Muskelerkrankungen

Erkrankungen der Muskulatur können viele Ursachen und klinische Bilder haben. Zur genauen Einordnung bieten wir in unserer Klinik für Neurologie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) modernste Diagnostik nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Hierzu gehören unter anderem spezielle Blutuntersuchungen, die Elektromyographie, die Elektroneurographie (NLG) und Schichtaufnahmen der Muskulatur mittels Magnetresonanztomographie (MRT).

Man unterscheidet:

  • Muskeldystrophien (zum Beispiel Typ Duchenne oder Typ Becker-Kiener)
  • myotone Dystrophien (zum Beispiel Curschmann-Steinert-Erkrankung)
  • nichtdystrophe Myotonien (zum Beispiel Chlorid- oder Natriumkanalmyotonien)
  • immunologische Muskelerkrankungen (zum Beispiel Myasthenia gravis)
  • endokrinologische Muskelerkrankungen (zum Beispiel bei Erkrankungen der Schilddrüse)
  • erregerbedingte Muskelerkrankungen (zum Beispiel durch Influenzaviren)
  • metabolische Muskelerkrankungen (zum Beispiel Glykogenspeicherkrankheiten)
  • toxische Muskelerkrankungen (zum Beispiel als Nebenwirkungen verschiedener Medikamente) und einige mehr.

Mögliche Symptome sind unter anderem:

  • Muskelschwächen (Paresen)
  • Verschmächtigungen der Muskulatur (Atrophien)
  • Muskelschmerzen (Myalgien) und
  • Muskelkrämpfe (Krampi)  

In einigen Fällen ist eine Muskelbiopsie mit anschließender neuropathologischer Untersuchung des Muskelgewebes erforderlich. Soweit möglich leiten wir eine kausale oder symptomatische Therapie ein. Neben Medikamenten und der Plasmapherese sind bei den meisten Muskelerkrankungen Krankengymnastik (zum Beispiel Kontrakturprophylaxe), Ergotherapie und Sprachtherapie von besonderer Bedeutung.