Therapien

In unserer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) bieten wir den Patientinnen und Patienten ein breites Therapiespektrum:

Im Bereich der Psychotherapie streben wir eine Änderung des Denkens, Wahrnehmens, Erlebens und Verhaltens an, denn Einschränkungen auf diesen Gebieten sind häufig ursächlich für chronische psychische Erkrankungen. Um Veränderungen zu erreichen, arbeiten wir mit Verhaltenstherapie, supportiv-psychodynamischer Therapie, systemischer Therapie und der Psychoedukation.

In der Psychopharmakotherapie werden Medikamente zur Unterstützung der Therapien eingesetzt. Dabei gilt es, für jeden Patienten und jede Patientin eine individuell abgestimmte, optimale Medikamention zu erarbeiten, die zu einer bestmöglichen Therapie beiträgt. In unserer Klinik haben wir dafür einen Praktischen "Ratgeber Psychopharmakotherapie" erarbeitet, der einheitliches und transparentes Vorgehen im Klinikalltag ermöglicht.

Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) bewirkt insbesondere bei therapieresistenten und schwersten depressiven Erkrankungen sowie bei bestimmten schweren psychotischen Störungen häufig eine erstaunliche und rasche Besserung. Durch eine gezielte, elektrische Stromdurchflutung kommt es unter anderem zu einer fast simultanen Entladung der Nervenzellen des Gehirns, woraufhin sich die neuronalen Netzwerke auf einem günstigeren Niveau reorganisieren.

Mit Ergo- und Arbeitstherapie können die psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, aber auch Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit erhalten beziehungsweise verbessert werden, mit dem Ziel, positiv auf die Selbstversorgung der Patienten, aber auch die Produktivität sowie die Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu wirken.

Die Bewegungstherapie stellt in der Psychiatrie eine therapeutische Möglichkeit dar, über den Körper auf die Seele des Menschen einzuwirken. Sport und Bewegung können gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen auszugleichen und wiederherstellen. Patienten können Erlebnisse unter körperorientierten Gesichtspunkten erfahren und erspüren und ein erweitertes Handlungspotential wahrnehmen.

Durch eine musiktherapeutische Behandlung können unter anderem positive Selbstbildanteile stabilisiert oder sogar gestärkt werden. Patienten können Gefühle auf musikalische Weise ausdrücken, ohne dafür selbst musikalisch sein zu müssen.