Abteilung Allgemeine Psychiatrie II

Die Stationen der Abteilung Allgemeine Psychiatrie II (kurz: AP II) haben Schwerpunkte für die Behandlung einzelner Krankheitsbilder eingerichtet. Dies sind Depression, Borderline Persönlichkeitsstörung, Angststörungen, Zwangserkrankungen und psychosomatische Beschwerdekomplexe (einschließlich somatoformer Störungen und psychischer Probleme bei körperlichen Erkrankungen).

Unsere Angebote stehen allen Bielefelder Bürgern offen, sofern eine medizinische Notwendigkeit zur stationären oder teilstationären Behandlung gegeben ist. Dafür sind eine ärztliche Einweisung und/oder ein Vorgespräch auf einer der Stationen erforderlich. Nach vorheriger Absprache können in Einzelfällen auch überregionale Patienten aufgenommen werden.

Siegel FOCUS Nationales Top-Krankenhaus 2015 Angst
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Siegel FOCUS Nationales Top-Krankenhaus 2015 Depression
Siegel FOCUS Nationales Top-Krankenhaus 2015 Depression
Siegel Dachverband Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V.
Siegel Dachverband Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V.

Die stationäre Therapie stellt zumeist nur einen Baustein des Gesamtbehandlungsplanes dar. Wir kooperieren deshalb eng mit den verschiedenen Partnern des psychosozialen Versorgungssystems, niedergelassenen Nervenärzten, Hausärzten, ärztlichen/psychologischen Psychotherapeuten, Beratungsstellen, Rehabilitationskliniken u. a.

Wir nutzen wissenschaftlich fundierte diagnostische Möglichkeiten in der modernen Behandlungsplanung. Psychotherapeutisch/psychosomatische Behandlung lenkt den Blick auf Körper und Seele. Es ist uns wichtig, mit Patienten individuelle Probleme und Konflikte besprechbar zu machen, Stärken zu entdecken, Belastungen zu benennen, Bewegungsalternativen zu entwickeln und  in kleinen Schritten Veränderungen und Lösungen zu erproben.

Abteilungsleitung

Dr. med. Michaela Berg

Dr. med. Michaela Berg

Ärztliche Abteilungsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 85 53

E-Mail

Porträtfoto Rainer Kleßmann

Rainer Kleßmann

Pflegerische Abteilungsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 84 60

E-Mail

Porträtfoto Prof. Dr. Kristina Hennig-Fast

Prof. Dr. rer. nat. Kristina Hennig-Fast

Therapeutische Abteilungsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 35

Fax: 05 21 - 772 7 86 31

E-Mail

Station A1: Kriseninterventionsbehandlung

Porträtfoto Dr. med. Jan Leygraf

Dr. med. Jan Leygraf

Ärztliche Stationsleitung, Oberarzt

Tel.: 05 21 - 772 7 86 24

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Porträtfoto Michael Schürmeier

Michael Schürmeier

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 15 (Dienstzimmer)

E-Mail

Die Station A1 ist eine in der Regel offen geführte Station der Abteilung Allgemeine Psychiatrie II im Haus Gilead IV. Wir halten 21 Regelbetten in Einzel- und Zweibettzimmern für Frauen und Männer vor. 

Behandlung finden Menschen mit einer krisenhaften Zuspitzung einer Depression sowie einer Angst-/Zwangs- oder somatoformen Störung, einer Traumafolgestörung und/oder einer Persönlichkeitsstörung. Zudem finden Menschen in psychosozialen Lebenskrisen eine stationäre Therapie zur kurzfristigen psychischen Stabilisierung.

Aufnahme

Die Aufnahme erfolgt über Zuweisung von niedergelassenen Psychiatern, der psychiatrischen Ambulanz oder dem Krisendienst.

Durch die stationäre Aufnahme soll zunächst eine akute Entlastung, Sicherung und Neuorientierung erreicht werden. Dabei ist es uns wichtig, Stärken und Ressourcen zu aktivieren und einzubeziehen und aktiv und lösungsorientiert vorzugehen. Die Behandlung beginnt mit einem genauen Verständnis der aktuellen Problematik und einer psychiatrisch-psychologischen und pflegerischen Diagnostik.

Team

Das multiprofessionelle Behandlungsteam arbeitet mit vorwiegend verhaltenstherapeutischer Ausrichtung und besteht aus dem Oberarzt, Ärzten, Psychologen, Pflegenden, dem Sozialarbeiter, Ergotherapeuten, Bewegungstherapeuten, der Seelsorgerin und der Musiktherapeutin. Die Therapien finden einzeln und in der Gruppe statt.

Behandlung

Wenn Sie in einer Krise zu uns kommen, ist Ihnen häufig die innere Stabilität abhanden gekommen. Beispielsweise kann sich dies in verschiedenen Symptomen äußern: depressive Stimmung, Nervosität, Ängste, Schlafstörungen, selbstschädigenden Verhaltensweisen oder Selbsttötungsgedanken bis hin zu Suizidversuchen. 

Die Behandlung soll helfen, Probleme zu verstehen und Symptome zu verringern. Unser Ziel ist es, Ihnen zu helfen, in Ihrem Alltag außerhalb der Klinik wieder zurechtzukommen. In der Stationsvisite reflektieren wir mit Ihnen gemeinsam die Behandlung und passen sie mit geeigneten Maßnahmen an.

Während der üblicherweise drei bis zehn Tage dauernden Krisenbehandlung kann keine umfassende Therapie der Grunderkrankung stattfinden. Daher ist unser Augenmerk auf die aktuellen Auslöser und die drängendsten Symptome gerichtet. Neben der akuten Entlastung, der Diagnostik und ersten therapeutischen Schritten spielt die Planung der weiteren Behandlung eine wichtige Rolle. Hierzu erarbeiten wir gemeinsam ein Konzept zur weiterführenden ambulanten oder (teil-)stationären Therapie.

Station A7: Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgestörungen

Porträtfoto Dr. med. Michaela Berg

Dr. med. Michaela Berg

Ärztliche Stationsleitung, Oberärztin

Tel.: 05 21 - 772 7 85 53

E-Mail

Porträtfoto Daniel Austmeyer

Daniel Austmeyer

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 20 (Dienstzimmer)

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Porträtfoto Stefanie Ulbrich

Stefanie Ulbrich

Sekretariat

Tel.: 05 21 - 772 7 84 47

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Auf unserer Station A7 werden schwerpunktmäßig Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und Traumafolgestörungen behandelt sowie auch Menschen in psychosozialen Krisen. Die Station wurde vom Dachverband der Dialektisch Behavioralen Therapie e.V. zertifiziert. Es ist eine offen geführte Station im Haus Gilead IV, die über 18 Betten verfügt, überwiegend aufgeteilt in Zweibettzimmer.

Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS)

Die BPS ist eine Störung der Emotionsregulation, die sich durch eine hohe Empfindlichkeit gegenüber emotionalen Reizen und ein intensives und lang andauerndes Erleben von Gefühlen kennzeichnet. Dies löst häufig einen hohen Leidensdruck bei den Betroffenen und auch bei ihren Angehörigen aus.

Die BPS beinhaltet zusammengefasst folgende Kernsymptome:

  • Starke Stimmungsschwankungen und massive Anspannungszustände
  • Schwierigkeiten in sozialen Beziehungen
  • Große Unsicherheit in Bezug auf das eigene Selbstbild

Dadurch ausgelöst kommt es häufig zu weiteren problematischen Verhaltensweisen wie suizidalen Krisen, selbstverletzenden (z.B. Schnittverletzungen) bzw. selbstschädigenden (z.B. Alkohol- oder Drogenkonsum) und impulsiven Verhaltensweisen (z.B. unkontrolliertes Einkaufen oder Spielen) oder Wutausbrüchen. Oft beginnt die Symptomatik bereits im Jugendalter und geht nicht selten mit weiteren psychischen Symptomen wie Depressionen, Essstörungen und ausgeprägten Ängsten einher.

Traumafolgestörungen

Traumafolgestörungen sind gekennzeichnet durch ständiges und ungewolltes Wiedererinnern und Wiedererleben von traumatischen Ereignissen, ausgeprägtem Vermeidungsverhalten und Symptomen der Übererregung (z.B. Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Konzentrationsstörungen).

In Kooperation mit unserer Forschungsabteilung bieten wir aktuell innerhalb einer Studie ein »speziell entwickeltes Therapieprogramm an.

Informationen zur Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT)

Vorrangig geht es bei der DBT um das Erlernen von Techniken und Fertigkeiten, um mit intensiven und verwirrenden Anspannungssituationen und Gefühlen adäquat – das bedeutet: nicht selbstschädigend – umgehen zu können.

Mit Hilfe von Fertigkeiten werden (Überlebens-)Strategien erarbeitet, um dysfunktionale Verhaltensweisen zu reduzieren. Patienten lernen parallel, Klarheit über die eigene Gefühlwelt zu erlangen, aktiv positive Erfahrungen zu sammeln und soziale Fertigkeiten zu verbessern, um Kontakt zu anderen aufzunehmen und aufrecht zu erhalten. Oft ist es hierfür wichtig, die Achtsamkeit für die eigene Gefühlswelt zu verbessern und Wissen über das Erkrankungsbild zu gewinnen.

Therapieprogramm

Unsere Patienten nehmen während der geplanten stationären DBT-Behandlung an folgenden Therapien teil:

  • Kognitiv-verhaltenstherapeutische Einzelpsychotherapie
  • Bezugspflegerische Einzelgespräche
  • Skillstraining in Gruppen (3x pro Woche)
  • Basisgruppe/Psychoedukation
  • Bezugsgruppe
  • Ärztliche Visiten
  • DBT-Körpertherapie
  • Bewegungs- und Entspannungstherapie
  • Kunsttherapie oder Musiktherapie
  • Sozialberatung

Team

Unser multiprofessionelles Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Psychologen, Pflegedienstmitarbeitenden, Sozialarbeiterin, Ergotherapeutin, Musiktherapeutin, Bewegungstherapeuten, Physiotherapeuten und Seelsorgerin.

Aufnahme

Um offene Fragen zu klären, vereinbaren wir vor einer geplanten stationären Aufnahme zur DBT-Behandlung in der Regel ein Vorgespräch. Informationen zu Behandlungsinhalten, Stationsabläufen, zur Dauer der Behandlung etc. werden gegeben und erste Behandlungsziele vereinbart.

Zur Vereinbarung eines Vorgesprächs erreichen Sie uns unter folgenden Telefonnummern:

Sekretariat:
Tel.: 0521 – 772 7 84 47
E-Mail

Stationäre Krisenbehandlung

Wir halten auf der Station A7 für Bielefelder Patientinnen sechs Behandlungsplätze zur stationären Behandlung in psychosozialen Krisen vor.

Für eine solche Krisenbehandlung werden folgende Ziele formuliert:

  • Klärung der Bedingungen, die zu der Krise und stationären Aufnahme geführt haben.
  • Erlernen und Auffrischen von Techniken und Fertigkeiten, die zur Überwindung der aktuellen Krise und zur Bewältigung eventueller zukünftiger Krisen erforderlich sind.

Station A8: Depressive Störungen

Porträtfoto Prof. Dr. rer. nat. Kristina Hennig-Fast

Prof. Dr. rer. nat. Kristina Hennig-Fast

Therapeutische Abteilungsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 35

Fax: 05 21 - 772 7 86 31

E-Mail

 

 

Porträtfoto Heinz Ritterbusch

Heinz Ritterbusch

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 30 (Dienstzimmer)

E-Mail

Die Station A8 befindet sich mit 21 Behandlungsplätzen in Einzel- und Doppelzimmern im Haus Gilead III und hat einen Behandlungsschwerpunkt für jüngere Patienten mit depressiven Störungen.

Die Zugehörigkeit zum Arbeitskreis der Deutschen Depressionsstationen sowie die Sprecherfunktion für die Region Norddeutschland des zuständigen Abteilungsleiters gewährleisten eine entwicklungsorientierte Qualitätssicherung der depressionsspezifischen Behandlung.

Depressive Störungen

Menschen mit depressiven Störungen fallen sich und in ihrem Umfeld mit Erschöpfung, Stimmungstief, Stimmungsschwankungen, Angst- und Schuldgefühlen, Konzentrationsstörungen, Grübeleien, Antriebslosigkeit, lebensmüden Gedanken und Schlafstörungen u. a. auf.

Zusätzlich kann eine Vielzahl körperlicher Beschwerden wie Schmerzen, Verspannungen, Kreislauf- und Verdauungsprobleme auftreten.

Depressionen können je nach Ausprägung schleichend beginnen, einmalig auftreten oder in Episoden/Phasen wiederkehren. Depressive Störungen werden oft nicht frühzeitig erkannt und behandelt. Die Betroffenen haben häufig Schwierigkeiten, zwischen Alltagsbeschwerden und der Entwicklung eins Krankheitsbildes zu unterscheiden.

Aufnahme

Oft kann ein Vorgespräch helfen, Ängste und Bedenken vor der Krankenhausbehandlung zu verringern. Der Aufnahme geht daher in der Regel ein Vorgespräch voraus. Informationen zu Behandlungsinhalten, Stationsabläufen, voraussichtliche Dauer der Behandlung werden gegeben und Behandlungsziele vereinbart. Eine körperliche und psychische Diagnostik erfolgt im Rahmen der Aufnahme und in einer ersten  Behandlungsphase.

Team

Das multiprofessionelle Behandlungsteam besteht aus ÄrztInnen, PsychologInnen, PflegedienstmitarbeiterInnen, Sozialarbeiterin, Ergotherapeutin, Musiktherapeut, Bewegungstherapeutin, Physiotherapeutin und Seelsorgerin.

Behandlung

Entgegen den Befürchtungen und Wahrnehmungen der Betroffenen gehören Depressionen zu den gut behandelbaren psychischen Störungen. Die besten Behandlungserfolge werden mit einer Kombination von Psychotherapie, Psychopharmakologie und weiteren Therapien erzielt.

Der Therapieansatz ist also multimodal ausgerichtet und beinhaltet je nach Indikation verbale und nonverbale Therapieverfahren mit verhaltenstherapeutischer und tiefenpsychologischer Ausrichtung in Gruppen- und Einzeltherapie.

Das gruppentherapeutische Angebot zur Behandlung der Depression umfasst Psychoedukation, Interpersonelle Therapie (IPT), sowie eine hochfrequente tiefenpsychologische Gruppentherapie (analytisch-interaktionelle Gruppentherapie nach dem Göttinger Modell).

Die an internationalen Leitlinien orientierte Psychopharmakotherapie kann ergänzt werden durch Licht- und Wachtherapie.

Mit dem Wissen um die Nähe und große Schnittmenge von Depressionen, Angststörungen und psychosomatischen Beschwerden bieten die Psychotherapiestationen A8 und A9 stationsübergreifende Therapieangebote an: Dazu gehören Psychoedukation zu Depression und Angststörungen, Gruppentraining sozialer Kompetenzen, Übungen zu Entspannung, Achtsamkeit und Imagination, Ressourcenorientierte Selbstunterstützung.

Bewegungs- sowie Ergo-/ Kunst- und Musiktherapie gehören neben physiotherapeutischen Anwendungen zum erlebnis- und handlungsorientierten Erfahrungsangebot.

Station A9: Angst- und Zwangsstörungen, Psychosomatische Erkrankungen

Porträtfotos Dr. med. Stefanie Gerhards

Dr. med. Stefanie Gerhards

Ärztliche Stationsleitung, Oberärztin

Tel.: 05 21 - 772 7 86 10

E-Mail

Porträtfoto Ellen Wolk

Ellen Wolk

Pflegerische Stationsleitung

Tel.: 05 21 - 772 7 86 40 (Dienstzimmer)

E-Mail

Auf der Station A9 werden Patienten mit Angst- und Zwangsstörungen sowie psychosomatischen Erkrankungen behandelt. Die Station A9 ist eine offene Station im Haus Gilead III und verfügt in zwei Einzel- und 7 Zweibettzimmern auf zwei Etagen über 16 Betten.

Angststörungen

Menschen mit Angststörungen fallen sich und anderen häufig auf durch

  • Panikattacken
  • Angst vor Ohnmacht oder schweren Erkrankungen
  • Unkontrollierbare Sorgen und Befürchtungen
  • Angst vor sozialer Kritik
  • Angst, in eine hilflose Situation zu geraten

Angst kann auch einhergehen mit körperlichen Symptomen wie

  • Atemnot, Beklemmungsgefühle, Schmerzen in der Brust
  • Schwindel, Ohnmachtsgefühle
  • Schneller und starker Herzschlag, Zittern, Frieren, Schwitzen
  • Magen-Darm-Beschwerden

In weiterem Verlauf entstehen häufig Erwartungsängste („Angst vor der Angst“) und ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten gegenüber den Angst auslösenden Situationen.

Zwangsstörungen

Menschen mit Zwangsstörungen erleben wiederkehrende, sich aufdrängende Zwangsgedanken (Ideen, Erinnerungen, Befürchtungen, Grübeln), Zwangsimpulse (Drang, kontrollieren zu müssen) und / oder Zwangshandlungen (zum Beispiel Waschzwang). Oftmals sind diese Störungen von Angst und Anspannung begleitet und werden subjektiv als nicht sinnvoll erlebt.

Psychosomatische Erkrankungen

Bei somatoformen Störungen bemerken Patienten wiederholte körperliche Symptome, die in ihrer Intensität allein durch organische Erkrankungen nicht ausreichend erklärbar sind. Mögliche Ausprägungen können Schmerzen sein, Bewegungs- und Gefühlsstörungen, Schwindel oder Beschwerden bezogen auf das Herz-Kreislauf-System oder den Magen-Darm-Trakt.

Aufnahme

Oft kann ein Vorgespräch helfen, Ängste und Bedenken vor der Krankenhausbehandlung zu verringern. Der Aufnahme geht in der Regel ein Vorgespräch voraus. Informationen zu Behandlungsinhalten, Stationsabläufen, voraussichtliche Dauer der Behandlung werden gegeben und Behandlungsziele vereinbart. Eine körperliche und psychische Diagnostik erfolgt im Rahmen der Aufnahme und in einer ersten  Behandlungsphase.

Team

Das multiprofessionelle Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Psychologen, Pflegedienstmitarbeitern, Sozialarbeiterin, Ergotherapeutin, Bewegungstherapeut, Physiotherapeutin und Seelsorgerin.

Behandlung

Psychotherapeutische / Psychosomatische Behandlung umfasst Körper und Seele.

Psychotherapie hilft bei der Bewältigung von Ängsten und Zwängen, psychosomatischen Beschwerden sowie bei Fragen des richtigen Umgangs mit körperlichen Erkrankungen.

Der Therapieansatz ist multimodal ausgerichtet und beinhaltet je nach Indikation verbale und nonverbale Therapieverfahren mit verhaltenstherapeutischer und tiefenpsychologischer Ausrichtung in Gruppen- und Einzeltherapie.

Das gruppentherapeutische Angebot umfasst eine verhaltenstherapeutische Angst-Gruppe sowie eine hochfrequente tiefenpsychologische Gruppentherapie (analytisch-interaktionelle Gruppentherapie nach dem Göttinger Modell).

Das therapeutische Angebot wird ergänzt durch Gruppentraining sozialer Kompetenzen, Bewegungstherapie, entspannungs- und ergotherapeutische Elemente.

Die bisherige medizinische Diagnostik wird auf Vollständigkeit überprüft und, falls erforderlich, ergänzt. Dies erfolgt im Bedarfsfall in enger Kooperation mit den somatischen Fächern, wie zum Beispiel der Inneren Medizin, Gynäkologie, Orthopädie,  Neurologie oder der Schmerzambulanz.

Die Patienten erhalten jeweils zwei behandlungsführende Mitarbeiter, die sie durch den Aufenthalt begleiten: ein ärztlicher oder psychologischer Psychotherapeut und ein pflegerischer Bezugsmitarbeiter, die gemeinsam mit dem Patient die Therapie planen und durchführen. Der Therapieplan wird individuell abgestimmt und wöchentlich der aktuellen Situation angepasst.

Die Behandlung gliedert sich in drei Abschnitte, die Aufnahme- bzw. Diagnosephase, die Veränderungs- bzw. Therapiephase und die Überleitungs- bzw. Transferphase:

Die Diagnosephase dient dem Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung, der diagnostischen Klärung und der Therapiezielfindung. In der Therapiephase geht es um den Veränderungsprozess. Die Transferphase soll dazu beitragen, Stärken und neu erworbene Fähigkeiten in den persönlichen und beruflichen Alltag zu integrieren. Belastungserprobungen in der privaten Umgebung und gegebenenfalls am Arbeitsplatz spielen hier eine wichtige Rolle.

Die an internationalen Leitlinien orientierte Psychopharmakotherapie kann ergänzt werden durch Licht- und Wachtherapie.

Mit dem Wissen um die Nähe und große Schnittmenge von Depressionen, Angststörungen und psychosomatischen Beschwerden bieten die Psychotherapiestationen A8 und A9 stationsübergreifende Therapieangebote an: Dazu gehören Psychoedukation zu Depression und Angststörungen, Gruppentraining sozialer Kompetenzen, Übungen zu Entspannung, Achtsamkeit und Imagination, Ressourcenorientierte Selbstunterstützung.

Bewegungs- sowie Ergo-/ Kunst- und Musiktherapie gehören neben physiotherapeutischen Anwendungen zum erlebnis- und handlungsorientierten Erfahrungsangebot.

Tagesklinik

Porträtfoto Dr. med. Christiane Heitmann

Dr. med. Christiane Heitmann

Ärztliche Leitung

Tel.: 05 21 - 9 22 84 50

E-Mail

Die Tagesklinik Ost ist eine teilstationäre Einrichtung der Abteilung Allgemeine Psychiatrie II. Sie befindet sich mit 20 Behandlungsplätzen in der Herforder Straße 26-28 in Bielefeld.

Wir wenden uns an Patientinnen und Patienten mit depressiven-, Angst- und somatoformen Störungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Menschen in Lebenskrisen, bei denen eine ambulante Behandlung nicht ausreicht und eine vollstationäre Klinikaufnahme nicht notwendig ist. Zum anderen soll Patienten der Übergang aus dem Krankenhaus in den Alltag erleichtert werden. Wir nehmen überwiegend Patienten im Alter von 18 bis 60 Jahren auf, die ihren Wohnsitz in den östlichen Stadtteilen von Bielefeld haben.

Unter anderem durch die Zugehörigkeit zur »Deutschen Arbeitsgemeinschaft Tageskliniken Psychiatrie Psychotherapie Psychosomatik DATPP e.V. und einen ständigen fachlichen Austausch fördern wir die Weiterentwicklung der Behandlungsangebote.

Aufnahme

Eine Aufnahme erfolgt mit Einweisung eines niedergelassenen Facharztes für Psychiatrie und/oder Neurologie oder über die Stationen unserer Klinik. Oft kann ein Vorgespräch helfen, Fragen zur tagesklinischen Behandlung zu klären.

Team

Das multiprofessionelle Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Psychologen, Sozialarbeiterin, Pflegedienstmitarbeiter, Sozial-/ Milieupädagogin, Ergotherapeutin, Bewegungstherapeutin, Sekretärin.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt montags bis freitags in der Zeit von 8:00 bis 15:30 Uhr. Abends und am Wochenende sind die Patienten zu Hause. Dadurch lassen sich intensive psychiatrische Diagnostik und Therapie ohne vollstationäre Behandlung verwirklichen.

Die Patienten erhalten jeweils zwei behandlungsführende Mitarbeiter, die sie durch den Aufenthalt begleiten: eine ärztliche oder psychologische PsychotherapeutIn und einen pflegerischen Bezugsmitarbeiter. Diese planen mit dem Patienten gemeinsam die Therapie und führen diese durch. Der Therapieplan wird individuell abgestimmt und wöchentlich der aktuellen Situation angepasst.

Nach der Therapiezielfindung folgt die Therapie- und Veränderungsphase, in die auch die Erfahrungen und Erlebnisse, die außerhalb der Therapiezeiten an Abenden und Wochenenden gemacht werden, einfließen. Auch in dieser Phase kann es notwendig sein, neue Therapieziele zu formulieren und in die Behandlung einfließen zu lassen. Dazu nehmen unsere Patienten an einem therapeutischen Wochenprogramm teil, in dem sich ressourcenorientierte, systemische, kognitive und verhaltenstherapeutische Einzel- und Gruppentherapien, handlungsorientierte Gruppen wie Ergo- und Bewegungstherapie, aber auch Pausen- und Ruhezeiten ergänzen. Die an internationalen Leitlinien orientierte Psychopharmakotherapie kann ergänzt werden durch Lichttherapie.

Nach Absprache werden die Angehörigen zu gemeinsamen Gesprächen eingeladen und so in die Behandlung einbezogen.

Anfahrt

Die Tagesklinik ist mit dem Bus beziehungsweise mit der Bahn sehr gut erreichbar (Ausstieg Jahnplatz, Alte Post oder Hauptbahnhof). Parkmöglichkeiten finden Sie auf dem Parkplatz zwischen der Alten Post und dem Willy-Brandt-Platz in der Herforder Straße (Einfahrt hinter der Alten Post) oder am Kesselbrink. Direkt vor Ort sind nur wenige Parkplätze vorhanden.

» Standorte | Anfahrt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel

Zugangswege

Für den Zugang zu uns gibt es unterschiedliche Wege:

1. Bei zeitnah notwendigen Aufnahmen für die ganze Abteilung Allgemeine Psychiatrie II (AP II) und allen Aufnahmen für die Station A1 stellt die Krankenhausinformation im Haus Gilead IV einen Kontakt zur Aufnahmesteuerung her.

Haus Gilead IV
Remterweg 69/71
33617 Bielefeld
Tel.: 05 21 - 772 7 71 15

2. Bei geplanten Aufnahmen vermitteln folgende Ansprechpartner ein Vorgespräch und/oder stellen den Kontakt zum zuständigen Oberarzt her.

Station A7
Haus Gilead IV
Sekreteriat
Stefanie Ulbrich
Tel.: 05 21 - 772 7 84 47
E-Mail

Stationen A8 und A9
Haus Gilead III 
Bethesdaweg 12
33617 Bielefeld
Tel.: 05 21 - 772 7 71 09

Tagesklinik-Ost (für teilstationäre Behandlungen)
Herforder Straße 26-28
33602 Bielefeld
Tel.:  05 21 - 9 22 84 50
Fax: 05 21 - 9 22 84 53

Forschung und Projekte

Wir führen in Kooperation mit unserer Forschungsabteilung, der Universität Bielefeld und dem Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZIF) eine Reihe verschiedener Projekte durch.

  • Zusammenhänge zwischen Borderlinestörungen und traumatischem Stress
  • Gedächtnisleistung und Depression
  • Ausdauertraining in der Behandlung der Depression
  • Neurophysiologische Reaktionen bei Expositionsbehandlungen
  • Kommunikative Darstellung von Angst

etc.