Auftrag der Klinik

Unsere Patienten werden in ihrer besonderen Lebenssituation begleitet und unterstützt
Alle Patientinnen und Patienten erhalten bei Aufnahme eine Mappe mit den wichtigsten Informationen zum Behandlungsaufenthalt.
Wartebereich in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Unser primärer Arbeitsauftrag ist die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung aller psychisch kranken Bürgerinnen und Bürger Bielefelds im Sinne einer regionalen Versorgungsverpflichtung. Diese Verpflichtung wurde in der Vereinbarung zwischen den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe vom 10.01.1985 festgelegt und am 01.03.1985 umgesetzt. Des Weiteren leitet sich unser Arbeitsauftrag aus dem Sozialgesetzbuch V ab, das eine Behandlung zur Heilung, Linderung oder Verhinderung von Verschlimmerungen beschreibt und zu Lasten der Krankenversicherung nur anerkannt ist, wenn sie notwendig, zweckmäßig, wirksam, ausreichend und wirtschaftlich ist (§2,12).
Demnach werden unsere (teil)stationären Therapiemöglichkeiten dann angeboten, wenn sich die sonst verfügbaren ambulanten Hilfen als nicht ausreichend erweisen, (teil)stationäre Angebote dagegen eine Wirksamkeit erwarten lassen.

Medizinisch-psychologisches Behandlungsnetzwerk

Unser Arbeitsauftrag leitet sich zudem aus der Integration in das medizinisch-psychologische Behandlungsnetzwerk in Bielefeld ab. An erster Stelle steht hier die Integration in das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB). Hierdurch wird eine reibungsfreie (Mit-)Behandlung körperlicher Erkrankungen ermöglicht. Die psychiatrisch-psychotherapeutische (Mit-)Behandlung von Patientinnen und Patienten somatischer Kliniken in Bielefeld wird durch unseren Konsiliardienst sichergestellt. Eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Psychiatern, Nervenärzten und Psychotherapeuten ist ebenso wichtig für einen abgestimmten Gesamt­behandlungsplan, in Zukunft wahrscheinlich auch im Rahmen integrierter Versorgungsmodelle.

Unser Arbeitsauftrag wird darüber hinaus durch die enge Vernetzung mit zahlreichen sozialpsychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, im Evangelischen Johanneswerk und in Bielefeld bestimmt, insbesondere den Beratungsstellen und den Einrichtungen der ambulanten und stationären Eingliederungshilfe, der Altenhilfe und der Suchtkrankenhilfe. Aus diesen Hilfefeldern kommt ein wesentlicher Anteil unserer Patienten mit einem komplexen Hilfebedarf bzw. wird von uns dorthin zugewiesen.

Forensische Patienten

Forensische Patienten (Patienten des Maßregelvollzugs) werden im begrenzten Umfang in unserer Klinik stationär und ambulant behandelt, wenn die Prognose für ein künftiges rechtskonformes Verhalten günstig ist, unsere Behandlungsvoraussetzungen die Behandlung ermöglichen und eine wohnortnahe Rehabilitation sinnvoll und realisierbar ist. Dieser Auftrag wurde zwischenzeitlich in Verträgen mit dem Maßregelbeauftragten des Landes NRW geregelt. Den psychisch kranken Straftätern soll damit die Möglichkeit gegeben werden, in ein straffreies und soweit als möglich gesundes Leben in die Gemeinde zurückzukehren. Um die ambulante Weiterversorgung für diesen Kreis sicherzustellen, wurde im Jahr 2004 zusätzlich eine forensisch-psychiatrische Nachsorgeambulanz etabliert.

Psychiatrische Institutsambulanz

Ein weiterer Arbeitsauftrag wird durch die psychiatrische Institutsambulanz wahrgenommen, die rund um die Uhr tätig ist. Neben psychiatrischen Notfallbehandlungen steht sie für Patientinnen und Patienten mit einem intensiven und/oder komplexen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungsbedarf zur Verfügung.

Forschung

Eine zunehmend höhere Bedeutung für unseren Arbeitsauftrag hat die aktive und systematische Beteiligung unserer Klinik an der Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Forschung gewonnen. Sie dient in einem kontinuierlichen Prozess der Erkenntnisgewinnung, ihrer klinischen Anwendung und anschließenden Evaluation der fortschreitenden Verbesserung unserer Diagnostik- und Behandlungsangebote und sichert einen hohen Kenntnisstand unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Partnerschaftlicher Umgang

Für unsere Arbeit besonders bedeutsam ist der zunehmende Anspruch auf partnerschaftlichen Umgang zwischen Patienten und Behandlern. Dies hat zur Folge eine stärkere Mitentscheidung der Patientinnen und Patienten über ihre Behandlungsziele und über den therapeutischen Prozess, verbunden mit einer vermehrten Übernahme von Eigenverantwortung.

Wir möchten den Menschen, die in unserem Krankenhaus behandelt werden, in offener, freundlicher und fairer Weise und mit Würde und Respekt begegnen. Dabei achten wir die kulturellen und religiösen Werte und Normen der verschiedenen nationalen und internationalen Gemeinschaften.

Einrichtung zur ärztlichen Fort- und Weiterbildung

Für die Dauer von 5 Jahren ist unsere Klinik als Einrichtung zur ärztlichen Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie zertifiziert worden.

Zur Ansicht steht Ihnen hier die Zertifizierungsurkunde für das von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) durchgeführte Zertifizierungsverfahren der Weiterbildung nach UEMS-Richtlinien (European Union Of Medical Specialists) als PDF-Dokument zur Verfügung:

DGPPN-Zertifizierungsurkunde (PDF, 34 KB)