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menschlich. führend. kompetent.
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Bei urologischen Themen begegnen wir Ihnen mit einem Höchstmaß an Diskretion. Bei uns finden Sie High-tech-Medizin und Ansprechpartner, die effektiv helfen.

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Urologie

Herzlich willkommen!

Urologische Beschwerden und Erkrankungen sind leider noch immer Tabuthemen. Sie sind häufig mit Scham verbunden und die Hemmschwelle der Betroffenen ist oftmals groß. Wir begegnen unseren Patienten mit besonderem Verständnis und immer mit dem Wissen: Menschen mit urologischen Erkrankungen kann auf vielfältige Weise geholfen werden.

Wir behandeln alle Erkrankungen des männlichen und weiblichen Harntrakts sowie des männlichen Genitals im Kindes- und Erwachsenenalter. Schwerpunkte liegen in der stationären und ambulanten Behandlung von Prostata-, Nierenzell-, Blasen-, Harnleiter-, Nierenbecken- und Hodenkrebs sowie Nebennierentumoren. Auch bei Inkontinenz, gutartiger Prostatavergrößerung, Harnsteinleiden und in der Kinderurologie sind wir hochkompetente und vertrauensvolle Ansprechpartner.

Unsere Klinik im Johannesstift ist ein Zentrum für computerassistierte und robotische Urologie und wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft als Uroonkologisches Zentrum zertifiziert.

Harnröhrenenge (Harnröhrenstriktur)

Die Harnröhre ist ein Kanal, über den der Urin aus der Harnblase nach außen entleert wird. Eine Harnröhrenstriktur ist eine Verengung der Harnröhre, die die normale Blasenentleerung behindert.

  • abgeschwächter Harnstrahl manchmal nur tropfenweise bis zum Harnverhalt
  • verformter, geteilter, gießkannenartiger oder gedrehter Harnstrahl
  • Nachtröpfeln nach dem Wasserlassen
  • mehrzeitiges Wasserlassen
  • Schmerzen/Brennen beim Wasserlassen, am Penis, am Damm oder im Unterbauch
  • wiederholte Infektionen (Prostataentzündung, Nebenhodenentzündung usw.)
  • Anlage eines Blasenkatheters (z. B. in Rahmen eines vormaligen Krankenhausaufent-haltes)
  • Verletzung durch diagnostische oder therapeutische Maßnahmen (z. B. Blasenspiegelung, 
  • Harnröhrenbougierung, Prostataresektion, Blasentumorresektion usw.)
  • Verletzungen von außen (z. B. Beckenbruch oder stumpfes Trauma am Damm oder Genitale)
  • Harnröhrenentzündungen (Urethritis)
  • Bestrahlung (z. B. beim Prostatakrebs)
  • genitale Hauterkrankungen (beim Lichen Sclerosus)
  • angeborene Harnröhrenenge
  • unklare Ursache sog. idiopathische Harnröhrenenge
  • Die Komplikationen können sich als unkomplizierte Harnröhren- und Blasenentzündungen darstellen.
  • Es können sich komplizierte Entzündungen an Prostata- und Nebenhoden mit  Eiteransammlung (Abszessbildung, bei schweren Varianten bis zum Hodenverlust) bilden.
  • Eine unvollständige Entleerung der Harnblase, als Folge einer langjähriger Harnröhrenenge kann zu einer Blasensteinbildung oder einer Blasenfunktionsstörung führen. Diese hat zur Folge, dass die Harnblase praktisch irreparabel geschädigt ist und eine Entleerung nur über einen Katheter möglich ist. Ebenso kann eine lange bestehende Harnblasenentleerungsstörung zu einer Nierenschädigung im Sinne einer Niereninsuffizienz führen.

Diagnostik

  • Erhebung der Krankengeschichte, Ultraschalluntersuchung und Urinuntersuchung Kontrolle der Restharnbildung nach dem Wasserlassen sowie Untersuchung auf das Vorhandensein eines Harnwegsinfektes
  • Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie)
  • Hierbei wird die Harnstrahlkraft mittels einer speziellen Toilette gemessen. Die Unter-       suchung dauert 30-60 Sekunden
  • Darstellung der Harnröhre unter Röntgen (retrogrades Urethrogramm)
  • Es wird Kontrastmittel über der Harnröhrenöffnung eingespritzt (auch für Patienten mit Kontrastmittelallergie geeignet). Dabei wird die Lage, Länge und Schwere der Verengung festgestellt.
  • Harnröhrenspiegelung (Urethroskopie) – in besonderen Fällen
  • Nach Verabreichung eines Lokalanästhetikums (als Gleitgel) in die Harnröhre wird ein kleines flexibles Endoskop bis zur Engstelle eingeführt, so kann die Engstelle unter Sicht beurteilt werden.

Therapie

Welche Behandlungsmöglichkeit aufgrund der Harnröhrenenge geeignet ist, hängt jeweils von den diagnostischen Befunden ab.

  1. Bougierung: Es handelt sich um Erweiterung der Harnröhre mit Dilatatoren verschiedener Größen. Diese kann ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Nach dieser Maßnahme besteht eine sehr hohe Rezidivwahrscheinlichkeit (in der Regel muss die Bougierung häufig wiederholt werden).
  2. Harnröhrenschlitzung: Die Engstelle wird unter direkter Sicht mit einem kleinen Messer oder Laser geschlitzt.  Diese Methode ist nur für kurze Harnröhrenengen geeignet. Eine Harnröhrenschlitzung wird in Narkose durchgeführt. Nach der Operation ist der Patient für 1-2 Tage mit einem Katheter versorgt. Sollte es nach dieser Maßnahme zu einem Rezidiv kommen, ist keine weitere Schlitzung indiziert, sondern es sollte eine offene Harnröhrenrekonstruktion angestrebt werden. 
  3.  Offene Harnröhrenrekonstruktion: Im Vergleich zu anderen Verfahren hat die offene
     Harnröhrenrekonstruktion die niedrigste Rezidivwahrscheinlichkeit.

Diese kann als direkte (End-zu-End) Anastomose durchgeführt werden. Hierbei wird die Engstelle komplett entfernt und die gesunden Anteile der Harnröhrenenden werden zusammengenäht. Diese Methode ist für kurzstreckige (kleiner als 2cm) „bulbäre“ Strikturen oder nach Verletzungen der hinteren Harnröhre mit ev. kompletter Harnröhrenruptur geeignet. Die Operation dauert zwischen 2-4 Stunden je nach Schwere der Striktur. Zur Schienung der Operationswunde erhält der Patient einen Blasenkatheter und je nach Befund einen Bauchdeckenkatheter für 2-3 Wochen.

Bei langstreckigen Engen sollte eine Rekonstruktion des verengten Teils der Harnröhre durchgeführt werden, um das Harnröhrenlumen zu vergrößern. Eine solche Behandlung der Harnröhrenenge beinhaltet eine Urethroplastik, bei der ein Transplantat entnommen wird    (z. B. aus der Mundschleimhaut). So wird nach der Behandlung der verengte Teil der Harnröhre dauerhaft erweitert.

  • Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt. Sie dauert in der Regel von 2 bis 4 Stunden, abhängig von der Schwere des Narbengewebes
  • Die meisten Patienten bleiben nach der Operation für 3 bis 4 Tage im Klinikum
  • Um den verengten Teil der Harnröhre zu vergrößern, der den normalen Urinfluss verhindert,  wird das Schleimhautgewebe aus dem Inneren der Wangen des Patienten häufig als  Transplantat verwendet
  • Eine Führungshilfe, um die ein neuer Teil der Harnröhre aus dem Transplantat gebildet wird, ist ein Blasenkatheter, der 14 bis 20 Tage nach der Operation in der Harnröhre verbleibt, damit das Transplantat anheilen kann
  • Während dieser Zeit wird der Patient über den Bauchdeckenkatheter die Blase entleeren
  • Die Fäden lösen sich auf und müssen nicht entfernt werden
  • Die Entnahmestelle im Mundschleimhautbereich wird während der Operation vernäht und ist in der Regel nicht schmerzhaft

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Unsere Auszeichnungen

Uroonkologisches Zentrum

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Evangelische Klinikum Bethel als Uroonkologisches Zentrum zertifiziert. Es beinhaltet das Prostatakrebszentrum, das Nierenkrebszentrum sowie das Harnblasenkrebszentrum. 

https://www.krebsgesellschaft.de/ _blank - "weitere Informationen zur Deutschen Krebsgesellschaft"

Mitglied im Tumorzentrum Bielefeld im EvKB

Unsere Klinik ist Mitglied im fachübergreifenden Tumorzentrum Bielefeld am Evangelischen Klinikum Bethel.

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DIN EN ISO 9001:2015

Zertifiziert nach aktueller Zertifizierungsvorgabe DIN EN ISO 9001:2015

https://www.wieso-cert.de/

FOCUS

Im größten Krankenhausvergleich des FOCUS zählt das Evangelische Klinikum Bethel 2022 erneut zu den besten Krankenhäusern bundesweit und belegt Platz 12 der besten Kliniken in Nordrhein-Westfalen. Außerdem wurden 10 medizinische Schwerpunkte mit dem begehrten FOCUS-Siegel als nationale Fachklinik ausgezeichnet.

Aktion Saubere Hände Gold

Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2022 und 2023 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/ _blank

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

Das Evangelische Klinikum Bethel ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit, um unseren Patienten eine größtmögliche Sicherheit bei ihrer Behandlung zukommen zu lassen.

http://www.aps-ev.de/