinknecht
- Dr. med. Meike Wördemann (Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin)
- Bülent Yozgat
Pflege
Das pflegerische Team unserer Klink für Kinder- und Jugendmedizin setzt sich aus Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern zusammen sowie Mitarbeitern, die sich in Ausbildung befinden. Zusätzlich zum erfahrenen Pflegepersonal jeder Station gibt es Pflegekräfte mit Zusatzqualifikationen, so dass die gesamte Klink für Kinder- und Jugendmedizin über ein multiprofessionelles Team von Mitarbeitern verfügt, welches den verschiedensten Anforderungen in hohem Maße gerecht wird. Es stehen beispielsweise Fachpflegekräfte für Anästhesie und Intensivpflege, onkologische Pflege, Case Management, Wundmanagement oder Diabetesberatung zur Verfügung und qualifiziertes Pflegepersonal mit Schwerpunkten in Asthmatraining, entwicklungsfördernde Neonatalbegleitung oder Still- und Laktationsberatung.
In der gesamten Klinik werden familienorientierte Therapien angeboten, wobei auch großer Wert gelegt wird auf natürliche Behandlungsverfahren (physikalische Fiebersenkung, Wickel, Auflagen). Der Einbezug der Eltern in die Pflege und die Schulung von Eltern bei schwerkranken Kindern gehört zum Behandlungskonzept der Pflege. Kontinuierliche Überwachung der uns anvertrauten Kinder sowie die Gewährleistung einer sicheren Pflege haben größte Bedeutung.
Stationsleitung K1
Stationsleitung K2
Stationsleitung K3
Stationsleitung K5a und K5b
Stationsleitung K6
Stationsleitung K8
Beate Gebauer-Linnemann
Tel.: 05 21 - 772 7 81 75

Weitere Informationen zur Pflege im Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB) finden Sie hier.
Belegungsmanagement
Sekretariat

Interdisziplinäres Team
Ergotherapeuten
Total normal sein bedeutet, nicht nur krank oder gesund zu sein. Total normal ist es, sich immer zwischen diesen beiden Polen zu befinden, also zugleich gesunde und kranke Anteile in sich zu haben.
Mit der Diagnosestellung "Krebs" ändert sich für die Kinder und ihre Familien schlagartig erst einmal alles. Die Kinder erleben im wahrsten Sinne des Wortes eine Blickfeldeinschränkung. Das ganze Umfeld sieht und behandelt vorrangig die Krankheit. Natürlich steht für die Heilung einer Krebserkrankung die medizinische Behandlung der Ärzte an oberster Stelle; in diesem Setting gilt es jedoch für uns Ergotherapeuten, die Schlupflöcher für jede Minute Lebensqualität zu finden.
Die Kinder und Jugendlichen erfahren einen geschützten Rahmen, in dem sie ihre Patientenrolle verlassen, ihre gesunden Anteile leben und stärken können, was für eine gelingende Behandlung von großer Bedeutung ist.
Ziele der Ergotherapie sind unter anderem:
- Lebensqualität erhalten und verbessern
- altersentsprechende gesunde Entwicklung erhalten und erweitern
- Räume für Kreativität und Fantasie schaffen
- Soziale Integration, Kontakt zur Außenwelt
- Selbstheilungskräfte aktivieren
- Autonomie ermöglichen
- Krankheitsbewältigung
- Trauerbewältigung
Eine große Stärke der Kinder und Jugendlichen ist es, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, ihnen nachzugehen und mit viel Phantasie Ausdruck zu verleihen. Diesen Prozess unterstützt die Ergotherapie mit verschiedenen Angeboten, wie zum Beispiel:
- therapeutisches Spielen
- körperorientierte Verfahren (Tanz, Schauspiel, Gesang, Sport)
- Sozialtraining: Kochen, Feiern, Musizieren, Spielen...
- Entspannungsangebote
- Handwerkstechniken
- kreative Ausdrucksangebote
- Abbau von Aggressionen
- Begleitung von palliativen Patienten
Weitere Informationen zum Thema Ergotherapie im Ev. Krankenhaus Bielefeld finden Sie hier.
Kontakt



Ernährungsberater
Ernährungsberater helfen den Patienten und deren Eltern, für Krankheitsbilder einen optimalen individuellen Ernährungsplan zu erstellen, der sich positiv auf die jeweilige Therapie auswirkt.
Erzieher
In das multiprofessionelle Team der psychosomatischen Station K6 ist eine Erzieherin integriert, die in Einzel- sowie Gruppensituationen arbeitet. Von der Befunderhebung über die Behandlung und auch Beratung der Kinder und Eltern ist sie in die Arbeit des psycho-sozialen Teams eingebunden. Es wird gespielt, erzählt, gemalt, gebastelt und gelacht. Auch Spaziergänge und das Feiern jahreszeitlicher Feste stehen auf dem Programm. Die Erzieherin betreut an Wochentagen das Mittagessen der Kinder und Jugendlichen im Wintergarten der Station K6.
Heilpädagoginnen

Die Heilpädagogik im Kinderzentrum ist der Station 5a | 5b (neuropädiatrischer Schwerpunkt) zugeordnet. Der Heilpädagogik-Raum bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten und Angebote zur Wahrnehmungsförderung. Dort oder auch in den Patientenzimmern auf anderen Stationen werden Kinder (in der Regel zwischen 0 und 6 Jahren) und ihre Eltern nach individuellem Bedarf betreut.
Zu den Aufgabenschwerpunkten gehören die
- Entwicklungsdiagnostische Abklärung bei neuropädiatrischen Fragestellungen
- Wahrnehmungsförderung und Entwicklungsbegleitung bei Entwicklungsauffälligkeiten und syndromalen Erkrankungen
- Unterstützung bei Regulationsstörungen (Schlaf-, Fütter- und Gedeihstörungen und Unruheproblemen)
- Einbeziehung der Eltern sowie Entwicklungsberatung
- Vernetzung mit und Weitervermittlung zu unterstützenden ambulanten Diensten
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Klinik sowie im Kreis Bielefeld
Kontakt
Konstanze Böhm
Helga Schulz-Boßert
Tel.: 05 21 - 772 7 81 64
Lehrer
In der Krankenhausschule werden alle Kinder und Jugendlichen, die länger in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bleiben, entsprechend ihrem Leistungsstand unterrichtet. Es stehen Haupt-, Real- und Gymnasiallehrer zur Verfügung, die nach Rücksprache mit den jeweiligen Heimatschulen und den Klassenlehrern ein Beschulungskonzept erarbeiten, nachdem das Kind in Abhängigkeit seiner Erkrankung individuell eingewiesen wird.
Es werden insbesondere die Hauptfächer beschult. Neben Einzelunterricht findet auch Gruppenunterricht statt, insbesondere bei onkologischen Patienten auch eine Beschulung zuhause. Ziel der Beschulung ist, dass die Kinder und Jugendlichen durch ihre Erkrankung den Kontakt zu ihren Klassenverbünden nicht verlieren und in den Hauptfächern den Leistungsstand ihrer Klassenkameraden halten können.
Kunsttherapeuten

In der Kunsttherapie wird Kindern und Jugendlichen aus der psychosomatischen Station sowie onkologisch erkrankten Kindern angeboten, durch tiefenpsychologisch fundierte Kunsttherapie Ängste und Verhaltensstörungen zu überwinden. Vielfach wird in der Kunsttherapie auch ein tieferer Zugang zu den Patienten gefunden, der es diesen ermöglicht, die Basis ihrer Beschwerdesymptomatik zu finden und zu überwinden. Zugleich dient die Kunsttherapie dazu, die psychische Stabilität, das Selbstvertrauen und das Sozialverhalten eines Patienten zu steigern und zu normalisieren.
Neben der Maltherapie werden Aktionen durchgeführt, bei denen Kinder und Jugendliche insbesondere mit onkologischen Erkrankungen in der Gruppe größere Bilder malen können und somit das Gemeinschaftsgefühl gesteigert wird.
Kontakt


Musiktherapeutinnen
Musiktherapie für onkologische Patienten
„Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“, sagte Viktor Hugo. Wenn Menschen – egal ob alt oder jung – eine schlimme Nachricht wie zum Beispiel die Diagnose Krebs zu verkraften haben, können ihnen die Töne, die Sprache oder ein Schrei der Verzweiflung im Halse stecken bleiben. Musiktherapie kann aus der Ton- und Sprachlosigkeit helfen.
Zwei mal pro Woche findet auf der onkologischen Station des Kinderzentrums Musiktherapie statt. Aufgrund der Schwere der Krebserkrankung und der Behandlung können die Kinder ihr Zimmer oder die Station während des Klinikaufenthaltes selten verlassen. Die Musiktherapeutin besucht die Kinder am Bett, mit einem Wagen voller verschiedener, leicht spielbarer Musikinstrumente. Der Aufforderungscharakter der Musikinstrumente ist hoch und die Kinder nehmen die Möglichkeit gerne wahr, auszudrücken, was sie bewegt.
Ziel der musiktherapeutischen Arbeit ist es, Unaussprechliches, Angst, Wut oder Trauer hörbar zu machen, ohne unbedingt darüber reden zu müssen. Zudem knüpft Musik immer an Erfahrung und Ressourcen an. Musik und Klang begleiten den Menschen von Anfang des Lebens an. Je nach Lebenssituation spielt sie eine mehr oder weniger große Rolle. Gerade bei Jugendlichen ist sie ein wichtiger Bestandteil der Identität. Musiktherapie mit krebskranken Kindern und Jugendlichen bedeutet, Musik als etwas Haltgebendes, Ausdruckstarkes, Wohltuendes und Enspannendes zu erleben. Diese positive Erfahrung kann helfen, die schwere Erkrankung zu überstehen. Manchmal wird sie darüber hinaus zu einer lebensbegleitenden Kraftquelle.

Musiktherapie für Frühgeborene und ihre Eltern
Ein unterstützendes Angebot für frühgeborene Kinder und ihre Eltern auf der Früh- und Neugeborenenintensivstation K2 sowie der Früh- und Neugeborenenstation K3 ist die schöpferische Musiktherapie. Diese spezielle Therapieform für Frühgeborene wurde von Friederike Haslbeck entwickelt und mit Hilfe des Bielefelder Elternvereins „Frühlinge Bielefeld e.V.“ sowie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht. Sie richtet sich an Kinder, die durch eine vorzeitige Geburt oder durch eine Erkrankung einer intensiven medizinischen und pflegerischen Versorgung bedürfen sowie an ihre Eltern.
Das Ziel der schöpferischen Musiktherapie ist es, das Kind positiv zu stimulieren und den in dieser Anfangszeit so wichtigen menschlichen Kontakt über die Musik anzubieten. Indem auf dem Atemrhythmus des Kindes gesungen wird, spürt es schnell das Kontaktangebot. Es bekommt Halt und Rhythmus vermittelt, an dem es sich orientieren kann. Positive und beruhigende Hörerfahrungen führen zu einer vegetativen Entspannung und einem Nachlassen des angespannten Muskeltonus. So kann das Therapieangebot stressmindernd und entwicklungsfördernd wirken.
Die Eltern sind herzlich eingeladen, je nach Wunsch, an den musiktherapeutischen Sitzungen teilzunehmen oder beobachtend dabei zu sein. Sie werden ermutigt und unterstützt, Kontakt zu ihrem Kind aufzubauen. Beispielsweise indem sie mit ihrem Kind sprechen oder für es singen. Denn gerade die Stimmen der Eltern – insbesondere die Stimme der Mutter – knüpfen an vorgeburtliche Erfahrungen an und können eine wichtige Brücke zwischen der Zeit der Schwangerschaft und der Zeit auf der Intensivstation sein. Das Singen schafft ein gemeinsames positives Erleben, das die Beziehung zwischen Eltern und Kind stärkt.
Kontakt
Musiktherapeutin für onkologische Patienten
Anna Bergemann-Siegmund
Tel.: 0 52 09 - 91 70 36![]()
Musiktherapeutin und -pädagogin für Frühgeborene und ihre Eltern
Andrea Oelmann
Tel.: 05 21 - 772 7 81 05
E-Mail
Physiotherapeutinnen

Nicht nur turnen! Mehrere hochspezialisierte Kinder-Physiotherapeutinnen arbeiten in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit Kindern und Jugendlichen aller Altersklassen. Sowohl im Bereich der Intensivmedizin als auch auf den Stationen gibt es umfassende therapeutische Angebote. Hierzu gehören:
- Vojta-Therapie
- Bobath-Therapie
- Orofaciale Regulationstherapie nach Castillo Moralis
- Kinesiologie
- Psychomotorik
- Atemtherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Mucoviszidose und anderen schweren Erkrankungen, Asthma und Diabetes Mellitus
- Prophylaxen
- funktionelle Fußtherapie nach Zukunft-Huber
- Mobilisation und Gangschule
- Kinder-Tuina mit speziellen Akupunkturmethoden
Der Schwerpunkt der physiotherapeutischen Arbeit findet vor allem bei Früh- und Neugeborenen statt, um bei diesen Kindern bleibende Bewegungsstörungen vermeiden zu können. Wichtig ist auch die Anleitung und Unterstützung der Eltern.
Darüber hinaus benötigen insbesondere die vielen Kinder und Jugendlichen mit Atemwegserkrankungen eine hochspezialisierte Atemtherapie zur Überwindung und Prophylaxe von entzündlichen Erkrankungen der Lunge und der Bronchien.
Das Konzept der Physiotherapie in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin wird insbesondere umgesetzt bei psychosomatischen Erkrankungen.
Psychologinnen und Psychotherapeutinnen

- Das Team der Psychologinnen / Psychosomatikerinnen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im EvKB
Was ist Psychologie / Psychotherapie?
In der Psychologie geht es um die Persönlichkeit des Menschen, um die Beschreibung seines Verhaltens, seiner Entwicklung und die dafür wichtigen inneren und äußeren Bedingungen. Die Psychologinnen und Psochologen interessieren sich sowohl für die psychisch gesunden als auch für die erkrankten oder belasteten Seiten der betreffenden Person. Es wird die Entstehung von Auffälligkeiten im Verhalten und von psychisch bedingten Erkrankungen untersucht. Weiterhin wird analysiert, zu welchen Auswirkungen dies in den verschiedenen Bereichen führt (zum Beispiel körperlich, emotional, sozial, und intellektuell).
In der Psychotherapie soll mit diesen psychologischen Erkenntnissen Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen geholfen werden, Gefühle und Verhalten besser zu verstehen. Die Psychotherapeuten unterstützen dabei, beim Umgang mit problematischen Situationen und Belastungen geeignetere Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Ziel ist es, mit sich und der Umwelt besser zurechtzukommen.
Wo arbeiten die Psychologen / Psychotherapeuten?
Die Psychologinnen / Psychotherapeutinnen im Kinderzentrum des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (EvKB) sind schwerpunktmäßig auf der Psychosomatischen / Neuropädiatrischen Station K6 tätig. Hier werden unter anderem Kinder und Jugendliche mit „differenzial- diagnostischem Bedarf“ für kürzere Zeit aufgenommen, das heißt, es geht zunächst um Abklärung der Diagnose. Weiterhin können psychosomatisch erkrankte Patienten für einen längeren Zeitraum eine „Komplexbehandlung“ erhalten. Dabei arbeiten die unterschiedlichen Berufsgruppen im therapeutischen Team eng zusammen: Psychologinnen, Ärzte, Pflegekräfte, Ergotherapeuten, Kunsttherapeuten, Erzieher, Heilpädagogen, Physiotherapeutinnen, Ernährungstherapeutinnen, Lehrer und Sporttherapeuten.
Diagnostik und Behandlung orientieren sich am „bio-psychosozialen“ Krankheitsmodell. Dabei wird das Zusammenwirken zwischen körperlichen Befunden, Ergebnissen medizinischer und psychologischer Untersuchungen, der psychischen Situation, Belastungen in der Familie, Freundeskreis und Schule sowie Reaktionen von Familie, Freunden und Schule auf die Erkrankung berücksichtigt.
Es werden individuelle Behandlungspläne erstellt unter Berücksichtigung der Ausprägung/ des Schweregrades der psychosomatischen Erkrankung, der Ursachen, des Entwicklungsstandes und der aktuellen Lebenssituation des Patienten.
Arbeitsschwerpunkte
- Vorgespräche, Aufnahme- und Anamnesegespräche mit Kindern, Jugendlichen und Eltern
- Erfassung der allgemeinen Situation des Kindes / Jugendlichen sowie möglicher Stressfaktoren, Traumata, kritischer Lebensereignisse und täglicher Belastungen
- Testpsychologische Diagnostik (unter anderem Intelligenztests, neuropsychologische Tests, Entwicklungstests, Persönlichkeitstest, projektive Testverfahren, Verhaltensbeobachtung)
- Erstellung und Durchführung von individuellen therapeutischen Behandlungsplänen
- Psychotherapeutische Einzel- und Gruppenangebote, Psychoedukation, Verhaltenstherapie, Spieltherapie, Traumatherapie, Gesprächspsychotherapie, Familientherapie, Soziale Gruppenarbeit, Training von Stressbewältigung, Schmerzbewältigung, Entspannungstraining
- Einbindung der Eltern in den Krankheitsbewältigungsprozess des Kindes / Jugendlichen
- Elternberatung
- Bei Bedarf Kontaktaufnahme zu Institutionen für Anschlussmaßnahmen und Anbahnung / Unterstützung zur weiteren ambulanten Betreuung (Therapie, Förderung, Pädagogik)
- Abschlussgespräch mit den Kindern / Jugendlichen und ihren Eltern
- Dokumentationen sowie Erstellen von Abschlussberichten
Wer wird auf der Station K6 behandelt?
Behandelt werden im psychosomatischen Bereich unserer Station K6 vor allem Kinder und Jugendliche mit Somatisierungsstörungen, das heißt Schmerzstörungen ohne organisch fassbaren Befund, zum Beispiel chronische Bauch- oder Kopfschmerzen - oft verbunden mit Schulängsten, Angststörungen, Phobien, Tic- und Zwangsstörungen, Belastungsstörungen, depressivem Verhalten, Essstörungen, Konversionsstörungen wie psychogene Anfälle oder Lähmungen, Einnäss- und/oder Einkotproblematik, Entwicklungsstörungen unter anderem. Weiterhin werden Kinder und Jugendliche mit chronischen körperlichen Erkrankungen (zum Beispiel Morbus Crohn, Asthma bronchiale, Neurodermitis, Epilepsie) aufgenommen und behandelt, die krankheitsbedingt psychische Probleme entwickelt haben.
Seelsorgerinnen
Das EvKB ist ein evangelisches Krankenhaus, geprägt durch die Geschichte der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Deshalb sehen wir eine wichtige Aufgabe auch in der seelsorglichen Betreuung der Kinder, die uns anvertraut werden. Unsere Krankenhauspastorinnen nehmen sich Zeit für die Gespräche mit den Eltern und Kindern.
Sonntags wird in unserer Kirche im Krankenhaus der Kindergottesdienst gefeiert. Kinder und Eltern sind eingeladen (10.00 bis 10.40 Uhr).
Der Andachtsraum im Haus I und der Raum der Stille in Haus II (Raum 325) sind jederzeit geöffnet. Hier können Eltern, Angehörige und Kinder Ruhe finden, beten, Gedanken aufschreiben.
Muslimische Gläubige finden im Raum der Stille Gebetsteppiche und einen Koran.
Kontakt
Pastorin Heike Kassebaum
Tel.: 05 21 - 772 7 72 57
Pastorin Angela Kessler-Weinrich
Tel.: 05 21 - 772 7 72 57
Sozialberatung
Beratung – Koordination – Vermittlung: Die Aufgaben der Sozialberatung setzten sich zusammen aus:
- Klärung des individuellen Hilfebedarfs für die Zeit nach der Entlassung
- Möglichkeiten der nachstationären Versorgung und deren Finanzierung
- Sozialrechtliche Beratung
- Ambulante Unterstützungsangebote
- Hilfsmittelversorgung
- Psycho-soziale Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
Kontakt

Gisela Speer
Diplom-Sozialarbeiterin
Tel.: 05 21 - 772 7 81 44
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Karen Rüping-Oehlmann
Diplom-Sozialarbeiterin
Tel.: 05 21 - 772 7 92 65
Elternberatung im Perinatalzentrum

Eltern, die ein Frühgeborenes oder krankes Neugeborenes erwarten oder zur Welt bringen, werden mit einer Situation konfrontiert, die sie sich ganz anders vorgestellt haben und auf die sie in aller Regel nicht vorbereitet sind.
Wo wird unser Kind nach der Geburt sein? Was können wir für unser Kind tun? Wann darf ich mein Kind auf den Arm nehmen, wann stillen? Wie lange wird es in der Klinik bleiben? Welche Schritte stehen im Weiteren an? Dies sind nur einige der Fragen, die sich die Eltern in dieser Situation stellen.
Seit März 2009 besteht ein spezielles Beratungsangebot für die Eltern im Perinatalzentrum, das unsere Abteilung für pädiatrische Intensivmedizin gemeinsam mit der Klinik für Kinderchirurgie und der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Bethel bildet. Hier können Fragen und Unsicherheiten gezielt aufgegriffen und im ausführlichen Gespräch geklärt werden.
Die Kontaktaufnahme kann bereits vor der Geburt in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe stattfinden. In diesem Rahmen besteht auch die Möglichkeit einer Besichtigung der Früh- und Neugeborenenintensivstation.
Ziel der Elternberatung ist die frühestmögliche Förderung der Eltern-Kind-Bindung sowie die am individuellen Bedarf orientierte Unterstützung und Begleitung der Familien während des Krankenhausaufenthaltes des Kindes.
Kontakt

Anja Spantzel
Fachkinderkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie, Gesundheitsmanagerin, Personzentrierte Beraterin (GwG)
Tel.: 05 21 - 772 7 81 39
E-Mail
Bürozeiten
montags, 8.30 bis 14.00 Uhr
dienstags, 8.30 bis 14.00 Uhr
donnerstags, 8.30 bis 14.00 Uhr
Athanassopoulos Sabine, Dr. med.
Böhm Rainer, Dr. med.
Bösing Thomas, Dr. med.
Bresser Hans-Georg, Dr. med.
Bröckelmann Mechthild, Dr.
Classen Georg Jorch Norbert, Dr. med.
Emmrich, Tim
Khurana Claudia, Dr. med.
Möllers Martin, Dr. med.
Otte Johannes, Prof. Dr. med.
Tyman Sylvia, Dr. med.
Wegendt Christine, Dr. med.
Weller Ursula, Dr. med.
Chefarzt
Oberarzt



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