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Medizinischer Fortschritt in OWL: EvKB setzt neue Maßstäbe in der robotischen Lungenmedizin
Präziser diagnostizieren, schonender operieren: Als erstes Krankenhaus in der Region setzt das EvKB – Evangelisches Klinikum Bethel – das robotisch-assistierte Diagnosesystem „ION Endoluminal“ ein. Gemeinsam mit dem Da-Vinci-System für die Thoraxchirurgie verbindet das Universitätsklinikum innovative Lungendiagnostik und operative Therapie.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet das die Chance auf eine frühzeitigere Diagnose und damit auf bessere Behandlungsperspektiven, denn jährlich erkranken in Deutschland rund 60.000 Menschen neu an Lungenkrebs und weiteren Erkrankungen der Lunge.
Das ION-System ermöglicht die präzise Entnahme von Gewebeproben – auch aus schwer zugänglichen, äußeren Bereichen der Lunge. Auf Basis von CT-Bildern berechnet es eine Route zur verdächtigen Stelle, die gesundes Gewebe und größere Blutgefäße möglichst schont. Ein nur 3,5 Millimeter dünner Katheter wird über die Atemwege eingeführt. Sein robotisch-assistiertes Bronchoskop lässt sich auch in engen Verzweigungen präzise steuern und hält die gewählte Position stabil. Während der Untersuchung unterstützen spezielle dreidimensionale CT-Aufnahmen (Cone-Beam-CT) die genaue Positionierung des Katheters. „So können wir auch entlegene Lungenbereiche gezielt erreichen und Gewebeproben präziser entnehmen“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Philipp Lepper, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin am EvKB. Das Klinikum gehört zu den wenigen Universitätskliniken für Lungen- und Atemwegserkrankungen in Deutschland.
„Gerade bei Lungenkrebs ist eine möglichst frühe Diagnose entscheidend für die Heilungs- und Überlebenschancen“, so Lepper weiter. Bestätigt sich eine Krebserkrankung, beraten Fachleute verschiedener Disziplinen in Tumorkonferenzen über die individuell geeignete Therapie. Die Pneumologie und die Thoraxchirurgie bilden gemeinsam das Lungenzentrum am EvKB. Die beiden Kliniken gehören darüber hinaus zu dem von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Ostwestfälischen Lungenkrebszentrum, das das EvKB gemeinsam mit dem Klinikum Gütersloh betreibt. Auch die Universitätsmedizin OWL profitiert von der neuen Technologie: Das robotisch-assistierte Diagnosesystem stellt auch innovative diagnostische Verfahren in Forschung und Lehre der Universitätsmedizin OWL zur Verfügung.
Ist eine Operation erforderlich, kommt die robotisch-assistierte Da-Vinci-Technologie zum Einsatz. „Die Eingriffe sind besonders präzise und gewebeschonend. Das kann Schmerzen verringern und die Erholung beschleunigen“, erklärt Dr. Morris Beshay, Chefarzt der Thoraxchirurgie. Das Besondere am Zusammenspiel beider Systeme: Die mit ION gewonnenen Daten zur Lage des Tumors lassen sich für die Planung des Eingriffs mit Da Vinci weiterverwenden. So fließen diagnostische Erkenntnisse in die Therapie ein. Diagnostik und Therapie greifen so eng ineinander. „Das ist eine echte Innovation für die Patientinnen und Patienten hier in der Region“, betont Beshay.
Mit zwei neu angeschafften Da-Vinci-Systemen verfügt das EvKB nun über drei dieser roboter-assistierten Geräte. Thorsten Kaatze, Vorsitzender Geschäftsführer des EvKB, fasst zusammen: „Mit dieser zukunftsweisenden Investition verfolgen wir konsequent den Weg, über mehr Präzision die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit einer Lungenerkrankung zu verbessern. Die Kombination der Systeme ION Endoluminal und Da-Vinci stärkt die pneumologische Versorgung in ganz Ostwestfalen-Lippe.“
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Ostwestfälisches Lungenkrebszentrum Ev. Klinikum Bethel - Bielefeld | Klinikum Gütersloh
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Zentrum für Allgemein-, Gefäß-, Thorax- und Viszeralchirurgie Bielefeld
Lungenzentrum Bethel
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