menschlich. führend. kompetent.
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Bei Notfällen, operativen Eingriffen, auf der Intensivstation und bei anhaltenden Schmerzen: Bei uns begeben Sie sich in die Hände von Spezialisten. Wir versorgen Sie sicher und auf höchstem Niveau.

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Wenn Schmerzen chronisch werden

In der August-Ausgabe der Reihe „Klinikforum online“ des EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – stand das Thema „Wenn Schmerzen chronisch werden – Was kann Schmerzmedizin heute leisten?“ im Mittelpunkt. Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte, Leiter der Abteilung Schmerzmedizin an der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin, und Daniela Trawny, Oberärztin in derselben Abteilung, sprachen über die Bedeutung von chronischen Schmerzen und mögliche Therapien.

Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte erklärt, dass chronische Schmerzen in der Medizin ein relativ neues Feld seien. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sei chronischer Schmerz anerkannt und von akutem Schmerz abgegrenzt worden. Der akute Schmerz ist unmittelbar spürbar und entsteht beispielsweise bei einer Verletzung oder im Anschluss an eine Operation. Mit Schmerzmitteln sei er meistens gut zu bekämpfen.

 

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Fragebogen soll erste Einblicke geben 

Fachärztin Daniela Trawny erklärt, wie Patientinnen und Patienten den Weg zu den Spezialisten finden. „Wenn Ihr Hausarzt den Verdacht hat, dass Sie eine chronische Schmerzstörung haben, kann er Ihnen empfehlen, sich direkt an uns zu wenden, oder schlägt Sie uns als Patient vor. Wir nehmen in diesem Fall Kontakt auf“, erklärt sie. Mittels eines speziellen Fragebogens geht es dann im ersten Schritt darum, die verschiedenen Aspekte des Schmerzes herauszufinden. Gefragt wird beispielsweise nach der Stärke des Schmerzes, seit wann er besteht oder welche Auswirkungen er auf den Alltag hat. Gemeinsam mit dem Fragebogen sollen Betroffene vorhandene Untersuchungsbefunde an die Experten in der Schmerzklinik schicken, sodass sie sich ein Bild machen und Überlegungen für die geeignete Therapie anstellen können. In einem Vorgespräch wird dann noch deutlicher, ob eine stationäre Aufnahme erfolgen sollte oder eine ambulante Therapieform besser geeignet wäre. Hierbei sei es üblich, dass man in der Regel in jedem Quartal einen Termin beim Facharzt hat. 

Verschiedene Anwendungen während Therapie

Daniela Trawny ergänzt noch einmal konkreter, wie die multimodale Therapie bei einer stationären Aufnahme abläuft. Der Schwerpunkt sei die Bewegungstherapie. Physiotherapie und Ergotherapie beispielsweise verfolgten das Ziel, Bewegungsabläufe zu verbessern. Darüber hinaus können die Patientinnen und Patienten an Geräten selbstständig trainieren. Auch Bewegungsformen wie Qigong werden regelmäßig angeboten. Neben den Maßnahmen zur Bewegungsförderung spielen Gespräche mit Psychologinnen und Psychologen eine wichtige Rolle, um herauszufinden, was den Schmerz auf psychosozialer Ebene beeinflussen kann und wie man Änderungen herbeiführen könnte. Ein genauer Blick auf die bereits vorhandenen Medikamente und ihre Notwendigkeit sowie Verfahren wie die  TENS-Therapie (transkutane elektrische Nervenstimulation) oder Aromatherapie ergänzen die vielfältigen Maßnahmen, sagt Daniela Trawny. 

Im Anschluss an die Ausführungen beantworten sie und Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte Fragen. Darunter beispielsweise, ob es nicht-medikamentöse Möglichkeiten zur Behandlung gibt, ob es überhaupt möglich ist, chronische Schmerzen ganz loszuwerden oder wie hoch das Risiko einer Gewöhnung von Opioiden ist. Den Stream gibt es auf Youtube und Instagram unter @evkbethel.

Hinweise auf Chronifizierung 

Im Gegensatz dazu beeinträchtige der chronische Schmerz dauerhaft die eigene Lebensführung. „Betroffene kommen oft in eine Situation, in der sie nicht mehr wissen, wie sie damit umgehen sollen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte. Auch sei für Patientinnen und Patienten oft schwer zu verstehen, warum gerade sie das betreffe. 

Er erklärt, dass es Anzeichen gebe, die auf eine Entwicklung einer Chronifizierung von Schmerzen hindeuten. Ein Indiz könnte sein, dass Betroffene beispielsweise im Alltag katastrophisieren, das heißt im Zusammenhang mit den Schmerzen ist ihr Denken von vernichtend negativen Gedanken  bestimmt. Auch anhaltende Probleme am Arbeitsplatz, die als aussichtslos erscheinen, nennt Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte als Beispiel. 

Ursachen nicht nur körperlich

Als Ursache von chronischen Schmerzen nennt  Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte zum einen körperliche Gründe, so genannte strukturelle Defekte. „Häufig sind es aber funktionelle Beschwerden. Dann funktioniert das Zusammenspiel aus Knochen, Muskeln und Nerven nicht mehr richtig.“ Allein einen strukturellen Defekt „reparieren“ zu wollen, reiche dann nicht mehr aus. Dann benötige man eine komplexere Therapie. 

Bei der so genannten interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie im EvKB arbeiten Therapeuten verschiedener Fachrichtungen im Team zusammen, um die individuellen Schmerzprobleme der Patientinnen und Patienten herauszuarbeiten und zu behandeln. Ein wichtiger Faktor dabei seien auch psychosoziale Aspekte. „Alles, was einen seelisch belastet, kann eine Rolle spielen. Das kann im negativen Fall den Schmerz verstärken“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Wilfried Witte. Wichtig sei, dass Betroffene mithilfe der Therapeutinnen und Therapeuten auch selbst erkennen, an welchen Stellschrauben sie drehen können. 

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Pressekontakt

Sandra Gruß

Leitung Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77060

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sandra.gruss@evkb.de

Manuel Bünemann

Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77063

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manuel.buenemann@evkb.de

Unsere Auszeichnungen

Stern

Das Wochenmagazin “stern” zeichnet das EvKB als eines der besten 100 Krankenhäuser Deutschlands aus. Das EvKB belegt in der Liste die Spitzenposition in der Region OWL.

Mehr erfahren

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

Das Evangelische Klinikum Bethel ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit, um unseren Patienten eine größtmögliche Sicherheit bei ihrer Behandlung zukommen zu lassen.

http://www.aps-ev.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktion Saubere Hände Gold

Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2024 und 2025 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/

Verstetigung Hygiene

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde mit dem Siegel "Qualität und Transparenz" durch die Interreg Deutschland Nederland ausgezeichnet.

https://www.deutschland-nederland.eu/

Zertifikat Kununu Top Company

Das Evangelische Klinikum Bethel und das Krankenhaus Mara wurden von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu mit dem Top Company Siegel ausgezeichnet. Nur ca. 5 Prozent der Unternehmen in Deutschland erhalten das Siegel, das auf unabhängigen Bewertungen von Mitarbeitenden basiert.

Ausgezeichnet Familienfreundlich

Die Stadt Bielefeld und das Lokale Bündnis für Familien haben dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Krankenhaus Mara das Prädikat “Ausgezeichnet Familienfreundlich" verliehen. Die Auszeichnung stellt eine besondere Wertschätzung für Unternehmen dar, die ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und sich für eine familienfreundliche Personalpolitik stark machen.

Zertifiziert

Unsere Intensivmedizin wurde zertifiziert durch AI-Zert.

Mitglied im ECMO-Netzwerk

Das ECMO Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Pflegekräften und Kardiotechnikern mit der Herzensangelegenheit rund um die ECMO.

Das Hauptziel ist der gemeinsame Austausch, die Weiterentwicklung unserer persönlichen Expertise und die Steigerung der Qualität in der Versorgung von Patienten mit extrakorporalen Verfahren.

https://www.ecmo-netzwerk.de/

Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001

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