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Geschichten als Geste für Patienten im Kinderzentrum Bethel
Geschichten können Mut machen, trösten und für einen Moment den Klinikalltag vergessen lassen. Diese Erfahrung haben jetzt Patientinnen und Patienten des Kinderzentrums im EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – gemacht, dank eines besonderen Projekts von 22 Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Halle.
Svenja (2.v.l.) mit ihrer Mutter Stefanie (l.) bekommt die liebevoll gestalteten Geschenktüten übergeben von Milena (Mitte), Marie und Emilia sowie den Lehrerinnen Andrea Janßen-Müller und Katharina Klement-Lempelius.
In ihrer Projektwoche haben Jugendliche der Jahrgänge 8 bis Q1 insgesamt 13 Kinderbücher eingelesen, vertont und als Hörbücher produziert, von „Connie“ über „Grimm und Möhrchen“ bis zu den „Vampiren von nebenan“ und „Räuber Donnerpups“. Die fertigen Hörbücher wurden jetzt in liebevoll gepackten Taschen übergeben – jeweils mit dem gedruckten Buch, einem QR-Code zum Download der Hörfassung sowie kleinen Mutmachern. Die Hörbücher sollen im Klinikalltag eingesetzt werden und den jungen Patientinnen und Patienten während ihres Aufenthalts zur Verfügung stehen.
„Man merkt wie viel Engagement und Ausdauer die Jugendlichen in dieses Projekt gesteckt haben“, sagt Ergotherapeut Rodrigo Barros, „und wie viel Freude die Hörbücher und wie viel Lebenskraft und Mut diese Geste unseren Patienten geben.“
Die Idee dahinter war bewusst einfach: den erkrankten Kindern etwas zu schenken, das ihnen guttut und zugleich unbedenklich ist. „Irgendwann war klar: Wir können Geschichten schenken“, erklärt Lehrerin Katharina Klement-Lempelius. Über mehrere Tage verwandelten sich Klassenräume in kleine Tonstudios, in denen mit viel Kreativität gelesen, ausprobiert und vertont wurde. Unterstützt wurde das Projekt von regionalen Buchhandlungen in Halle und Steinhagen, die passende Kinderbücher für verschiedene Altersgruppen spendeten.
Für die Schülerinnen und Schüler stand dabei nicht die Note im Vordergrund, sondern der Gedanke, etwas Sinnvolles für andere zu tun. Eine Fortsetzung des Projekts ist bereits im Gespräch. Denn: Geschichten haben eine besondere Kraft.
Patientin Svenja (l.) hört direkt in die erste Geschichte, die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Halle geschenkt haben.
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin
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