Leben auf den Kopf gestellt
Eine Krebsdiagnose stellt das Leben oft auf den Kopf. Sorgen, Ängste, Trauer – es entsteht ein wahres Gefühlschaos. „Das ist völlig normal“, sagen Anja-Laura Piechowski und Paula Scheibe unisono. Sie bieten mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen Gespräche für alle Patientinnen und Patienten an, die stationär oder ambulant im Onkologischen Zentrum des EvKB behandelt werden.
Wie man in Kontakt kommt
„Ob psychotherapeutische Einzel-, Paar- oder Familiengespräche: Wir stehen bei Diagnose und Behandlung begleitend zur Seite“, sagt Anja-Laura Piechowski, Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung. Es gebe verschiedene Wege, um in Kontakt zu kommen: Patientinnen und Patienten, die stationär behandelt werden, erhalten von den Pflegekräften einen Fragebogen zur persönlichen psychischen Verfassung. Hier könne man einen Gesprächswunsch bejahen oder verneinen. Außerdem könne man auch Pflegenden oder Ärztinnen und Ärzten mitteilen, dass man mit einer Psychoonkologin oder einem Psychoonkologen sprechen möchte. „Der Auftrag wird dann an uns weitergegeben und wir treten in Kontakt“, sagt Anja-Laura Piechowski. Auch ambulant behandelte Patientinnen und Patienten können das Angebot nutzen und telefonisch einen Termin vereinbaren.
Die Kontaktdaten sind auf der Seite des Psychoonkologischen Dienstes unter evkb.de/psychoonkologie zu finden. Die Gespräche finden im Johannesstift oder im Haus Gilead I statt. Auch im Patientenzimmer am Bett oder in den Büros des Psychoonkologischen Dienstes ist ein Austausch möglich. Immer gilt: Es ist alles freiwillig und individuell.