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Tag der gesunden Ernährung am 7. März – Lebergesunde Ernährung: „Die Fettleber gehört zu den Volkskrankheiten“

Man ist, was man isst, besagt ein Sprichwort. Prof. Dr. med. Martin Krüger aus dem EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – erklärt, warum es im Fall der Fettleber wörtlich zu nehmen ist, wie man ihr mit einem gesunden Lebensstil vorbeugen und sie sogar heilen kann und wie er eine lebergesunde Ernährung in seinen Alltag integriert.

Prof. Dr. med. Martin Krüger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im EvKB
Er weiß, was der Leber „schmeckt“: Prof. Dr. med. Martin Krüger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im EvKB, erklärt, was lebergesunde Ernährung bedeutet. Foto: Mario Haase
Prof. Dr. med. Martin Krüger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im EvKB
Prof. Dr. med. Martin Krüger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im EvKB
Er weiß, was der Leber „schmeckt“: Prof. Dr. med. Martin Krüger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im EvKB, erklärt, was lebergesunde Ernährung bedeutet. Foto: Mario Haase

Die Leber ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan und übernimmt für uns eine Vielzahl lebenswichtiger Aufgaben wie den Abbau von Giftstoffen. Und sie ist oftmals Spiegel unserer Gewohnheiten. „Rund 25 bis 30 Prozent der Erwachsenen sind von einer Fettleber betroffen, damit gehört sie zu den Volkskrankheiten“, erklärt Prof. Dr. med. Martin Krüger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB). 

Bei Übergewichtigen liege der Anteil sogar bei 70 und bei Typ-2-Diabetikern bei bis zu 90 Prozent. „Die Fettleber gehört zu den Lebensstil-assoziierten Erkrankungen.“ Die Hauptursache der so genannten metabolisch-bedingten steatotischen Lebererkrankung, die sich von der alkoholischen Fettleber unterscheide, sei ein Energieüberschuss. „Eine Fettleber entsteht, wenn wir zu viel essen und uns zu wenig bewegen.“

Lebensbedrohliche Erkrankung

Die Erkrankung, bei der sich vermehrt Fett im Lebergewebe einlagert, bleibe oft lange unbemerkt, da sie zunächst keine Beschwerden verursache. „Die Leber leidet still.“ Sie kann jedoch zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung werden, denn bei 20 bis 30 Prozent der Betroffenen entwickele sich eine Entzündung. Dadurch können Leberzellen absterben und durch funktionsloses Bindegewebe ersetzt werden. „In der Folge kann sich eine irreversible Leberzirrhose entwickeln, die zu Leberversagen führen kann, sowie zu Leberkrebs.“ Mit der Erkrankung sei zudem ein zwei- bis dreifach erhöhtes Sterberisiko sowie ein erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen und für Typ-2-Diabetes verbunden. 

Symptome und Diagnostik

Zu den Symptomen gehören ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. „Die Erkrankung fällt oft erst auf, wenn die Leberwerte bei Routine-Laborkontrollen erhöht sind.“ Dann sei eine Ultraschall-Untersuchung zur Abklärung sinnvoll. Bei einem Großteil der Patienten bewegten sich die Leberwerte jedoch im normalen Bereich, obwohl bereits eine Leberverfettung bestehe. Entsprechend wichtig seien die Prävention und eine tiefergehende Diagnostik im Verdachtsfall. Die Wahrscheinlichkeit einer Fettleber könne durch einen so genannten Fettleberindex berechnet werden. „Er ergibt sich aus Laborwerten, dem Body-Mass-Index und dem Bauchumfang.“

Heilung durch Lebensstiländerung möglich

Lange Zeit standen für die Therapie der Fettleber keine spezifischen Medikamente zur Verfügung. Inzwischen wurde mit Resmetirom (Rezdiffra®) der erste Wirkstoff für fortgeschrittene Stadien mit Umbau (Fibrose) in der EU zugelassen. Für frühe Stadien der Fettleber ohne Fibrose steht weiterhin keine medikamentöse Therapie zur Verfügung, sodass die Lebensstiländerung die Basis der Behandlung bleibt. Damit kann die Fettleber sogar geheilt werden, wenn noch kein fibrotischer Organumbau erfolgt ist. „Die Leber ist eines der regenerationsfähigsten Organe“, erklärt Prof. Martin Krüger. Neben regelmäßiger Bewegung und ausreichend Schlaf sei eine lebergesunde Ernährung der entscheidende Hebel. 

Mediterran mit Kaffee und Knoblauch

Studien haben belegt, dass eine mediterrane Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, hochwertigen Ölen, Hülsenfrüchten und Nüssen sowie einem moderaten Konsum von Fisch und Meeresfrüchten und wenig rotem Fleisch besonders leberfreundlich ist. „Wichtig ist auch, auf hoch verarbeitete Lebensmittel wie Fertiggerichte zu verzichten.“ Eine entscheidende Rolle spielten auch ausreichend Balllaststoffe. „Sie können den Stoffwechsel positiv beeinflussen und Entzündungen reduzieren.“ Auch Kaffee ab drei Tassen täglich und Knoblauch wirkten positiv auf die Leber. 

Aufs Timing kommt's an

Auch der Zeitpunkt des Essens spiele eine wichtige Rolle. Laut Forschungsergebnissen ist ein gutes Frühstück besonders wichtig für den Stoffwechsel, spätes Abendessen solle hingegen vermieden werden. Ebenso könne Intervallfasten positive Effekte haben. Doch bei allen Tipps gilt: „Ein genauer Ernährungsplan sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden“, empfiehlt Prof. Martin Krüger. Er rät auch ausdrücklich von zum Beispiel im Internet erhältlichen Leberkuren ab.

Aus Professor Krügers Küche

Er persönlich achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Rohkost und wenig Fleisch. Im Klinikalltag esse er gern Müsli und beim Hunger zwischendurch greife er auf Nüsse zurück. „Wann immer möglich, vermeide ich Zucker“, sagt er. Als Vater von drei Söhnen ist ihm zudem die Vorbildfunktion der Eltern wichtig. Denn bereits ein Drittel der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen weise eine Fettleber auf. „Es ist von großer Bedeutung, Kindern ein Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil zu vermitteln.“ Das bedeute keinesfalls einen Verzicht auf Genuss. „Bei uns zu Hause landet schon mal ein knusprig angebratenes Hähnchen auf dem Tisch - saftig, ohne viel Fett, dazu ein frischer Salat mit gerösteten Pinienkernen. Lecker und leberfreundlich."

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Pressekontakt

Sandra Gruß

Leitung Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77060

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sandra.gruss@evkb.de

Manuel Bünemann

Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77063

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manuel.buenemann@evkb.de

Unsere Auszeichnungen

Stern

Das Wochenmagazin “stern” zeichnet das EvKB als eines der besten 100 Krankenhäuser Deutschlands aus. Das EvKB belegt in der Liste die Spitzenposition in der Region OWL.

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Auszeichnung Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundeheitswesen als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

https://www.selbsthilfefreundlichkeit.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktion Saubere Hände Gold

Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2024 und 2025 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/

Zertifikat Kununu Top Company 2025

Das Evangelische Klinikum Bethel und das Krankenhaus Mara wurden von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu mit dem Top Company Siegel ausgezeichnet. Nur ca. 5 Prozent der Unternehmen in Deutschland erhalten das Siegel, das auf unabhängigen Bewertungen von Mitarbeitenden basiert.

Ausgezeichnet Familienfreundlich

Die Stadt Bielefeld und das Lokale Bündnis für Familien haben dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Krankenhaus Mara das Prädikat “Ausgezeichnet Familienfreundlich" verliehen. Die Auszeichnung stellt eine besondere Wertschätzung für Unternehmen dar, die ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und sich für eine familienfreundliche Personalpolitik stark machen.