menschlich. führend. kompetent.
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Bei urologischen Themen begegnen wir Ihnen mit einem Höchstmaß an Diskretion. Bei uns finden Sie High-tech-Medizin und Ansprechpartner, die effektiv helfen.

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Urologie

Herzlich willkommen!

Urologische Beschwerden und Erkrankungen sind leider noch immer Tabuthemen. Sie sind häufig mit Scham verbunden und die Hemmschwelle der Betroffenen ist oftmals groß. Wir begegnen unseren Patienten mit besonderem Verständnis und immer mit dem Wissen: Menschen mit urologischen Erkrankungen kann auf vielfältige Weise geholfen werden.

Wir behandeln alle Erkrankungen des männlichen und weiblichen Harntrakts sowie des männlichen Genitals im Kindes- und Erwachsenenalter. Schwerpunkte liegen in der stationären und ambulanten Behandlung von Prostata-, Nierenzell-, Blasen-, Harnleiter-, Nierenbecken- und Hodenkrebs sowie Nebennierentumoren. Auch bei Inkontinenz, gutartiger Prostatavergrößerung, Harnsteinleiden und in der Kinderurologie sind wir hochkompetente und vertrauensvolle Ansprechpartner.

Unsere Klinik im Johannesstift ist ein Zentrum für computerassistierte und robotische Urologie und wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft als Prostatakrebszentrum zertifiziert.

Störungen der Zeugungsfähigkeit (Andrologie)

Die Andrologie umfasst die Störungen der Zeugungsfähigkeit (Infertilität), der Hormonbildung im Hoden (Hypogonadismus), der Erektionsfähigkeit (erektile Dysfunktion) und der Alterprozesse des Manns (Seneszenz).

In Deutschland lassen sich pro Jahr 30.000 Männer sterilisieren. Hiervon besteht bei etwa 5 bis 7 Prozent der Patienten das Anliegen, die durchgeführte Operation wieder rückgängig zu machen, da ein erneuter Kinderwunsch besteht. Nach erfolgter Sterilisation (Vasektomie) besteht die Möglichkeit der direkten Spermienentnahme durch eine Operation aus dem Hodengewebe für eine nachfolgende künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation). Seitdem die Kosten für eine In-vitro-Fertilisation jedoch nur noch zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, ist die Refertilisierungsoperation (Vasovasostomie) zur Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit des Manns eine besonders wichtige Methode geworden. Nach diesem Eingriff ist die Zeugung auf natürlichem Wege wieder möglich.

Die Induratio Penis Plastika (=IPP), auch Peyronie‘s disease genannt, ist eine Erkrankung des Penis, bei der sich im Bereich der Schwellkörperaußenhülle (Tunica albuginea) erst bindegewebige, später dann verkalkende Knoten (Plaques) bilden. Diese führen bei einer Erektion zu Einkerbungen des Penis oder zu mehr oder weniger ausgeprägten Penisverkrümmungen (Deviationen), die meist nach oben, seltener zur Seite zeigen. Oft ist dabei die Durchführung eines normalen Geschlechtsverkehrs nicht mehr möglich.

Am häufigsten tritt die IPP bei Männern zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr auf. Ein gehäuftes Auftreten der IPP wird bei Männern mit anderen bindegewebigen Narbenbildungen (Dupuytren, Morbus Ledderhose) beobachtet. Auch bei Diabetikern wird ein gehäuftes Auftreten berichtet.

Zu Beginn der Erkrankung bemerken die Patienten meist eine knotige Verhärtung im Bereich des Penisschafts, die vor allem bei einer Erektion Schmerzen bereitet. Im weiteren Verlauf kommt es dann häufig zu einer Größenzunahme des Plaque und zur Ausbildung einer Penisverkrümmung bei der Erektion. Später lassen die Schmerzen oft nach, wobei die Krümmung noch zunehmen kann. Ab einer Penisverkrümmung von mehr als 40 Grad tritt in der Regel ein mechanisches Problem beim Geschlechtsverkehr auf.

Eine maligne Entartung, also die Entstehung eines bösartigen Tumors, wurde bisher im Zusammenhang mit der IPP noch nie beobachtet.

Therapie

Die Therapieansätze sind, da die Ursache der Behandlung letztlich unklar ist, allenfalls als symptomatisch zu bezeichnen. Neben medikamentöser Therapie wird der Anwendung der lokalen Stoßwellentherapie (ESWT) ein gewisser Erfolg in der Schmerztherapie der IPP zugeschrieben. Bei ausgeprägten Befunden, die z.B. dazu führen können, dass kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist, kann eine operative Therapie (z.B. Penisbegradigung durch Einsetzen eines Patches im Bereich des eingeschnittenen Plaques) erforderlich sein. Eine operative Therapie sollte idealerweise erst durchgeführt werden, wenn ca. seit einem halben Jahr keine Schmerzen mehr bestehen und vor allem keine Zunahme der Krümmung mehr bemerkt wird, da sonst die Gefahr besteht, dass es nach der Operation zu einem erneuten Auftreten der Verkrümmung kommen kann.

Bei gleichzeitigem Vorliegen einer IPP und einer erektilen Dysfunktion (ED, Impotenz) sollte die Implantation einer semirigiden oder hydraulischen Penisprothese in Erwägung gezogen werden.

Die plötzliche Verdrehung des Hodens um seine Längsachse (Hodentorsion), die während Sportaktivitäten oder nach einem Trauma besonders bei Jugendlichen und Kindern auftreten kann, äußert sich mit schlagartig auftretenden Schmerzen, die vom Hoden in die Leiste ausstrahlen, sowie mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen oder Schwellung des Hodensacks. Durch die Verdrehung der Hodengefäße kann die Hodentorsion, falls sie nicht rechtzeitig diagnostiziert und behandelt wird, zu bleibenden Gewebeschäden des Hodens führen. Zur Diagnose stehen – neben den Symptomen – die Ultraschalluntersuchung des Hodens und die dopplersonographische Beurteilung der Hodengefäße (Nachweis des Blutflusses) im Vordergrund. Die Therapie besteht in der operativen Zurückdrehung des Hoden und in der Fixation (Orchidopexie), um eine Wiederholung der Torsion zu vermeiden. Falls während der Operation eine fehlende Erholungsfähigkeit des Hoden nach Wiederherstellung der Durchblutung festgestellt wird, muss eine einseitige Hodenentfernung vorgenommen werden. Ggf. kann anschließend eine Hodenprothese eingepflanzt werden.

Starke Schmerzen des Hodens – begleitet von Schwellung und Rötung – sind typische Zeichen einer Entzündung des Nebenhodens, meistens durch eine aufsteigende Keimbesiedelung im Rahmen eines Harnweginfekts oder einer Prostataentzündung. Um die Keime und die Entzündung nachweisen zu können, müssen Urinproben analysiert werden. Zum Ausschluss anderer Hodenerkrankungen wird meistens auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten werden bei der Epididymitis als Ursachentherapie Antibiotika eingesetzt.

Durch die Ansammlung von Flüssigkeit in den hodenumgebenden Gewebehüllen kommt es zu einer prallen, meist schmerzfreien Schwellung des Hodensacks, die langsam an Größe zunimmt. Als Ursache kommen Entzündungen, Traumata, Tumoren oder eine angeborene Veranlagung in Frage. Nach Bestätigung der Diagnose mittels Ultraschall, kann die Hydrozele, falls der Patient dadurch gestört wird, operativ entfernt werden.

Eine Retentionszyste des Nebenhodens, Spermatozele genannt, verursacht meist keine Symptome. Die Diagnose wird mittels Ultraschalluntersuchung gestellt, die Zyste kann dann bei Beschwerden operativ entfernt werden.

Durch eine Erweiterung der Gefäße im Hodenbereich, kommt es zur Varikozele (sog. Krampfader). Diese äußert sich meistens durch sichtbare geschlängelte Gefäße, nur selten kommt es zu begleitenden Schmerzen. Die Varicozele kann auch eine unerwünschte Kinderlosigkeit zur Folge haben, diese kann sich aber nach der Behandlung (operativ oder durch Verödung) zurückbilden. Diese Gefäßerweiterung bei erschwertem Abfluss kann einerseits durch eine angeborene Veranlagung oder durch Tumoren entstehen.

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