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EvKB prägt bundesweit erste Leitlinie zum Delir im höheren Lebensalter maßgeblich mit: Verlässlicher Standard für Prävention, Diagnostik und Therapie des Delirs

Das EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – in Bielefeld hat maßgeblich an der Entwicklung der ersten S3-Leitlinie zum Thema Delir im höheren Lebensalter in Deutschland mitgewirkt. Jetzt veröffentlicht, stellt sie erstmals einen bundesweit einheitlichen, evidenzbasierten Standard für die Prävention, Diagnostik und Therapie von Delirien bei älteren Menschen zur Verfügung. Damit leistet das EvKB einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung älterer Menschen – in Bethel und in der gesamten Bundesrepublik.

Dass das EvKB hierbei eine bedeutende Rolle einnimmt, ist kein Zufall: Bereits seit 15 Jahren setzt das Klinikum das Hospital Elder Life Program (help+) zur Vermeidung von akuten Verwirrtheitszuständen um – als erstes Krankenhaus in Deutschland. Damit war das EvKB lange Vorreiter in einem Versorgungsbereich, der erst seit einigen Jahren die notwendige Aufmerksamkeit erhält. Delirien wurden früher häufig als vorübergehendes „Durchgangssyndrom“ verharmlost, obwohl sie mit erheblichen Risiken für die Betroffenen verbunden sind.

Aus dem EvKB waren gleich mehrere Expertinnen und Experten an der Leitlinienentwicklung  beteiligt:

  • Dr. med. Stefan Kreisel, Ärztliche Leitung der Abteilung für Gerontopsychiatrie an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am EvKB
  • Dr. Angela Nikelski, Leiterin des help-Programms am EvKB und Co-Autorin der Patientenleitlinie
  • Eva Trompetter, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für Gerontopsychiatrie und Koordinatorin der Patientenleitlinie

„Die Leitlinie macht sichtbar, wie wichtig frühzeitige Prävention und interprofessionelle Zusammenarbeit beim Delir sind – und bestätigt den Weg, den wir im EvKB mit dem help-Programm seit vielen Jahren gehen“, so Dr. Kreisel.

Mit Blick in die Zukunft setzen er und Dr. Nikelski ihr Engagement fort: Sie wirken an der Entwicklung des pflegerischen Expertenstandards zum Thema Delir mit, um die Versorgungsqualität weiter zu verbessern.

Wissenschaftlich fundiert und interprofessionell erarbeitet

Die Entwicklung der S3-Leitlinie war in das Forschungsprojekt „DELEIhLA – Delir-Leitlinienentwicklung fürs höhere Lebensalter“ eingebettet, das von 2022 bis 2025 lief und durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wurde. Entstanden ist die Leitlinie in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Federführend waren die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie (DGGPP). Mehr als 30 Fachgesellschaften und Institutionen haben in einem interprofessionellen Konsortium an der Leitlinie mitgewirkt.

S3-Leitlinien gelten als die aufwendigsten und verlässlichsten Leitlinienformate, da sie auf einer systematischen Bewertung der wissenschaftlichen Evidenz beruhen und die Empfehlungen in einem strukturierten Konsensverfahren abgestimmt werden. Grundlage der Delir-Leitlinie sind 93 Studien, aus denen 69 konkrete Empfehlungen abgeleitet wurden. Diese fokussieren alle relevanten Versorgungsbereiche – von der Prävention über die frühzeitige Diagnostik bis hin zur Therapie.

Leitlinie, Kurzfassung und Patientenleitlinie

Neben der ausführlichen Langfassung stehen auch eine Kurzfassung sowie eine Patientenleitlinie zur Verfügung. Damit sind die Empfehlungen nicht nur für Fachpersonal, sondern auch für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte zugänglich.

Die Patientenleitlinie übersetzt die Leitlinien-Empfehlungen in eine allgemein verständliche Sprache und unterstützt die partizipative Entscheidungsfindung von Behandlungsteam und Betroffenen und Angehörigen. Ziel ist es, Betroffene und Angehörige zu ermutigen und zu befähigen, sich aktiv an der Delirprävention und -behandlung zu beteiligen. Entwickelt wurde sie gemeinsam mit pflegerischen Delir-Expertinnen, Vertreterinnen der Selbsthilfe sowie einer Erfahrungsexpertin.

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Neue S3-Leitlinie Delir im höheren Lebensalter veröffentlicht

Im Januar 2026 ist die S3-Leitlinie zum Delir im höheren Lebensalter erschienen. Die Leitlinie bietet aktuelle, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur Prävention, Diagnostik und Therapie des Delirs bei älteren Menschen. Sie unterstützt Fachkräfte dabei, Delirrisiken frühzeitig zu erkennen, Versorgungsprozesse zu verbessern und die Patientensicherheit weiter zu erhöhen.

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S3-Leitlinie zum Delir im höheren Lebensalter (Langfassung)

S3-Leitlinie zum Delir im höheren Lebensalter (Kurzfassung)

 

Patient:innenleitlinie – Informationen verständlich erklärt

Ergänzend zur medizinischen S3-Leitlinie wurde erstmals eine Leitlinie für Betroffene und Angehörige entwickelt. Die Patient:innenleitlinie Delir im höheren Lebensalter möchte ältere Menschen sowie An- und Zugehörige ermutigen und befähigen, sich aktiv in die Vermeidung und Behandlung eines Delirs einzubringen. Sie vermittelt das hierzu erforderliche Wissen, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und unterstützt die gemeinsame Entscheidungsfindung mit dem Behandlungsteam.

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Patient:innenleitlinie

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Pressekontakt

Sandra Gruß

Leitung Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77060

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sandra.gruss@evkb.de

Manuel Bünemann

Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77063

Tel: 0521 772-77063

manuel.buenemann@evkb.de

Unsere Auszeichnungen

Stern

Das Wochenmagazin “stern” zeichnet das EvKB als eines der besten 100 Krankenhäuser Deutschlands aus. Das EvKB belegt in der Liste die Spitzenposition in der Region OWL.

Mehr erfahren

DGPPN

Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde als Weiterbildungszentrum für Psychiatrie und Psychotherapie zertifiziert.

https://www.dgppn.de/

Dachverband DBT e.V.

Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im EvKB wurde akkreditiert durch den Dachverband für Dialektisch-behavioriale Therapie e.V.

https://www.dachverband-dbt.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

Das Evangelische Klinikum Bethel ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit, um unseren Patienten eine größtmögliche Sicherheit bei ihrer Behandlung zukommen zu lassen.

http://www.aps-ev.de/

Auszeichnung Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundeheitswesen als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

https://www.selbsthilfefreundlichkeit.de/