Weil niemand einsam sein sollte.


Einsamkeit. 
Kann jeden treffen – Groß und Klein, Alt und Jung.
Kann herausfordernd sein – physisch und psychisch.
Kann belastend sein – für Betroffene und ihr Umfeld.

Es gibt Wege hinaus. Unser Projekt für Kinder und Jugendliche von 10 bis 17 Jahre setzt hier an.
Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken.
Eine Initiative des Evangelischen Klinikums Bethel, gefördert von der Liz Mohn Stiftung.

Aktuelles

Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen: Liz Mohn Stiftung und Bethel starten bundesweit einzigartiges Hilfeprojekt

„Was habt ihr heute gemacht?“, fragt Liz Mohn. „Schnitzeljagd!“, lautet die Antwort aus der Gruppe der vor ihr stehenden Kinder. Die Stifterin und Vorstandsvorsitzende der Gütersloher Liz Mohn Stiftung (LMSt) kommt bei ihrem Besuch in Bielefeld-Bethel sofort in Kontakt mit den Mädchen und Jungen von „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken“.

Liz Mohn besuchte das Haus Sophia mit Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl (l.) und Thorsten Kaatze, dem Vorsitzenden Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Bethel. Foto: Jan Voth / Liz Mohn Stiftung
Liz Mohn besuchte das Haus Sophia mit Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl (l.) und Thorsten Kaatze, dem Vorsitzenden Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Bethel. Foto: Jan Voth / Liz Mohn Stiftung
Liz Mohn besuchte das Haus Sophia mit Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl (l.) und Thorsten Kaatze, dem Vorsitzenden Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Bethel. Foto: Jan Voth / Liz Mohn Stiftung
Einsamkeit bei Kindern und Jugendlichen: Liz Mohn Stiftung und Bethel starten bundesweit einzigartiges Hilfeprojekt
Liz Mohn besuchte das Haus Sophia mit Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl (l.) und Thorsten Kaatze, dem Vorsitzenden Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Bethel. Foto: Jan Voth / Liz Mohn Stiftung

Das neue und bundesweit einzigartige Pilotprojekt des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB), das durch die LMSt gefördert wird, soll einsame Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Gemeinsam mit Pastor Ulrich Pohl, dem Vorstandsvorsitzenden von Bethel, und Thorsten Kaatze, dem Vorsitzenden Geschäftsführer des EvKB, verschafft sich Liz Mohn einen Eindruck von dem Angebot, das im Betheler Haus Sophia beheimatet ist. Für das Projekt wurde das Erdgeschoss des Gebäudes frisch renoviert.

Einsamkeit wurde lange vor allem als ein Problem des höheren Lebensalters betrachtet. Das hat sich in der Corona-Pandemie geändert. Wissenschaftliche Studien zeigen: Kinder und Jugendliche haben inzwischen die unliebsame Spitzenposition als einsamste Altersgruppe inne. „Die Einsamkeit junger Menschen ist eine ernstzunehmende gesellschaftliche Herausforderung, die wir jetzt gemeinsam angehen“, betont die Stifterin im Gespräch mit den Kindern und weiteren Beteiligten, wie den Projektleiterinnen Dr. Steffi Koch-Stoecker (EvKB) und Dr. Theresa Hornischer (LMSt) sowie Teamleiterin Katharina Muregancuro (EvKB). 

„Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken“ bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren, die sich oft einsam fühlen, die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft zu werden. Sie werden von psychologischen und pädagogischen Fachkräften begleitet und arbeiten zum Beispiel an Themen wie dem Umgang mit Emotionen, Selbstwert oder Stresstoleranz und haben die Möglichkeit, an Workshops und Angeboten aus dem kulturell-kreativen Bereich teilzunehmen. Unterstützung erfahren die Kinder und Jugendlichen auch durch ehrenamtliche Mitarbeitende. Diese stehen ihnen als persönliche Mentorinnen und Mentoren zur Seite. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen, Sport und Ausflügen – oder eben einer Schnitzeljagd – wachsen Verbindungen und Freundschaften. 

Die entstandenen Vertrauensverhältnisse ermöglichen es den meisten der teilnehmenden Mädchen und Jungen, über ihre Ängste und Sorgen zu sprechen. „Ich bewundere die Kinder dafür, wie sie sich im Lauf der Zeit geöffnet und berichtet haben, was sie bewegt“, erzählt Lisa Sauer den Besucherinnen und Besuchern. Die Bielefelder Lehrerin ist eine von rund 20 Personen, die sich ehrenamtlich für „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken“ engagieren. 

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen finden im Haus Sophia in Bethel einen sicheren Ort, an dem sie willkommen sind. Der geschützte Rahmen soll ihnen dabei helfen, neue Perspektiven für sich zu entwickeln. Die Teilnahme ist für die Jungen und Mädchen kostenfrei. Das Projekt läuft zunächst über zwei Jahre. Je sechs bis acht Kinder und Jugendliche nehmen in zwei Gruppen für sechs Monate teil, anschließend folgt der nächste Durchlauf mit anderen Mädchen und Jungen.

Liz Mohn nimmt von ihrem Besuch in Bethel nicht nur viele neue Eindrücke mit nach Hause. Sondern auch die Worte, die Pastor Pohl zum Abschied an sie richtet: „Wir sind Ihnen von Herzen dankbar, dass Sie dieses wichtige Projekt möglich machen.“

Die nächsten Kinder- und Jugendgruppen starten im November. Interessierte, die Unterstützung zum Thema Einsamkeit suchen, wenden sich an: wachsenundwirken@evkb.de.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zum Programmstart, zur Teilnahme als Betroffene:r oder zur Mitwirkung als Ehrenamtliche:r finden Sie im Internet unter: 
wachsen-und-wirken.de

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Unterstützt und gefördert durch die Liz Mohn Stiftung

Unterstützt und gefördert durch die Liz Mohn Stiftung

Die Liz Mohn Stiftung widmet sich neben Themen wie internationale Beziehungen, Zukunft der Führung sowie Kultur und Musik auch Initiativen speziell für Kinder und Jugendliche. Es gilt dazu beizutragen, dass sich junge Menschen in der Gesellschaft aufgehoben und gehört fühlen. Einsamkeit ist eine ernstzunehmende Herausforderung, die alle betrifft. Deshalb ist es der Stiftung ein besonderes Anliegen nachhaltige Formate ins Leben zu rufen, die Menschen aus verschiedensten Kontexten miteinander in Kontakt bringt.

Kontakt

Evangelisches Klinikum Bethel
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Katharina Muregancuro

Tel: 0170-9358481
wachsenundwirken@evkb.de

Infos zur Klinik

Was ist Einsamkeit?

Einsamkeit ist ein unangenehmes Gefühl, bei dem die eigenen sozialen Beziehungen nicht den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen. 

Phasen von Einsamkeit sind Teil des menschlichen Lebens. Problematisch wird Einsamkeit, wenn das Gefühl der Einsamkeit sich verstetigt und mit einem dauerhaften Leidensdruck einhergeht. Dann ist das Risiko für psychische und körperliche Erkrankungen erhöht und die Lebensqualität der betroffenen Menschen sinkt. 

Dabei ist Einsamkeit vielseitig, wie die Menschen, die sie verspüren, die Ursachen, die sie ausmachen und die individuellen Biografien, die sie formen. Zum Beispiel kann Einsamkeit für manche einen empfundenen Mangel an engen, emotionalen Bindungen bedeuten (emotionale Einsamkeit). Für andere entsteht Einsamkeit, wenn sie weniger Kontakt zu anderen Menschen haben, als sie es gerne möchten (soziale Einsamkeit). 

Einsamkeit stellt auf individueller Ebene ein zu bewältigendes Problem, aber auch eine Aufgabe breitflächiger Gesundheitsvorsorge auf politischer und gesellschaftlicher Ebene dar.

Definition von „Kompetenznetz Einsamkeit“, weitere Informationen gibt es hier.

Weitere Informationen: Impulspapier „Jung und einsam. Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“ der Liz Mohn Stiftung und der Bertelsmann Stiftung 

Unsere Auszeichnungen

Stern

Das Wochenmagazin “stern” zeichnet das EvKB als eines der besten 100 Krankenhäuser Deutschlands aus. Das EvKB belegt in der Liste die Spitzenposition in der Region OWL.

Mehr erfahren

Auszeichnung Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

https://www.selbsthilfefreundlichkeit.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktion Saubere Hände Gold

Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2024 und 2025 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/

Zertifikat Kununu Top Company 2025

Das Evangelische Klinikum Bethel und das Krankenhaus Mara wurden von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu mit dem Top Company Siegel ausgezeichnet. Nur ca. 5 Prozent der Unternehmen in Deutschland erhalten das Siegel, das auf unabhängigen Bewertungen von Mitarbeitenden basiert.

Ausgezeichnet Familienfreundlich

Die Stadt Bielefeld und das Lokale Bündnis für Familien haben dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Krankenhaus Mara das Prädikat “Ausgezeichnet Familienfreundlich" verliehen. Die Auszeichnung stellt eine besondere Wertschätzung für Unternehmen dar, die ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und sich für eine familienfreundliche Personalpolitik stark machen.