Herzlich willkommen im Gefäßzentrum des EvKB!

Im fachübergreifenden Gefäßzentrum des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) behandeln wir Patienten mit allen Erkrankungen des Gefäßsystems. Um dabei das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen setzen wir modernste diagnostische Möglichkeiten ein, um dann in Abstimmung mit Ihnen das individuell erfolgversprechendste Therapiekonzept zu erstellen und umzusetzen. Hierfür stehen uns innerhalb unseres Zentrums alle notwendigen Kooperationspartner zuverlässig mit ihrer Expertise zur Verfügung. Ob konservativ-internistisch, radiologisch oder chirurgisch – für die Behandlung Ihrer Gefäßerkrankungen können wir auf das volle Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten zugreifen. 

Das Gefäßzentrum

Das Gefäßzentrum am EvKB mit seinen Kooperationspartnern
Das Gefäßzentrum am EvKB mit seinen Kooperationspartnern
  • Klinik für Gefäßmedizin: Die Gefäßchirurgen sind Spezialisten für Eingriffe an arteriellen wie venösen Blutgefäßen. Die Klinik für Gefäßmedizin ist Kooperationspartner anderer Abteilungen, zum Beispiel bei der Versorgung von Unfallverletzten in der »Unfallchirurgie, bei Gefäßersatz innerhalb der großen Tumorchirurgie in »Gynäkologie, »Urologie sowie »Allgemein- und Viszeralchirurgie und bei der Anlage von Portsystemen für die Chemotherapie in der »Onkologie.  »Mehr erfahren

  • Diagnostische und Interventionelle Radiologie: Die Radiologen im EvKB stellen Gefäße mit modernster Technik präzise dar. Sie behandeln Patienten, deren Erkrankungen dafür geeignet sind, mittels Ballonkatheteraufweitungen und anderen Eingriffen percutan – das bedeutet: ohne Hautschnitt. Solche Eingriffe sind meistens in örtlicher Betäubung möglich. Die Betreuung vor und nach diesen Eingriffen findet in der Gefäßklinik statt. Die für jeden Kranken beste Behandlungsmethode wird gemeinsam festgelegt. »Mehr erfahren

Diagnostik

Untersuchungen mit Ultraschall (Sonografie) gehören zu den besonders schonenden Verfahren.
Untersuchungen mit Ultraschall (Sonografie) gehören zu den besonders schonenden Verfahren.

Um Gefäßerkrankungen präzise zu diagnostizieren stehen im Gefäßzentrum folgende Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung:

  • Doppler- und Farbduplexsonografie
  • Digitale Subtraktionsangiografie (DSA)
  • CO2-Angiografie
  • CT-Angiografie
  • MR-Angiografie
  • Computertomografie (CT)
  • MagnetResonanztomografie (MRT)
  • Phlebografie
  • Lichtreflexionsrheografie
  • Plethysmografie, Phlebodynamometrie

Voruntersuchungen und Behandlungsempfehlungen können oft innerhalb eines ambulanten Termins in unserem Medizinischen Versorgungszentrum Gefäßmedizin erfolgen.

Behandlungsspektrum: Von Kopf bis Fuß

Als zertifiziertes Gefäßzentrum können wir unseren Patienten durch konservativ-internistische, radiologische oder chirurgische Methoden das volle Spektrum der Gefäßmedizin anbieten – mit Ausnahme der chirurgischen Eingriffe an herznahen Gefäßen. Zum Behandlungsspektrum gehören:

Therapie der Halsschlagaderverengung (Carotis-Chirurgie)

Die Therapie der Halsschlagaderverengung (Carotis-Chirurgie), die zum Schlaganfall führen kann (oder schon geführt hat), ist eines der Hauptarbeitsgebiete in unserer Klinik für Gefäßmedizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB). Gemeinsam mit unserer »Klinik für Neurologie, unserem »Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie, unserer »Klinik für Innere Medizin und Kardiologie sowie den niedergelassenen Neurologen, Gefäßchirurgen und Kardiologen finden wir die Therapiemethode, die für Sie die besten Erfolgsaussichten bietet.

Während einer Operation wird die Sauerstoffversorgung des Gehirns ständig überwacht und im Falle einer selten vorkommenden Minderdurchblutung vorübergehend ein Stent (innerer Gefäßschlauch) eingesetzt.

Ausschälplastiken

Gefäßverengungen sind keine Lappalie! Bei schwerer Ausprägung und nicht möglichen, erfolglosen oder zu spät einsetzenden Behandlungen droht das Absterben von Gewebe. Das wiederum kann Amputationen notwendig machen, zu Organverlust oder Schlaganfall führen. Zielgerichtetes, zügiges Handeln ist an dieser Stelle gefragt. Nur der Einsatz eines breiten Behandlungsspektrums sichert dem Patienten dabei optimale Chancen.

Verengungen oder Verstopfungen von Schlagadern im Bereich einer Gefäßaufzweigung können zur Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens) führen. Um den Blutfluss zu verbessern, wird der vorhandene Gefäßkalk deshalb entfernt (ausgeschält) und die Schlagader durch Einnähen eines Venen-/Kunststoff- oder Pericardstreifens erweitert.

Bypass-Chirurgie

Ein Bypass ist eine Überbrückung eines Hindernisses im Blutkreislauf. Diese Überbrückung wird operativ erstellt und ist dann notwendig, wenn zum Beispiel eine Engstelle oder ein Verschluss in einem Blutgefäß das Blut am Durchfluss hindert und Organe unter dem mangelnden Zufluss leiden. Diese Methode kann prinzipiell in nahezu jeder Körperregion eingesetzt werden. Zumeist werden Bypässe im Bauchraum oder an den Beinen angelegt.

Der Bypass wird je nach Situation mit körpereigenen Venen oder künstlichen Gefäßen gelegt.

Thrombose-Therapie - Behandlung von Blutgerinnseln

Blutgerinnsel treten sowohl in venösen wie auch im arteriellen Teil des Blutkreislaufs auf. Die Situation ist vergleichbar mit einem Pfropfen, der durch ein Rohrsystem treibt. Das Gerinnsel kann sich festsetzen und damit Zugänge zu Organen verstopfen oder aber durch den Blutstrom im Blutgefäß mitgerissen werden und sich an anderer Stelle festsetzen und Verstopfungen verursachen. Solche Ausfälle der Blutversorgung werden Embolie genannt und können letztendlich zum Infarkt, zur Thrombose oder Lungenembolie führen.

Operativ lässt sich ein Blutgerinnsel auf dreierlei Weise entfernen: Zum einen operativ, indem das Blutgefäß geöffnet und das Gerinnsel mit Ballonkathetern (Embolektomie / Thrombektomie) geborgen wird. Zum anderen über einen in örtlicher Betäubung in das Blutgefäß eingebrachten kleinen Schlauch (Katheter), über den dann die Gerinnsel gezielt mit Medikamenten aufgelöst oder abgesaugt werden. Die dritte Methode ist eine rein medikamentöse, indem Substanzen, die in der Lage sind den Blutpropf aufzulösen, über einen Tropf gegeben werden.

Gefäßerweiterung

Mit einem Ballonkatheter lassen sich verengte oder kurzstreckig verschlossene Abschnitte von Blutgefäßen wieder durchgängig machen. Falls notwendig, wird zur Sicherung des Behandlungsergebnisses gleichzeitig auch eine innere Gefäßstütze (Stent) in das Gefäß eingebracht. Diese Eingriffe werden in unserer Klinik für Gefäßmedizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) häufig schonend in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Therapie bei Bauchaortenaneurysma

Das Bauchaortenaneurysma, eine gefährliche Erweiterung der Hauptschlagader, versorgen wir in der Klinik für Gefäßmedizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) durch eine sogenannte Rohrprothese oder Bifurkationsprothese. Damit beugen wir einem Platzen des Gefäßes mit lebensgefährlicher Blutung vor. Wenn die Gefäßsituation es ermöglicht, werden diese Gefäßerweiterungen auch mittels sogenannter Einklemmprothesen (Stentgrafts) ausgeschaltet, eine schonende Operationsmethode, die den Eingriff verkürzt und die operative Belastung verringert.

Krampfadertherapie

Krampfadern am Bein lassen sich abhängig von ihrer Größe operativ entfernen. Dies geschieht in der Klinik für Gefäßmedizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) mit dem schonenden Mikroschnittverfahren. Dabei werden nur die krankhaft veränderten Venen über zwei bis drei Millimeter große Hautstiche entfernt. Manchmal ist zusätzlich ein kleiner Leistenschnitt notwendig. Die Operation der Krampfadern kann ein Schweregefühl und Anschwellen der Beine verhindern und insbesondere lästigen Beingeschwüren (Ulcus cruris) vorbeugen.

Hauttransplantationen

Bei vorhandenen größeren Hautdefekten (zum Beispiel dem chronischen Unterschenkelgeschwür, Ulcus cruris) kann die plastische Deckung des Defektes notwendig werden, um eine definitive oder schnellere Abheilung zu erzielen. In der Regel wenden wir dann die Technik der Hautverpflanzung an.

Shunt-Chirurgie (Dialyse-Zugänge)

Eine Patientengruppe, um die wir uns in unserer Klinik für Gefäßmedizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) intensiv kümmern, dieses Mal in Zusammenarbeit mit den Nierenspezialisten der Inneren Medizin, sind Nierenkranke und Dialysepatienten. Hier legen wir Dialysezugänge (Shunts) und korrigieren diese bei Verschluss oder anderen Problemen sofort, damit kein zusätzlicher Katheter eingelegt werden muss. Darüber hinaus operieren wir die bei Dialysepatienten häufig auftretenden Gefäßveränderungen.

Anlage von zentralen Kathetern (Port / Demers)

Ein Katheter ist ein schlauchartiges Instrument, das aus Kunststoff, Gummi oder Silikon bestehen kann. Zwar lassen sich Katheter aufgrund ihrer unterschiedlichen Größen und Eigenschaften für viele Organe im Körper benutzen, in der Klinik für Gefäßmedizin werden sie jedoch nur für Blutgefäße genutzt. So kann zum Beispiel ein dünner Katheter mit seinem Ende vor dem rechten Vorhof des Herzens platziert werden, um Nährstoff- oder Elektrolytlösungen hochkonzentriert dort abzugeben (zentraler Venenkatheter), um einen Zugang zum Gefäßsystem für die Blutwäsche (Dialyse) zu ermöglichen oder um über einen unter die Haut gepflanzten kleinen Behälter (Port) eine Chemotherapie zu applizieren.

Amputationen

Wenn irgend möglich wollen wir Amputationen vermeiden. In manchen Fällen jedoch ist das Gewebe auf Grund einer Durchblutungsstörung oder ausgeprägten Entzündung nicht zu erhalten. Unser Ziel ist es in solchen Fällen, den Verlust an Gewebe so klein wie möglich zu halten. Falls sich eine Amputation aber nicht vermeiden lässt, so arbeiten wir in unserer Klinik für Gefäßmedizin im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) mit erfahrenen Prothesenbauern und spezialisierten Rehabilitationskliniken zusammen, um dem Patienten den Weg in seine gewohnte Umgebung und die eigenständige Bewältigung des täglichen Lebens zu ermöglichen.

Gefäßchirurgischer Eingriff
Gefäßchirurgischer Eingriff

Konservative Therapie

Folgende Kliniken und Abteilungen sind wichtige Partner des Gefäßzentrums für konservativ-internistische Therapien von Gefäßerkrankungen:

  • Innere Medizin, Nephrologie und Diabetologie: Mit den Ärzten der Nephrologie führen die Gefäßchirurgen tägliche Dialysevisiten und zusätzlich gemeinsam mit den Ärzten für Radiologie und den Shunt-Koordinatoren alle zwei Wochen eine gemeinsame Shunt-Konferenz durch. Damit ist gewährleistet, dass Behandlungskonzepte zeitnah erstellt und notwendige Eingriffe zur Anlage oder Korrektur von Dialyse-Shunts interdisziplinär besprochen werden können, sowie bei internistischen und diabetologischen Fragestellungen fachkompetent beraten wird. »Mehr erfahren
  • Innere Medizin und Kardiologie: Zur Vorbereitung auf größere chirurgische Eingriffe oder eine eventuell notwendige Optimierung der Durchblutung des Herzens steht dem Gefäßzentrum die kardiologische Abteilung mit ihren modernen Untersuchungsmethoden zur Seite, unter anderem mit zwei Herzkatheterlaboren. »Mehr erfahren
  • Neurologie: Mehr als die Hälfte der in der Gefäßklinik an der Halsschlagader operierten Patienten werden von der Klinik für Neurologie des Hauses zugewiesen. Alle Patienten mit Verengungen der Halsschlagader (Carotis-Stenosen) werden vor und nach einem Eingriff neurologisch untersucht. »Mehr erfahren

Kooperationspartner

Wundversorgung im zertifizierten Wundtherapiezentrum
Wundversorgung im zertifizierten Wundtherapiezentrum

Kliniken, die flankierend für die Diagnose von Risikofaktoren und zur Behandlung von Begleiterkrankungen zur Verfügung stehen:

  • Anästhesiologie und Schmerztherapie: Die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der anästhesiologischen und schmerztherapeutischen Betreuung unserer Gefäßpatienten, die oftmals durch eine Vielzahl von (Begleit-)Erkrankungen beeinträchtigt sind. »Mehr erfahren
  • Physiotherapie: Schließlich unterstützt die Abteilung für Physiotherapie die Genesung unserer Kranken und der Sozialdienst unterstützt bei der Organisation von Rehabilitation, Anschlussheilbehandlung oder häuslicher Versorgung. »Mehr erfahren
  • Wundtherapie: Das zertifizierte Wundtherapiezentrum ist an das Gefäßzentrum angeschlossen. So wird nach chirurgischen Eingriffen eine bestmögliche Wundversorgung sichergestellt und damit maßgeblich zu einer guten Genesung beigetragen. »Mehr erfahren
  • Sozialdienst: Um die häusliche Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt zu organisieren stehen die Sozialberaterinnen des EvKB unseren Patienten kompetent und hilfreich zur Seite. »Mehr erfahren

Technische Ausstattung

Angiografie in der Radiologie
Angiografie in der Radiologie

Eine neben anderen Faktoren wichtige, für den Patienten nicht erkennbare Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist die technische Ausstattung einer Klinik. Unsere Gefäßklinik profitiert davon, dass sie erst 2007 gegründet wurde und sich in den vergangenen Jahren ständig vergrößert hat, sodass auch die technischen Möglichkeiten im Laufe der letzten Jahre stetig ergänzt wurden und somit auf dem neuesten Stand sind. Auch die kooperierenden Bereiche des EvKB sind hervorragend ausgestattet, um den Ansprüchen eines zertifizierten Gefäßzentrums zu genügen.

Qualitätssicherung

Die Station der Klinik für Gefäßmedizin im Johannesstift
Die Station der Klinik für Gefäßmedizin im Johannesstift

Die Behandlung im Gefäßzentrum erfolgt stets anhand der aktuellen Leitlinien. Die Ärzte des Zentrums engagieren sich für einen regelmäßigen Austausch in diversen Fachgesellschaften. Innerhalb der beteiligten Disziplinen finden zweimal täglich Teamgespräche statt. Die Ergebnisqualität wird neben der internen Überprüfung durch das Qualitätsmanagement auch extern durch die Qualitätssicherungen Aortenchirurgie, Carotis-Chirurgie, Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DEGIR), des Instituts für Qualität und Patientensicherheit (BQS) und die Erfassung der Infektionsstatistik der Krankenhausgesellschaft NRW gesichert.

Sprechen Sie uns an!

Gerne führen wir auch ein persönliches Gespräch mit Ihnen. Zögern Sie daher nicht, uns anzusprechen!

Die Chefärzte der Klinik für Gefäßmedizin, Dr. Burkhard Feidicker (links) und Dr. Ulrich Quellmalz
Die Chefärzte der Klinik für Gefäßmedizin, Dr. Burkhard Feidicker (links) und Dr. Ulrich Quellmalz

Die Klinik für Gefäßmedizin im EvKB ist zertifiziert nach Wundsiegel

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