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Organspende: Universitätskliniken in NRW plädieren für erweiterte Widerspruchslösung

Die Ärztlichen Direktorinnen und Direktoren und die Transplantationsbeauftragten der Universitätsklinika in Nordrhein-Westfalen haben gemeinsame Positionspapiere erarbeitet, in denen sie sich für die Einführung der erweiterten Widerspruchsregelung bei der Organspende aussprechen. Anlass ist die bevorstehende Bundestagsdebatte am Donnerstag, 24. September 2026, bei der die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende zur Debatte steht.

„Täglich leiden in Deutschland Menschen und müssen versterben, weil kein Spenderorgan zur Verfügung steht“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Vordemvenne, Ärztlicher Direktor des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB), stellvertretend für die Ärztlichen Direktoren des Universitätsklinikum OWL (UK OWL) der Universität Bielefeld, das von den Trägerhäusern EvKB, Klinikum Bielefeld und Klinikum Lippe gebildet wird.

Die aktuell gültige Zustimmungslösung sei trotz intensiver Kommunikation nicht geeignet, dieses Missverhältnis zu beseitigen. „Als Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld unterstützen wir daher die geplante erweiterte Widerspruchslösung und rufen die Abgeordneten im Bundestag dazu auf, in der Debatte am 24. September deren Einführung zuzustimmen.“ 

Wie seine Kolleginnen und Kollegen betont auch Univ.-Prof. Dr. med. Vordemvenne, dass eine Gesetzesänderung allein nicht ausreichen wird, um dem Willen der Patientinnen und Patienten bestmöglich Rechnung zu tragen. Entscheidend seien ebenso leistungsfähige klinische Strukturen und ausreichende personelle Ressourcen. „Um die Anzahl der Spenderinnen und Spender und damit der gespendeten Organe signifikant zu steigern, sind auch eine auskömmliche Refinanzierung der Entnahmekrankenhäuser, zu denen unser Klinikum gehört, freigestellte Transplantationsbeauftragte, ausreichende Intensivkapazitäten, eine dauerhafte Informationsarbeit und eine durchgehende Hirntoddiagnostik erforderlich. In der Bundestagsdebatte am 24. September kann hierfür ein Meilenstein erreicht werden. Gleichzeitig bleibt es dabei: Niemand wird zur Organspende gezwungen.“

Gefordert wird die Widerspruchslösung sowohl im „Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Einführung einer Widerspruchsregelung“ von 254 Abgeordneten als auch im Gesetzentwurf des Bundesrates „zur Änderung des Transplantationsgesetzes und Einführung der Widerspruchslösung“. Angekündigt ist zudem ein Antrag von 58 Abgeordneten mit dem Titel „Freiwilligkeit der Organspende sichern, Aufklärungs- und Registrierungspotenziale heben“.

Mehr als 8.000 Menschen warten zurzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan, im gesamten Jahr 2025 wurden insgesamt lediglich 985 Organe postmortal transplantiert. Weniger als ein Prozent der Bevölkerung von über 80 Millionen Einwohnern sind als Spender im Organspender-Register eingetragen, obwohl rund 75-80 Prozent der Bevölkerung der Organspende positiv gegenüberstehen. 

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Pressekontakt

Sandra Gruß

Leitung Unternehmenskommunikation


Tel: 0521 772-77060

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sandra.gruss@evkb.de

Manuel Bünemann

Unternehmenskommunikation


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Unsere Auszeichnungen

Stern

Das Wochenmagazin “stern” zeichnet das EvKB als eines der besten 100 Krankenhäuser Deutschlands aus. Das EvKB belegt in der Liste die Spitzenposition in der Region OWL.

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Auszeichnung Selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus" ausgezeichnet.

https://www.selbsthilfefreundlichkeit.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktion Saubere Hände Gold

Mit dem Gold-Zertifikat für die Jahre 2024 und 2025 hat das Evangelische Klinikum Bethel die höchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/

Zertifikat Kununu Top Company

Das Evangelische Klinikum Bethel und das Krankenhaus Mara wurden von der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu mit dem Top Company Siegel ausgezeichnet. Nur ca. 5 Prozent der Unternehmen in Deutschland erhalten das Siegel, das auf unabhängigen Bewertungen von Mitarbeitenden basiert.

Ausgezeichnet Familienfreundlich

Die Stadt Bielefeld und das Lokale Bündnis für Familien haben dem Evangelischen Klinikum Bethel und dem Krankenhaus Mara das Prädikat “Ausgezeichnet Familienfreundlich" verliehen. Die Auszeichnung stellt eine besondere Wertschätzung für Unternehmen dar, die ihre Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellen und sich für eine familienfreundliche Personalpolitik stark machen.