Nephrologie

Überwachung des Patienten während der Dialysebehandlung
Ärzte und Pflege bei der gemeinsamen Visite

Wenn die Niere ihre Reinigungsfunktion nicht mehr erfüllen kann, stehen in unserer eigenständigen Abteilung für Nephrologie und Diabetologie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) für Sie Möglichkeiten der Entgiftung mit einem Nierenersatzverfahren zur Verfügung. Dies gilt für die Behandlung von chronischen als auch akuten Nierenerkrankungen. Bei uns gibt es 30 stationäre Betten und 22 Dialyseplätze. Bei der Dialysebehandlung arbeiten wir in Kooperation mit der Patientenheimversorgung (PHV), einer gemeinnützigen Stiftung aus Bad Homburg. Auf diese Weise bieten wir alle gängigen Therapieverfahren inklusive Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse), Plasmapherese (Austausch des Blutplasmas) und Immunadsorption (Entfernung von Autoantikörpern und Immunkomplexen) an. Ebenso behandeln wir Dialysepatienten mit chronischen Infektionskrankheiten wie Hepatitis B, Hepatitis C oder dem HI-Virus.

Als offizielles Peritonealdialyse-Schulungszentrum der PHV trainieren wir unsere Patienten auch für die Dialyse daheim (Heimhämodialyse, ambulante Bauchfelldialyse/CAPD). Auch bei der ambulanten Betreuung von Patienten mit einer fortgeschrittenen Nierenfunktionsstörung oder einer Nierentransplantation kooperieren wir mit der PHV.

Sollte die Nierenerkrankung lebensbedrohlich werden, ist unsere Intensivstation für alle Formen der Akutdialyse und für die Behandlung von allen weiteren nephrologischen Notfällen ausgestattet.

Neben der Entgiftung ist die Niere maßgeblich an dem Ausgleich des Wasser- und Salzhaushaltes beteiligt – und somit auch an der Blutdruckregulation. Pauschal kann man sogar sagen: Bei einem Bluthochdruck macht die Niere etwas falsch. Nierenerkrankungen können deshalb zu einem schwer einstellbaren Bluthochdruck führen, und der wiederum die Nieren und anderer Organe wie Herz und Augen schädigen.

Damit ihr Blutdruck im grünen Bereich bleibt, klären wir seine Wechselwirkung mit den Nieren ab und versuchen auf diese Weise ein Behandlungskonzept zu entwickeln, das beides in der Waage hält: Ihre Nieren und Ihren Blutdruck.

Die ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung, die Urindiagnostik und die ultraschallgesteuerte Nierenbiopsie sind hierbei unsere gängigsten Methoden. Wir stützen uns auch auf die Farbduplexsonographie, eine Kombination aus der schwarz-weißen Ultraschalldarstellung mit der farbigen Doppler-Sonographie, die Blutströmungsmessungen erlaubt. Damit ist es uns unter anderem möglich, Strömungsrichtung und -geschwindigkeit des Blutes in Gefäßen in unterschiedlichen Farben darzustellen. Veränderungen der Nierendurchblutung beispielsweise an transplantierten Nieren oder auch Shuntprobleme bei Dialysepatienten können wir mit Hilfe der interventionellen Radiologie und Gefäßchirurgie rasch und schmerzfrei lösen.

Ein nephrologischer Bereitschaftsdienst steht täglich 24 Stunden für Sie bereit. Bei auftretenden Problemen mit Shunts ist in der Gefäßklinik im Johannesstift rund um die Uhr eine Notfallversorgung für Sie da. Auch dort sorgen wir für kompetente nephrologische Versorgung mit Dialysemöglichkeit. Gemeinsam mit dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Kinderradiologie ermöglichen wir Ihnen rasche Hilfe 24 Stunden lang an sieben Tagen in der Woche.