Angioplastie | Aufweitung von Stenosen

Verengungen der Blutgefäße begünstigen den Schlaganfall

Die beidseitige Halsschlagader (Arteria carotis) versorgt im Wesentlichen das Großhirn mit Blut und damit auch mit Sauerstoff. Kommt es zu kritischen Verengungen (Stenosen) dieser Gefäße, können sowohl Blutgerinnsel von hier ihren Ausgang nehmen, als auch Infarkte im Gehirn entstehen allein durch den weitgehend herabgesetzten Blutfluss.

Info

Nicht immer müssen für die Diagnostik Röntgenstrahlen eingesetzt werden. Der Verdacht auf eine Verengung der Halsschlagader kann in der Neuroradiologie auch durch eine »Ultraschalluntersuchung oder eine »Magnetresonanztomographie (MRT) abgeklärt werden.

Falls sich eine kritische Enge der Halsschlagader in den o.a. Untersuchungen zeigt, bestehen verschiedene Möglichkeiten: Die Verengung kann sicher und nachhaltig durch einen »gefäßchirurgischen Eingriff im EvKB behoben werden. In manchen Fällen stellt die Aufweitung mittels einer kleinen Metallprothese (Stent), die durch die Leistenarterie in das Gefäßsystem bis zur Verengung geführt und dort freigesetzt wird, das geeignetere Verfahren dar. Diese alternative Methode zur offenen chirurgischen Operation wird Stent-gestützte Angioplastie genannt und findet seit vielen Jahren weltweit Anwendung.

Stent-Implantation oder Operation?

Die Entscheidung für eine Stent-Implantation oder Operation wird stets im Einzelfall getroffen. So können z. B. Patienten mit einem erhöhten Risiko für Narkosekomplikationen von einer Stent-Behandlung profitieren. Patienten mit sehr stark verkalkten Stenosen sollten hingegen eher durch eine Operation behandelt werden.