Behandlung des Lungenemphysems

Durch unterschiedliche Einflüsse wie zum Beispiel Tabakrauch oder (an-)organische Stäube kann es zu einer entzündlichen Veränderung der Lungenbläschen (Alveolen), die die kleinste Untereinheit der Lunge darstellen und die für den Gasaustausch bedeutsam sind, und des angrenzenden Lungengewebes kommen. Die Gewebearchitektur wird zerstört wie auch die angrenzenden kleinsten Bronchien, sodass es atmungsabhängig zum Bronchiolenkollaps und zur vermehrten, geweblich veränderten Hohlraumbildung (Emphysem) kommt. Hierdurch wird sowohl die Atemmechanik als auch der Gasaustausch bleibend gestört.

Als Therapiemethode des Lungenemphysems dient neben medikamentösen Beeinflussungen von Entzündungsreaktion und Atemwegsweite und in Einzelfällen Operation betroffener Lungenabschnitte unter anderem die bronchiale Ventilimplantation. Die implantierten Ventile verhindern die weitere Überblähung der emphysematischen Lungenabschnitte und erlauben den gesunden Lungenanteilen, sich normal zu bewegen. Dies verbessert den Gasaustausch und erleichtert die Atemarbeit durch Verbesserung der Atempumpenfunktion der Lunge und der Atemhilfsmuskulatur.