Weil niemand einsam sein sollte.
Einsamkeit.
Kann jeden treffen – Groß und Klein, Alt und Jung.
Kann herausfordernd sein – physisch und psychisch.
Kann belastend sein – für Betroffene und ihr Umfeld.
Es gibt Wege hinaus. Unser Projekt für Kinder und Jugendliche von 10 bis 17 Jahre setzt hier an.
Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken.
Eine Initiative des Evangelischen Klinikums Bethel, gefördert von der Liz Mohn Stiftung.
Aktuelles
Filmworkshop bei „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken.“
Ende Juni stand beim Projekt „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken.“ alles im Zeichen von Kreativität, Teamgeist und filmischem Erzählen. Die Kinder und Jugendlichen nahmen an einem mehrtägigen Filmworkshop teil und setzten sich auf besondere Weise mit den Themen Freundschaft, Gemeinschaft und Mut auseinander.
Geleitet wurde der Workshop von Nico Hofmann und Jannik Weiße. Nico Hofmann zählt als Produzent und Regisseur zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Film- und Medienlandschaft und ist Kuratoriumsmitglied der Liz Mohn Stiftung. Jannik Weiße ist Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg und gehört zu den vielversprechenden Nachwuchsregisseuren Deutschlands. Beide gaben den Teilnehmenden während der Workshopzeit Einblicke in die filmische Arbeit, teilten ihre Erfahrungen aus der Filmbranche und unterstützten sie mit praktischen Tipps bei der Entwicklung ihrer eigenen Projekte.
Die 12- bis 18-jährigen Teilnehmenden entwickelten in Teams ihre eigenen Kurzfilme. Dabei übernahmen sie eigenständig alle wesentlichen Aufgaben einer Filmproduktion: von der Ideenentwicklung über das Schreiben von Drehbuch und Skript bis hin zur Regie- und Kameraführung, Schauspiel, Ton, Musik, Soundeffekte, Schnitt und der Organisation von Komparsinnen und Komparsen. So entstanden ganz unterschiedliche Formate, darunter Serien, Animes, Musikvideos und Kurzfilme. Die Vielfalt der Beiträge machte deutlich, wie individuell die Jugendlichen ihre Ideen umsetzten und gemeinsam kreative Geschichten erzählten.
Mit der Unterstützung von Nico Hofmann und Jannik Weiße arbeiteten die Jugendlichen während des Workshops eigenverantwortlich und im Team zusammen. Dabei erhielten sie nicht nur einen umfassenden Einblick in die Entstehung eines Films, sondern stärkten zugleich wichtige Zukunftskompetenzen: Sie lernten, gemeinsam Ideen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen, Lösungen für Herausforderungen zu finden und Projekte eigenständig umzusetzen. Das gemeinsame Planen, Drehen und Schneiden machte erlebbar, wie Zusammenarbeit, Kreativität und gegenseitiges Vertrauen zum Erfolg eines Projekts beitragen.
Zum Abschluss feierten die Jugendlichen ihre Filme in einer eigenen Premiere.
Bei Popcorn, Marshmallows und Tortilla Chips wurden die entstandenen Beiträge gezeigt und gemeinsam gewürdigt. Der Moment machte sichtbar, was in den Tagen zuvor gewachsen war: Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Freude am gemeinsamen Gestalten und ein starkes Gefühl von Zusammenhalt.
Ein besonderer Dank gilt Nico Hofmann und Jannik Weiße für ihre Zeit, ihre Expertise und die wertschätzende Begleitung der Jugendlichen. Der Workshop hat gezeigt, wie sozio-kulturelle Angebote jungen Menschen neue Zugänge zu sich selbst und zu anderen eröffnen können, sie stärken und das Miteinander fördern.
Der Workshop fand Ende Juni 2026 im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit statt und setzte damit ein sichtbares Zeichen für mehr Miteinander und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mit dem Projekt „Gemeinsam wachsen. Zusammen WIRken.“ engagiert sich die Liz Mohn Stiftung zudem im Aktionsbündnis gegen Einsamkeit des Landes Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern setzt sich das Bündnis dafür ein, Einsamkeit sichtbar zu machen, ihr entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.
Gemeinsam Wachsen. Zusammen WIRken.
Kontakt
Evangelisches Klinikum Bethel
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Katharina Muregancuro
Tel: 0170-9358481
wachsenundwirken@evkb.de
Downloads
Was ist Einsamkeit?
Einsamkeit ist ein unangenehmes Gefühl, bei dem die eigenen sozialen Beziehungen nicht den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen.
Phasen von Einsamkeit sind Teil des menschlichen Lebens. Problematisch wird Einsamkeit, wenn das Gefühl der Einsamkeit sich verstetigt und mit einem dauerhaften Leidensdruck einhergeht. Dann ist das Risiko für psychische und körperliche Erkrankungen erhöht und die Lebensqualität der betroffenen Menschen sinkt.
Dabei ist Einsamkeit vielseitig, wie die Menschen, die sie verspüren, die Ursachen, die sie ausmachen und die individuellen Biografien, die sie formen. Zum Beispiel kann Einsamkeit für manche einen empfundenen Mangel an engen, emotionalen Bindungen bedeuten (emotionale Einsamkeit). Für andere entsteht Einsamkeit, wenn sie weniger Kontakt zu anderen Menschen haben, als sie es gerne möchten (soziale Einsamkeit).
Einsamkeit stellt auf individueller Ebene ein zu bewältigendes Problem, aber auch eine Aufgabe breitflächiger Gesundheitsvorsorge auf politischer und gesellschaftlicher Ebene dar.
Definition von „Kompetenznetz Einsamkeit“, weitere Informationen gibt es hier.
Weitere Informationen: Impulspapier „Jung und einsam. Internationale Perspektiven für ein neues politisches Handlungsfeld“ der Liz Mohn Stiftung und der Bertelsmann Stiftung