Magnetresonanztomografie (MRT) | Kernspintomografie

Bei der Magnetresonanztomografie (MRT), die auch Kernspintomografie oder einfach Kernspin genannt wird, handelt es sich um ein Verfahren, das ohne gefährliche Strahlung auskommt und für Patienten in aller Regel frei von Nebenwirkungen ist. Mit der Computertomografie (CT) gehört sie zu den Methoden, die sogenannte Schnittbilder eines Körperbereichs aufnehmen können (aus dem Altgriechischen: tome: Schnitt, grafein: schreiben).

Die MRT wird vor allem für Untersuchungen

  • des Gehirns
  • des Gesichts
  • der Augenhöhle
  • des Innenohrs
  • der Wirbelsäule
  • des Rückenmarks
  • sowie der Gefäße (Arterien und Venen)

eingesetzt.

Mit den Schnittbildern der Magnetresonanztomografie lassen sich geringste Abweichungen vom normalen Gewebe und somit krankhafte Veränderungen des Gehirns erkennen und auch funktionelle Störungen von Organen erfassen. Hierfür stehen im Ev. Krankenhaus Bielefeld und im Krankenhaus Mara modernste Geräte zur Verfügung (1,5- und 3,0-Tesla-MRT), die eine sehr präzise Bildgebung und somit auch eine besonders genaue Diagnostik ermöglichen. So kann das 3,0-Tesla-MRT beispielsweise auch Nervenleitbahnen des Gehirns darstellen.

Schlaganfälle können innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden exakt lokalisiert und auf mögliche Ursachen hin analysiert werden. Winzige Tumore, Hirnabbauprozesse, Missbildungen von Gefäßen, Gehirnentzündungen (Enzephalitiden), Ursachen für Epilepsie oder auch Folgeschäden nach Unfällen lassen sich hierbei ermitteln. Spezielle Computertechniken erzeugen bei Bedarf aus den MRT-Schnitten auch 3D-Bilder, die zum Beispiel krankhafte Gefäßveränderungen anschaulich darstellen können.

Das breite Spektrum, die hohe Aussagekraft und die risikofreie Anwendung machen die MRT zu einer besonders wichtigen Untersuchungsmethode in der Neuroradiologie.

Hinweise:

Für eine MRT-Untersuchung wird der Patient in eine Röhre gefahren. Der Patient verspürt während der Untersuchung keinen Schmerz. MRT-Aufnahmen sind allerdings zeitaufwendiger. Der Patient muss dabei in der Röhre für eine bestimmte Zeit ruhig liegen. Während der Magnetresonanztomograf seine Aufgabe erledigt, nimmt der Patient Klopfgeräusche wahr. Daher erfolgt die Untersuchung mit einem Gehörschutz, um die Untersuchung für den Patienten so angenehm und schonend wie möglich zu gestalten.

Das Verfahren arbeitet mit starken Magnetfeldern (bei 3 Tesla ca. mit dem 60.000-fachen des Erdmagnetfelds), so dass bei metallischen Implantaten besondere Sorgfalt geboten ist; in aller Regel können Patienten mit modernen Stents (Gefäßprothesen) und Kunstgelenken gefahrlos untersucht werden. Bei Herzschrittmachern gibt es zwar neue Geräte, die ebenfalls eine MRT-Untersuchung erlauben, bei der Mehrzahl der bisher implantierten Geräte hingegen ist dieses gar nicht oder nur unter erheblichem Aufwand möglich.

Auch sind keinerlei metallische Gegenstände, weder Schmuck, noch Uhren oder Geräte wie Mobiltelefone im Untersuchungsraum gestattet, da diese durch das starke Magnetfeld Schaden nehmen.