„Mein Tag startet im Moment oft um fünf Uhr mit einer Laufrunde“, erzählt Anton Gladkov. Wenn er früh morgens die Laufschuhe schnürt, läuft er zwischen zehn und zwanzig Kilometer. Dabei hat er sein großes Ziel immer vor Augen: den Spendenlauf für das Kinderzentrum Bethel.
Am Samstag, 5. September, um 8 Uhr fällt am Kinderzentrum Bethel am Grenzweg 10 in Bethel der Startschuss. Gladkov absolviert dort einen sogenannten Backyard Ultra. Das Prinzip: Jede Stunde startet eine neue Runde über 6,706 Kilometer. Er läuft so lange weiter, bis er eine Runde nicht mehr innerhalb der vorgegebenen Stunde schafft. Sein persönliches Minimalziel sind zehn Runden – und damit rund 67 Kilometer.
Je länger er durchhält, desto größer soll auch die Spendensumme werden. Gladkov hat bereits zahlreiche Sponsoren gewonnen, die seine Laufleistung finanziell honorieren und damit das Kinderzentrum Bethel unterstützen.
Univ.-Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Ärztlicher Direktor des Kinderzentrums Bethel freut sich sehr über das Engagement: „Anton Gladkov ist ein echter Mutmacher für unsere jungen Patientinnen und Patienten. Ich hoffe, dass ganz viele Menschen zum Start ans Kinderzentrum kommen und ihn anfeuern – oder sogar die erste Runde gemeinsam mit ihm laufen. So ein Einsatz muss einfach belohnt werden.“
Für sein Ziel gibt Gladkov alles. Der langjährige Fußballer beim SC Bünde und heutige Vertriebsmitarbeiter drehte schon früher regelmäßig seine Joggingrunden. Sport habe sein Leben immer begleitet. Seit einigen Monaten hat er sich nun ganz dem Laufen verschrieben. Mit dem Spendenlauf steht sein erstes großes „Lauf-Projekt“ an – und gleich eines mit besonderer emotionaler Bedeutung.
„Ich hatte mich gefragt, warum ich mein Hobby nicht mit etwas Gutem verbinden sollte“, sagt er. Als Vater einer Tochter und eines bald zweiten Kindes liegt ihm das Wohl der Jüngsten besonders am Herzen. Bereits früh im Leben müssten manche Kinder Rückschläge verkraften und seien auf medizinische Hilfe angewiesen. „Kinder bekommen leider nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.“
Mit seinem Spendenlauf möchte Gladkov darauf aufmerksam machen – und zugleich den Kindern und Jugendlichen Selbstvertrauen vermitteln. „Ich bin mir sicher: Wenn man an etwas glaubt und dafür kämpft, wird man am Ende auch belohnt“, sagt er.