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Ein Zeichen der Wärme und Verbundenheit für junge Patienten
Mit einer besonderen Spende hat die Aktion #kraftsocken junge Patientinnen und Patienten mit ME/CFS oder Long COVID im Kinderzentrum Bethel erreicht: handgestrickte blaue Socken als stilles, aber kraftvolles Zeichen der Unterstützung und Solidarität. Für viele der jungen Betroffenen, die mit einer schweren Erkrankung mit unklarer Prognose leben, bedeutet diese Geste weit mehr als nur wärmende Kleidung.
Kraftvolles Zeichen: Katja Stern übergibt die Socken an Dr. Jeremy Schmidt; Foto: Manuel Bünemann
„Unsere Patientinnen und Patienten freuen sich sehr über diese Aufmerksamkeit und dass ihre Erkrankung mehr und mehr in der Versorgung und in der Gesellschaft wahrgenommen wird“, freut sich Dr. Jeremy Schmidt, Arzt in der Hochschulambulanz für Postakute Infektionssyndrome (PAIS), Post-/Long-COVID und ME/CFS. „Damit erreichen wir unser Ziel“, zeigt sich Initiatorin Katja Stern zufrieden. „Wir möchten einerseits den Betroffenen selbst ein Zeichen der Wärme und Hoffnung senden, aber auch die Öffentlichkeit für die noch wenig erforschten Krankheitsbilder sensibilisieren.“
Kalte Füße, gegen die die blauen Socken vortrefflich helfen, sind eher ein im Hintergrund stehendes Symptom, über das viele Betroffene berichten. Sie leiden nach einer Infektion z.B. mit dem Corona- oder dem Epstein-Barr-Virus unter anderem an krankhafter Erschöpfung, massiven Konzentrations- und Gedächtnisproblemen, Kreislaufbeschwerden, chronischen Schmerzen und psychischen Belastungen und sind damit massiv in ihrem Alltag eingeschränkt. Die Hochschulambulanz am EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – ist eine von nur wenigen spezialisierten Einrichtungen für die Diagnostik und Behandlung dieser Erkrankungen und gehört zu den größten ihrer Art bundesweit.
Entstanden ist die Aktion #kraftsocken aus persönlicher Betroffenheit. Einige der engagierten Strickerinnen leben selbst – direkt oder indirekt – mit ME/CFS. Andere wurden durch die Initiative erstmals auf das Krankheitsbild aufmerksam und haben begonnen, sich intensiv zu informieren. So ist aus Wolle und Nadeln eine Gemeinschaft gewachsen, die hinschaut, zuhört und Mut machen möchte. Mehr als 300 Paar Socken wurden bislang gestrickt, rund 250 davon bereits verteilt. Jede einzelne Socke steht dabei für Zeit, Zuwendung und den Wunsch, Betroffenen zu zeigen: Ihr seid nicht allein. Abnehmerinnen sind kleine Selbsthilfegruppen ebenso wie größere Organisationen.
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Hochschulambulanz für Postakute Infektionssyndrome (PAIS), Post-/Long-COVID und ME/CFS
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin
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