menschlich. führend. kompetent.
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Die Lunge ist unser Umweltorgan. Mehr als 15.000 Liter Luft filtert sie täglich. Wir helfen effektiv bei Krankheiten von Lunge und Bronchien – damit Sie wieder aufatmen können.

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Thoraxchirurgie

Herzlich willkommen in unserer Klinik!

Ganz gleich welche Erkrankung im Einzelnen vorliegt: Betroffene wünschen sich eine moderne und optimale medizinische Versorgung mit kompetenten und einfühlsamen Ansprechpartnern. Das bieten wir Ihnen in unserer Klinik für Thoraxchirurgie. Hier sind wir auf die Behandlung von Erkrankungen der Lunge und der Brustkorborgane spezialisiert. Unser erfahrenes Team verliert vor, während und nach der Operation nie Ihre Sicherheit und Lebensqualität aus den Augen. Damit Sie wieder unbeschwert und frei durchatmen können.

Die Klinik ist Teil des ersten fachübergreifenden Lungenzentrums in Ostwestfalen-Lippe. Hier arbeiten Thoraxchirurgen bei der Diagnose und Behandlung Hand in Hand mit Pneumologen und Onkologen – immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Diese Kombination ermöglicht kurze Wege, eine Vielzahl modernster Behandlungsmethoden und eine optimale Behandlungsqualität.

Zwerchfellchirurgie

Das Zwerchfell ist die Hauptmuskulatur der Atmungsmechanik. Es kann seine Funktion durch eine Verletzung oder Erkrankung des Zwerchfellnervs verlieren. Man spricht dann von einer Zwerchfelllähmung oder Zwerchfellparese. Diese kann ohne erkennbare Erkrankung geschehen (idiopathische Zwerchfellparese). Durch die Lähmung des Zwerchfells kommt es zu einem Zwerchfellhochstand und somit zu einer Lungenkompression. Das bedeutet Lungenfunktionsverlust durch Platzmangel. Eine Konservative Behandlung für etablierten Zwerchfellhochstand ist in der Regel erfolglos. Bei vielen Patienten wird ein Zwerchfellhochstand chirurgisch korrigiert, weil er zu schwerer Atemnot und einem erhöhten Risiko für die Entstehung einer Lungenentzündung führen kann.

Behandlungsspektrum

Ursachen

Die Lähmung des Zwerchfells tritt häufig auf einer Seite, selten jedoch auch auf beiden Seiten auf, in den meisten Fällen durch idiopathische (nicht erkennbare) Lähmung des Zwerchfellnervs. Der Zwerchfellmuskel wird rechts und links von je einem Zwerchfellnerv versorgt, welcher auf Höhe des 3. bis 5. Halswirbels dem Rückenmark entspringt. Von dort verläuft er zunächst entlang eines Halsmuskels, tritt dann durch die obere Brustkorböffnung in den Brustkorb ein und verläuft hier weiter entlang des Herzbeutels bis zum Zwerchfell. In seltenen Fällen kann der Nerv durch eine Verletzung, eine Entzündung oder einen Tumor beschädigt werden, so wird die Nervenleitung und somit die Zwerchfellfunktion beeinträchtigt. Aufgrund des langen Verlaufs des Nervens und der engen Lagebeziehung beispielsweise zu Wirbelsäule, Lymphknoten, Körperhauptschlagader, Thymus, Herzbeutel und Lunge gibt es viele mögliche Ursachen für eine Schädigung des Zwerchfellnervs. Meist beruht die Schädigung jedoch entweder auf einer Verletzung des Nervs im Rahmen einer Operation an Herz oder Thymus, oder einer nicht erkennbaren (idiopathischen) Ursache. Es wird vermutet, dass in letzterem Falle häufig eine Virusinfektion die Schädigung des Zwerchfellnervs verursacht. Eine Schädigung des Zwerchfellmuskels hingegen ist selten die Ursache für eine einseitige Zwerchfelllähmung.

Diagnose

Bei einseitiger Zwerchfelllähmung steht das betroffene Zwerchfell höher als auf der gesunden Seite. Dieser sogenannte Zwerchfellhochstand lässt sich in einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs nachweisen. Das Röntgenbild zeigt einen Zwerchfellhochstand. Die Atemmessungen in Ruhe (Spirometrie) helfen, das Ausmaß der Beeinträchtigung zu quantifizieren. Hierbei wird insbesondere darauf geschaut, wieviel Luftvolumen der Patient einatmen kann (inspiratorische Vitalkapazität) und zwar einmal im Sitzen und einmal im Liegen gemessen. Patienten mit einseitiger Zwerchfelllähmung haben eine verminderte Vitalkapazität, welche sich im Liegen noch einmal deutlich reduziert.

Mit einer Ultraschalluntersuchung des Zwerchfells kann neben der Beurteilung der Zwerchfellbewegung auch die Differenz der Zwerchfelldicke bei Einatmung und Ausatmung ermittelt werden und somit eine vorhandene Funktion des Zwerchfells (Zusammenziehen des Muskels bei Einatmung mit konsekutiver Muskelverdickung) bewiesen oder widerlegt werden. Bei nicht eindeutig zu klärender Ursache des Zwerchfellhochstands empfehlen wir zum Ausschluss eines krankhaften Geschehens am Hals oder im Brustkorb die ergänzende Durchführung einer Computertomografie oder einer Kernspintomografie (Magenetresonanztomographie, MRT). Technisch anspruchsvolle, neurologische Untersuchungen (Neurographie, Elektromyographie) sind nur in seltenen Fällen erforderlich.

Behandlung

Eine einseitige Zwerchfelllähmung muss nur behandelt werden, wenn der betroffene Patient Atemnot verspürt. Die Therapie der einseitigen Zwerchfelllähmung besteht in einer sogenannten Zwerchfellraffung. Hierbei wird das gelähmte Zwerchfell mit kräftigen Nähten derart gerafft, dass es sich bei der Einatmung nicht mehr in den Brustkorb heben kann. Dadurch kann die Atemarbeit der restlichen Atemmuskulatur wieder besser wirken und es strömt beim Einatmen wieder mehr Luft in die Lunge der betroffenen Seite. Eine Entfernung des Zwerchfells (Zwerchfellresektion) ist nicht notwendig. Eine Zwerchfellraffung führt nachweislich zu einer signifikanten und anhaltenden Verbesserung der Lungenfunktion mit deutlichem Rückgang der Atemnot. Dieser Effekt ist auch nach Jahren noch nachweisbar.

Bei einer Zwerchfellhernie werden durch eine Schwachstelle oder Lücke im Zwerchfell Bauchorgane in die Brusthöhle verlagert. Man unterscheidet traumatische von nicht traumatischen und angeborene von erworbenen Zwerchfellhernien. Klinisch am häufigsten sind Hiatushernien, bei denen sich Teile des Magens durch den Hiatus oesophageus in den Thorax verlagern können. Die Symptome sind abhängig von der Größe des Defekts und reichen von Symptomfreiheit über Reflux, Erbrechen, retrosternale Schmerzen bis zur Ileussymptomatik. Bei Verlagerung großer Teile der intraabdominellen Organe ist eine gestörte Atemfunktion bis hin zur Ateminsuffizienz möglich. Der Defekt wird je nach Klinik operativ mittels Naht, Netzeinlage oder Fundoplicatio versorgt.

Angeborene Hernien

Ursache: Störung der embryonalen Entwicklung des Zwerchfells

  • Zwerchfelldefekt: Kein Bruchsack
  • Zwerchfellhernie: Mit peritonealem Bruchsack

Formen

  • Hernia diaphragmatica lumbocostalis: Bochdalek-Hernie (häufigste Form) 
    • In den meisten Fällen auf der linken Seite lokalisiert
    • Häufig große Defekte mit Verlagerung von Bauchorganen in den Thoraxraum und starker Beeinträchtigung der Lungenfunktion
  • Hernia diaphragmatica sternocostalis/parasternalis: Morgagni-Hernie (rechts) und Larrey-Hernie (links)
  • Zentrale Zwerchfellhernie (selten) 
  • Hernien durch den Hiatus aorticus oder durch das Foramen Venae cavae (selten)

Erworbene Hernien

  • Hiatushernie (häufigste Zwerchfellhernie)
  • Axiale Hiatushernie (Gleithernie): Häufigste Form
  • Paraösophageale Hiatushernie Extremvariante: „Upside-down-stomach“
  • Gemischte Hiatushernie
  • Traumatische „Hernien“
  • Traumatische Zwerchfellruptur (Keine echte Hernie, da der Bruchsack fehlt)
  • Lokalisation Meistens linksseitig im Centrum tendineum (Locus minoris resistentiae)
  • Rechtsseitig verhindert die Leber eine Ruptur und Eingeweidevorfall

Als Zwerchfellruptur wird ein Riss des Zwerchfells bezeichnet, dem in aller Regel ein Trauma zugrunde liegt. Wird nicht zeitgerecht operiert, ist das Sterberisiko sehr hoch. Oft sind Kinder betroffen; die Ruptur selbst erfolgt zu 66 bis 90 Prozent auf der linken Zwerchfellseite. Wenngleich (oder weil) eine seltene Komplikation eines Thoraxtraumas, handelt es sich nach verschiedenen Angaben auch bei entsprechender Abklärung mit einer Rate von bis zu 62 Prozent um eine der am häufigsten übersehenen Verletzungen von thorakoabdominalen Traumata, insbesondere da andere Schäden oft im Vordergrund stehen. Zwerchfellrupturen treten vor allem in Zusammenhang mit Verkehrsunfällen auf, sei es bei Fußgängern, Autoinsassen oder (spielenden) Kindern, die von rückwärts fahrenden Autos übersehen werden. Wohl ist ein Riss des Zwerchfells jeweils eine seltene Begleiterscheinung der zugrunde liegenden Traumata, tritt aber auch meist nur bei schweren Unfällen auf, so dass Begleitverletzungen und die daraus folgende Kreislaufinstabilität mit berücksichtigt werden müssen.

Behandlung

Die operative Versorgung erfolgt über einen transthorakalen oder transabdominalen Zugang. Die Wunde kann – inzwischen auch laparoskopisch – in aller Regel mit einer Zwerchfellnaht versorgt werden.

Primäre Zwerchfelltumore sind selten. Weniger als 200 Fälle sind in der Literatur beschrieben. Sie sind häufiger gut- als bösartig. Die meisten gutartigen Tumoren sind Zysten oder Lipome, die häufigsten bösartigen Tumore sind Rhabdomyosarkome.

Kompression durch andere Organe/Tumore, Adhäsion, Infekt

Kontakt

Klinik für Thoraxchirurgie

Haus Gilead I
Burgsteig 13
33617 Bielefeld

Tel: 05 21 - 772 7 74 99
Tel: 05 21 - 772 7 74 99
Fax: 05 21 - 772 7 74 98

guelden.deniz@evkb.de

Chefarzt

Dr. med.
Morris Beshay, FRCS

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