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Wenn Shoppen, Gaming oder Surfen zur Sucht werden– Frank Gauls veröffentlicht Fachbuch zu Verhaltenssüchten
Frank Gauls, Leiter der Ambulanten Suchthilfe am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld, hat ein neues Fachbuch zur Behandlung von Verhaltenssüchten veröffentlicht. Es ist die erste deutschsprachige Veröffentlichung, die den Personzentrierten Ansatz in den Mittelpunkt stellt und praxisnah die häufigsten aktuellen Verhaltenssüchte unserer Gesellschaft beschreibt, analysiert und Therapieformen aufzeigt.
Frank Gauls, Leiter der Ambulanten Suchthilfe am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld; Foto: Manuel Bünemann
Shoppen, Zocken oder Gamen – Verhaltenssüchte nehmen zu, und mit ihnen die Herausforderungen für Beratung und Therapie. Nur wenige Einrichtungen in Deutschland bieten die Behandlung dieses großen Störungsspektrums an, das von suchtartigem Surfen und Streamen über Glücksspielsucht, Kaufsucht, Sex- oder Pornosucht reicht. Frank Gauls leitet eine dieser Einrichtungen: die Ambulante Suchthilfe Bethel, die zur Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld gehört und somit Teil des Universitätsklinikums OWL der Universität Bielefeld ist. Aus der ganzen Bundesrepublik erreichen Gauls und sein Team Anfragen zur Behandlung dieser Störungsbilder.
„Verhaltenssüchte können bei Betroffenen zu erheblichen psychosozialen Problemen wie Verschuldung, soziale Isolation oder Arbeitslosigkeit führen“, erklärt Frank Gauls. Sein Buch „Personzentrierte Beratung und Therapie bei Verhaltenssüchten“ hat er mit dem Hintergrund seiner fast 40-jährigen Erfahrung in diesem Bereich verfasst. Es richtet sich an Fachkräfte aus Psychotherapie, Psychologie, (Sozial-)Pädagogik, Medizin und Seelsorge und bietet eine systematische Darstellung der häufigsten aktuellen Verhaltenssüchte. Es enthält zahlreiche Fallbeispiele und Dialoge, die die praktische Umsetzung der Behandlungsmethoden anschaulich verdeutlichen. Aus dem personzentrierten Verständnis werden konkrete, störungsspezifische Strategien für Beratung und Therapie abgeleitet, etwa durch ganz praktische Unterstützung im Alltag – wie beim Umgang mit Geld oder der Tagesstruktur. Gauls: „Ich möchte mit diesen Inhalten alle unterstützen, die Menschen mit Verhaltenssüchten fundiert und zugleich praxisnah begleiten möchten.“
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