Ultraschall

Bei einer Untersuchung mit Ultraschall (Sonografie) sendet der Kopf des Geräts Schallwellen aus, deren Frequenz weit oberhalb des für Menschen hörbaren Bereiches liegen. Schallwellen können Flüssigkeiten durchdringen. Da der Mensch zu etwa 70 Prozent aus Wasser besteht, durchdringt der Ultraschall die Haut und die darunter liegenden Organe. An bestimmten Organschichten wird ein Teil des Schalls reflektiert und zum Ultraschallkopf zurückgeschickt (Echo). Aus diesen Daten berechnet sich dann ein sichtbares Bild.

Grundsätzlich kann bei jedem Patienten eine Ultraschalluntersuchung versucht werden. Leider ist nicht immer ein ausreichendes diagnostisches Ergebnis zu erzielen. Das kann verschiedene Gründe haben, zum Beispiel wenn viel Darmgas das Durchdringen des Ultraschalls verhindert oder der Patient sehr korpulent ist. Bislang ist für die in der Medizin verwendeten Frequenzen keine schädigende Wirkung nachgewiesen. Daher wird diese Technik gerade bei der Untersuchung von Kindern sehr oft eingesetzt.

Eine Weiterentwicklung der Sonografie ist die Dopplersonographie. Hierbei macht man sich den Doppler-Effekt zu Nutze. Dabei ist es möglich, den Blutstrom und dessen Richtung darzustellen. Dieses Verfahren wird eingesetzt, um die Durchblutung eines Organs zu untersuchen oder um Engstellen in den Blutgefäßen zu diagnostizieren. Das Dopplersignal kann auch akustisch wiedergegeben werden und macht ein charakteristisches Geräusch. Diese Untersuchungstechnik wird zum Beispiel regelmäßig in der Schwangerschaftsvorsorge eingesetzt. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet ist die Darstellung und Beurteilung der Hals-, Becken- und Beingefäße.