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„Eine Entlastung für mich“ – 4. Woche für Pflegende Angehörige

Auch die vierte Auflage der Woche für Pflegende Angehörige war ein voller Erfolg. Mit einem Gala Diner, einem Frühstück für Familien mit pflegebedürftigen Kindern, Impro-Theater, Kino und einem Mitsing-Konzert zogen die Hauptveranstaltungen fast 400 Menschen an, die einen Angehörigen pflegen.

Impro-Theater mit den Stereotypen

Impro-Theater mit den Stereotypen

Start der vierten Woche für Pflegende Angehörige war ein Abend zum Ablenken, Abschalten und vor allem zum Genießen. Beim Gala Diner ließen es sich 220 Gäste schmecken und genossen die Auszeit von ihrem Alltag. Karin Kulle war bereits zum dritten Mal dabei. Vor vier Monaten starb ihr Mann, das Gala Diner nutzte sie als Hilfe, um damit abzuschließen. „Ich habe meinen Mann zwei Jahre lang gepflegt. Die Wochen für Pflegende Angehörige waren immer eine Entlastung für mich.“ Gemeinsam mit ihrer Enkelin wurden sie von Bielefelds Bürgermeisterin Karin Schrader und Dr. Rainer Norden, Vorsitzender Geschäftsführer des EvKB und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, begrüßt. Beide dankten für die große Leistung, die Pflegende Angehörige täglich erbringen.

Das Gala Diner war der Auftakt der Woche für Pflegende Angehörige, die zum vierten Mal in Bielefeld stattfand. Bielefeld ist nach Berlin bundesweit die zweite Stadt, die regelmäßig eine Woche der Danksagung für Menschen, die einen Angehörigen pflegen, anbietet. Die Veranstaltungen der Woche waren wie in jedem Jahr bunt gemischt: 

„Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon.“ Passender hätten Titel und Kinofilm nicht sein können, den sich 100 Pflegende Angehörige im Lichtwerk ansahen. Gibt die von Elmar Wepper gespielte Figur in dem Film doch dem Wunsch nach, einmal alles stehen und liegen zu lassen – ein Gedanke, der auch nach Ende des Films in Gesprächen zum Tragen kam.

Weniger nachdenklich ging’s beim Impro-Theater der „Stereotypen“ in der Rudolf-Oetker-Halle zu. Bei spontanen Gags und Liedern blieb keins der 300 Augen an diesem Abend trocken. Die Vorstellung für Pflegende Angehörige machte es möglich, dass das Publikum auch Themen aus dem Pflegealltag zur „Verarbeitung“ an die Künstler nach vorne gab. Und die spielten gekonnt mit den Zurufen aus dem Publikum.

„Mein Hut, der hat drei Ecken“ – das Volkslied brachte die Gäste im voll besetzten Gemeindehaus der Ev.-luth. Neustädter Marien-Kirchengemeinde so richtig in Schwung. Jan-Henning Foh, Leiter des Chors der besonderen Art mit dem Namen „Vergiss die Lieder nicht“, machte mit dem begeisterten Publikum eine Sitz-Choreographie – da ging das Singen fast wie von alleine. Zwischendurch stärkten sich die Senioren und Seniorinnen mit duftendem Kaffee und leckerem Kuchen, um dann mit neuer Kraft Volkslieder und bekannte Schlager gemeinsam mit dem Chor zu singen. Ein wunderbarer klangvoller Nachmittag für alle Besucher.

Die Sonne zeigte sich von ihrer strahlenden Seite. Der Himmel war blitzeblau – kein Wetter für Stubenhocker. Zum ersten Frühstück für Familien mit pflegebedürftigen Kindern war die große Deele im Meierhof mitten im Tierpark Olderdissen reichlich gedeckt. Der absolute Gute-Laune-Morgen, an dem Jochen Vahle, Frontsänger der Kinderrockband „Randale“, mit Musikbegleitung die Frühstücksgesellschaft mit kraftvollen Mitmach-Songs in beste Stimmung brachte. Nach der Musikeinlage schmeckten Brötchen, Joghurt, Obst, Käse, Schinken, Lachs und Rührei besonders gut. Ein Vormittag voller Entspannung, den viele Gäste mit ihren Kindern noch nutzten, um nach dem Frühstück einen „tierischen“ Spaziergang durch Olderdissen zu machen.

Ins Leben gerufen wurde die Woche für Pflegende Angehörige von der Stadt Bielefeld, den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel mit dem Evangelischen Klinikum Bethel und der Altenhilfe, der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände, dem Arbeitskreis Tagespflege, der Fachhochschule Bielefeld, dem Demenz-Service-Zentrum OWL und dem Pflegewegweiser NRW für Pflegende Angehörige. Unterstützt wurde die Aktionswoche durch Sponsoren wie Lions-Hilfe, Stiftung Diamant-Software, Sparkasse Bielefeld, BGW, Stiftung Möllerstift, Marta-Kleine-Eikelmann-Stiftung, Volksbank Bielefeld-Gütersloh, Neue Westfälische und Tipps-Verlag. Auch unterstützende Organisationen hatten sich an der Initiative beteiligt und Veranstaltungen im Angebot, die mit Informationsgehalt, Erholung und Ablenkung punkten konnten.

» www.pflegende-angehoerige-bielefeld.de

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Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

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Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2022 und 2023 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

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