Kinderhospiztag 2026 „Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen“

Wenn ein Kind lebensverkürzend erkrankt, gerät das Leben der ganzen Familie aus dem Gleichgewicht. Zum bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar machten der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst des Hospiz e.V., Bethel, das Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) für Kinder und Jugendliche sowie das Kinderzentrum Bethel auf Unterstützungsangebote aufmerksam, die Familien in dieser Ausnahmesituation begleiten und entlasten.

Das grüne Band als Zeichen der Solidarität: Tanja Gresing, Teamleitung Pflege und Stefan Schwalfenberg, Leitender Arzt Kinderpalliativteam „Der Weg nach Hause“, René Meistrell, Mareike Müller, Tanja Kirchner, Klinische Ethik, zuständig für Hospizkoordination im EvKB, Univ.-Prof. Dr. Eckard Hamelmann (v.l.n.r.).
Das grüne Band als Zeichen der Solidarität: Tanja Gresing, Teamleitung Pflege und Stefan Schwalfenberg, Leitender Arzt Kinderpalliativteam „Der Weg nach Hause“, René Meistrell, Mareike Müller, Tanja Kirchner, Klinische Ethik, zuständig für Hospizkoordination im EvKB, Univ.-Prof. Dr. Eckard Hamelmann (v.l.n.r.).
Das grüne Band als Zeichen der Solidarität: Tanja Gresing, Teamleitung Pflege und Stefan Schwalfenberg, Leitender Arzt Kinderpalliativteam „Der Weg nach Hause“, René Meistrell, Mareike Müller, Tanja Kirchner, Klinische Ethik, zuständig für Hospizkoordination im EvKB, Univ.-Prof. Dr. Eckard Hamelmann (v.l.n.r.).
Kinderhospiztag 2026
Das grüne Band als Zeichen der Solidarität: Tanja Gresing, Teamleitung Pflege und Stefan Schwalfenberg, Leitender Arzt Kinderpalliativteam „Der Weg nach Hause“, René Meistrell, Mareike Müller, Tanja Kirchner, Klinische Ethik, zuständig für Hospizkoordination im EvKB, Univ.-Prof. Dr. Eckard Hamelmann (v.l.n.r.).

„Der Alltag von Familien, in denen Kinder oder Jugendliche an einer lebensverkürzenden Erkrankung leiden, ist geprägt von intensiver medizinischer Versorgung, organisatorischen Herausforderungen und der ständigen Unsicherheit über die Zukunft“, erklärt René Meistrell. Als Leiter des Kinder- und Jugendhospizes Bethel und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) weiß er Situation der Familien gut einzuschätzen. Kinderhospizarbeit biete dabei weit mehr als Begleitung am Lebensende. „Sie beginnt oft früh, manchmal unmittelbar nach einer Diagnose, und reicht über Jahre hinweg. Sie richtet sich an die erkrankten Kinder ebenso wie an Eltern und Geschwister. Gespräche, Dasein, Aushalten, Mitgehen – all das hilft Familien, ihren Alltag zwischen Hoffnung, Angst und Verantwortung zu bewältigen“, so Meistrell. 

In den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gibt es dafür als stationäres Angebot das Kinder- und Jugendhospiz. Für eine ambulante Versorgung suchen die Teams der SAPV betroffene Familien zu Hause auf. Zusätzlich besteht mit dem Verein Hospiz e.V., Bethel jetzt eine enge Zusammenarbeit für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst. Damit konnte die Kinderhospizarbeit in Bethel um ein neues und ganz besonderes Angebot erweitert werden, das viele Eltern als große Entlastung erleben: Mit Mareike Müller kommt eine feste Hospizkoordinatorin des Vereins für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst direkt ins Kinderzentrum Bethel. Sie fungiert vor Ort als vertraute Ansprechpartnerin, wenn ein akuter Klinikaufenthalt notwendig ist: Mareike Müller nimmt sich Zeit für Gespräche, ist regelmäßig in der Klinik präsent und darüber hinaus jederzeit erreichbar. „Die Begleitung ist geprägt von sehr intensiven Begegnungen, sie findet überwiegend in der Klinik statt und kann auf Wunsch auch nach der Entlassung zu Hause fortgeführt werden“, erklärt die Koordinatorin. Unterstützt wird sie von aktuell rund zwölf speziell geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für Einsätze im Kinderzentrum zur Verfügung stehen.

„Wir sehen, dass die betroffenen Familien von diesem Angebot enorm profitieren“, sagt Univ.-Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Ärztlicher Direktor des Kindezentrums Bethel. Für viele Eltern ist die Kinderhospizarbeit ein stiller, verlässlicher Halt in einer Zeit, in der nichts mehr selbstverständlich ist. „Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen“, so Hamelmann.

Hospizarbeit

Das Sterben begleiten

Zu einem menschenwürdigen Sterben gehört, sich an seinem Lebensende nicht alleingelassen zu fühlen. Um Angehörige der Betroffenen bei der schweren Aufgabe zu unterstützen, einen Sterbenden zu begleiten, hat die Hospizarbeit einen festen Platz in unserem Krankenhaus.

Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden sowie deren Angehörigen

Sie umfasst die Begleitung und Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden aus allen Generationen: Erwachsenen im mittleren oder hohen Lebensalter, aber auch von Kindern und Jugendlichen. Angehörige, die in dieser Ausnahmesituation Unterstützung wünschen, können beraten und begleitet werden, auch innerhalb einer Nachbetreuung.

Kraft, ein Leben zu wandeln

Zu häufig unterschätzen wir die Kraft einer Berührung, eines Lächelns... einer freundlichen Umgebung, jemandes Gehör, eines ehrlichen Kompliments oder auch der geringsten Anteilnahme. Alles Dinge, die die Kraft haben, ein Leben zu wandeln. 

T. Adolph

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospiz e.V., Bethel wurden in Kursen intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet. Sie begleiten die Patienten und deren Angehörige, von denen eine Begleitung gewünscht wird, in den unterschiedlichen Kliniken des EvKB sowie in den Hospizen Haus Zuversicht und dem Kinder- und Jugendhospiz Bethel. Nach Absprache und Möglichkeit sind die ehrenamtlichen Hospizbegleiter regelmäßig für Sie da.

Ansprechperson

Dennis Kuchenbecker

Hospizkoordinator


Tel: 0521 772-77820

Tel: 0521 772-77820

dennis.kuchenbecker@hospiz-ev-bethel.de

Hospiz e.V. – Ambulanter Hospizdienst

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Klinische Ethik

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Haus Zuversicht

Das stationäre Hospiz in Bethel

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Kinder- und Jugendhospiz Bethel

Das Leben behüten

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Unsere Auszeichnungen

Stern

Das Wochenmagazin “stern” zeichnet das EvKB als eines der besten 100 Krankenhäuser Deutschlands aus. Das EvKB belegt in der Liste die Spitzenposition in der Region OWL.

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Auszeichnung Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundeheitswesen als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

https://www.selbsthilfefreundlichkeit.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktion Saubere Hände Gold

Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2024 und 2025 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/

Zertifikat Kununu Top Company 2025

Das Evangelische Klinikum Bethel und das Krankenhaus Mara wurden von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu mit dem Top Company Siegel ausgezeichnet. Nur ca. 5 Prozent der Unternehmen in Deutschland erhalten das Siegel, das auf unabhängigen Bewertungen von Mitarbeitenden basiert.

Ausgezeichnet Familienfreundlich

Die Stadt Bielefeld und das Lokale Bündnis für Familien haben dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Krankenhaus Mara das Prädikat “Ausgezeichnet Familienfreundlich" verliehen. Die Auszeichnung stellt eine besondere Wertschätzung für Unternehmen dar, die ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und sich für eine familienfreundliche Personalpolitik stark machen.