Diagnostik

Die Darstellung der Faserbahnen (sogenannte Traktografie) liefert wichtige Erkenntnisse vor einer Operation in der Neurochirurgie: Verlaufen hier funktionell wichtige Bahnen und wie kann zum Tumor vorgedrungen werden, ohne sie zu schädigen?
Die Darstellung der Faserbahnen (sogenannte Traktografie) liefert wichtige Erkenntnisse vor einer Operation in der Neurochirurgie: Verlaufen hier funktionell wichtige Bahnen und wie kann zum Tumor vorgedrungen werden, ohne sie zu schädigen?

Das Evangelisches Klinikum Bethel (EvKB) unterhält bereits seit 1981 eine eigene Abteilung für Neuroradiologie, die zur Stärkung der Diagnostik und Therapie im Jahr 2014 zu einem eigenständigen Institut ausgebaut wurde. Die Aufgaben des Instituts für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie umfassen die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks einschließlich des Schädels und der Wirbelsäule.

Präzise Diagnosen sind besonders wichtig, denn sie sind die Voraussetzung dafür, dass die Patienten die optimale auf sie abgestimmte Therapie erhalten können. Aus diesem Grund ist Instituts für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie im EvKB für viele benachbarte Kliniken und Institute des Hauses, aber auch für Krankenhäuser aus der Region ein viel gefragter und verlässlicher Ansprechpartner.

In der Diagnostik stehen im EvKB sämtliche bildgebende Verfahren zur Verfügung, die sich folgendermaßen unterteilen lassen: Die einen funktionieren mit Strahlen, die für den Menschen keine Gefahr darstellen und weitestgehend frei von Nebenwirkungen sind. Die anderen arbeiten mit Röntgenstrahlen, so dass diese Verfahren stets mit der geringstmöglichen Strahlendosis eingesetzt werden.

Zu den Verfahren, die frei von Röntgenstrahlen sind, zählen: 

Zu den Verfahren, die mit Röntgenstrahlen arbeiten, zählen:

Moderne Bildgebung

Bild 1: Standard-CT beim Schlaganfall
Bild 1: Standard-CT beim Schlaganfall
Bild 2: Durchblutungs-gewichtetes Bild beim Schlaganfall
Bild 2: Durchblutungs-gewichtetes Bild beim Schlaganfall
Bild 3: Durchblutungs-gewichtetes Bild beim Schlaganfall
Bild 3: Durchblutungs-gewichtetes Bild beim Schlaganfall
Bild 4: CT-Angiographie beim Schlaganfall
Bild 4: CT-Angiographie beim Schlaganfall

Wie wichtig diese unterschiedlichen Methoden der modernen Bildgebung sind, zeigt das folgende Beispiel eines Patienten mit einer akuten Lähmung der rechten Körperhälfte seit weniger als drei Stunden durch einen Schlaganfall:

Bild 1: Das Standard-CT-Bild-zeigt zu diesem frühen Zeitpunkt keine Auffälligkeiten.

Bild 2 und 3: In den Durchblutungs-gewichteten Bildern kann ein verlangsamter Blutfluss nachgewiesen werden bei noch intaktem Hirngewebe.

Bild 4: In der CT-Gefäßdarstellung (CT-Angiographie) zeigt sich ein entspechender Gefäßabbruch der mittleren Hirnarterie (Pfeil).