Schlafstörungen – Neurologisches Schlaflabor

Was der Schlaflose, der schwere Schnarcher und der Schlafwandler trotz der völlig unterschiedlichen Krankheitsbilder gemeinsam haben, ist die Müdigkeit oder sogar Schläfrigkeit am Tage. Diese Beeinträchtigung steht im Mittelpunkt der Diagnostik von Schlafstörungen: Wer sich tagsüber wohl fühlt, kann davon ausgehen, dass sein Schlaf  von ausreichender Qualität und Quantität ist. Wer tagsüber leidet, braucht Diagnostik. Für Patienten mit schlafmedizinischen Problemen gibt es in der Klinik für Neurologie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) ein Schlaflabor am Standort Johannesstift. Die Internationale Klassifikation der Schlafstörungen von 2005, die das Raster unserer Diagnostik bildet, nennt nahezu 100 unterschiedliche Diagnosen. Sie alle können in unserem Schlaflabor gestellt und einer Therapie zugeführt werden. Unser Schlaflabor wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung akkreditiert.

Multimodale Ableitungen der Gehirnkreislauffunktionen stellen die Basis der Diagnostik von Schlaferkrankungen dar.
Multimodale Ableitungen der Gehirnkreislauffunktionen stellen die Basis der Diagnostik von Schlaferkrankungen dar.
Multimodale Ableitungen der Gehirnkreislauffunktionen stellen die Basis der Diagnostik von Schlaferkrankungen dar.

Hinter einem nicht-erholsamen Schlaf verbergen sich ganz unterschiedliche Störungen:

  • Schlaflosigkeit, die völlig unterschiedliche Ursachen haben kann: von der Depression bis zum Bild der Unruhigen Beine
  • schlafbezogene Atmungsstörungen, also vom Schnarchen, das anfangs nur den Bettpartner stört, über das schwere Schnarchen, das schon mit einer Schlafneigung am Tag einhergeht bis hin zu den unterschiedlich ausgeprägten Bildern des Atmungsstillstände im Schlaf (Schlafapnoe)
  • Narkolepsie, die eigentliche Schlafkrankheit, die mit Einschlafattacken und sogenannten Kataplexien einhergeht, also plötzlichen Schwächen der Muskulatur, von einem Entgleisen der Gesichtszüge bis zum Stürzen
  • Schlafwandeln aus dem Tiefschlaf, wie es bei vielen Kindern bekannt ist, oder sehr komplexe, oft laute und aggressive Aktionen, die aus dem Traumschlaf kommen und heute als Vorbote des Parkinsonsyndroms gesehen werden

Pneumologisches Schlaflabor

Auch im Haus Gilead I in Bethel gibt es ein Schlaflabor – geführt von der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Intensivmedizin.

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