menschlich. führend. kompetent.
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Die Lunge ist unser Umweltorgan. Mehr als 15.000 Liter Luft filtert sie täglich. Wir helfen effektiv bei Krankheiten von Lunge und Bronchien – damit Sie wieder aufatmen können.

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Die Lunge ist unser Umweltorgan. Mehr als 15.000 Liter Luft filtert sie täglich. Wir helfen effektiv bei Krankheiten von Lunge und Bronchien – damit Sie wieder aufatmen können.

Thoraxchirurgie

Herzlich willkommen in unserer Klinik!

Ganz gleich welche Erkrankung im Einzelnen vorliegt: Betroffene wünschen sich eine moderne und optimale medizinische Versorgung mit kompetenten und einfühlsamen Ansprechpartnern. Das bieten wir Ihnen in unserer Klinik für Thoraxchirurgie. Hier sind wir auf die Behandlung von Erkrankungen der Lunge und der Brustkorborgane spezialisiert. Unser erfahrenes Team verliert vor, während und nach der Operation nie Ihre Sicherheit und Lebensqualität aus den Augen. Damit Sie wieder unbeschwert und frei durchatmen können.

Die Klinik ist Teil des ersten fachübergreifenden Lungenzentrums in Ostwestfalen-Lippe. Hier arbeiten Thoraxchirurgen bei der Diagnose und Behandlung Hand in Hand mit Pneumologen und Onkologen – immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Diese Kombination ermöglicht kurze Wege, eine Vielzahl modernster Behandlungsmethoden und eine optimale Behandlungsqualität.

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Lungenerkrankungen zählen in der westlichen Welt zu den bedrohlichsten Krankheitsbildern. Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) bezeichnet eine bösartige Erkrankung der Bronchien. Das Karzinom befällt etwa 25 Prozent aller Krebskranken und gilt als häufigster Tumor beim Mann. Doch auch immer mehr Frauen sind betroffen. Es handelt sich weltweit und auch in Deutschland um die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen beim Mann. Bei der Frau steht Lungenkrebs nach Brustkrebs an zweiter Stelle der bösartigen Erkrankungen. Mediziner erwarten, dass durch Umwelteinflüsse und die Folgen des Rauchens in den nächsten Jahren international eine deutliche Zunahme dieser Erkrankungen zu verzeichnen sein wird. Entscheidend für die Prognose des Patienten ist die möglichst frühe Erkennung von Lungenkrebs. Denn je früher er erkannt wird, umso höher sind die Überlebenschancen nach adäquater Therapie.

Risikofaktoren

Risikofaktoren sind vor allem

  • Rauchen, circa 85 Prozent der Lungenkrebserkrankungen sind durch Nikotin-Missbrauch bedingt.
  • Berufliche Staubbelastung
  • Kontakt mit Substanzen wie Asbest, Arsen, Nickelmetalle, Radon und sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
  • Genetisches Risiko (2- bis 3-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Lungenkrebserkrankung der Eltern)

Symptome
Symptome werden leider sehr häufig entweder nicht bemerkt oder gar ignoriert. Häufig ist ein Zufallsbefund im Lungenröntgen der erste Hinweis. Unbedingt abgeklärt werden sollten Beschwerden wie

  • Anhaltender Husten (neu aufgetreten oder gesteigert)
  • Bluthusten
  • Atemnot
  • Auswurf (gesteigert oder gefärbt)
  • Gewichtsverlust
  • Schmerzen in Brustkorb oder Rücken

Diagnostik

Eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbs in 2 Ebenen stellt die Basisuntersuchung dar. Ein normaler Befund schließt aber nicht aus, dass ein zentral gelegenes oder kleines Lungenkarzinom vorhanden ist. Aus diesem Grunde sollte die Diagnostik bei begründetem Verdacht durch eine Computertomografie (CT) und ggf. durch eine Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien) ergänzt werden. Zeigt die Computertomografie einen verdächtigen Befund ist es wichtig, diesen über eine feingewebliche Untersuchung abzuklären. Die Proben dafür kann über Bronchoskopie (evtl mit integrierter Ultraschallsonde), eine CT-gesteurte-Biopsie oder bei einer minimal-invasiven video-gesteuerten Thorakoskopie (VATS) entnommen werden. Manchmal ist aber auch eine Operation erforderlich, um an den Herd zu gelangen.

Therapie

In Bezug auf die Therapie des Lungenkarzinoms unterscheidet man in:

  1. Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (ca. 80 Prozent)
  2. Kleinzellige Lungenkarzinome (ca. 20 Prozent)
  3. Seltene Unterformen

Das kleinzellige Lungenkarzinom wird von den anderen Karzinomen abgegrenzt, da es deutlich schneller wächst und Tumorabsiedelungen häufiger auftreten. Eine Operation und Heilung ist daher bei dieser Tumorart seltener möglich.

Ist die Diagnose „Lungenkrebs“ gesichert, muss als nächster Schritt geklärt werden, welches Tumorstadium vorliegt, d. h. wie weit die Tumorerkrankung fortgeschritten ist. Das bedeutet, dass geschaut werden muss, ob der Lungenkrebs bereits gestreut hat oder nicht. Der Tumor streut dabei meist zunächst über die Lymphbahnen in die Lymphknoten der Lungenwurzel oder des Raums zwischen den Lungen (Mediastinum). Im weiteren Verlauf der Erkrankung breitet sich der Lungenkrebs weiter aus und es kommt zu Fernmetastasen. Die Stadienbestimmung (auch Staging genannt) erfolgt durch weitere bildgebende Verfahren (PET-CT und Kernspintomographie oder CT des Schädels, alternativ kommen manchmal auch Ultraschall oder CT des Bauchs und die Knochenszintigraphie zum Einsatz).

Der Aufwand der Stadienbestimmung ist insofern von Bedeutung, als dass die empfohlene Therapie entscheidend vom Tumorstadium abhängt. Zum Beispiel kann ein früh erkannter Lungenkrebs optimal durch eine alleinige Operation behandelt werden. Ein Lungenkrebs, der bereits stärker gestreut hat, kann hingegen durch eine Operation nicht mehr adäquat behandelt werden, da die Erkrankung dann bereits im Körper verteilt ist. Hier muss die Behandlung über das Blut in Form einer Chemotherapie erfolgen, um alle Tumorzellen erreichen zu können. Für die dazwischen liegenden Stadien kann die Prognose verbessert werden, wenn ergänzend zu einer Operation auch eine Chemotherapie ggf. mit zusätzlicher Bestrahlung durchgeführt wird.

Kurative chirurgische Resektion

Die chirurgische Therapie ist in unserer Klinik Mittel der Wahl, sofern keine Fernmetastasen vorhanden sind, in der Regel bei frühen Stadien (Stadium I und II). Eine Erweiterte Entfernung (Resektion) kommt bei lokal fortgeschrittenem Stadium in kurativer Absicht immer wieder in Frage. Folgende Prozeduren sind Standard bei der Behandlung von nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC):

  • Entfernung eines Lungenlappens mit vollständiger Entfernung der Lymphknoten im Mittelfell (Lobektomie mit radikaler mediastinaler Lymphadenektomie)
  • Entfernung von zwei Lungenlappen zur gleichen Zeit mit Entfernung der Lymphknoten im Mittelfell (Bilobektomie mit mediastinaler Lymphandenoektomie)
  • Entfernung eines Lungensegments mit Entfernung der Lymphknoten im Mittelfell (Segmentresektion mit mediastinaler Lymphandenoektomie)
  • Erweiterte Lungenresektionen mit Resektion von Thoraxwand, Perikard, Zwerchfell
  • Erweiterte Lungenresektionen mit Gefäßersatz wie zum Beispiel die Vena cava (Hohlvene) oder Arteria subclavia („Unterschlüsselbeinarterie“)
  • Manschetten-Lungenresektion mit Bronchus oder Gefäß-Manschette

VATS-Lobektomie

Technisch hoch anspruchsvolle Lungenoperationen können in unserer Klinik auf endoskopische Weise videoassistiert vorgenommen werden (VATS: Video-assistierte Thoraxchirurgie). Die bei konventionellen Lungenoperationen notwendige Eröffnung des Brustkorbs mit einem großen Schnitt und mit Auseinanderspreizen der Rippen entfällt bei der VATS-Lobektomie. Die Patienten erholen sich wegen der sehr viel geringeren Wunde („Operationstrauma“) sehr viel schneller. Auch sind die durch die Operation hervorgerufenen Schmerzen deutlich geringer. Bei einer anatomischen Operation mit Lungenteilentfernung müssen die „Versorgungsleitungen“ durchtrennt werden, dies sind die Blutgefäße und die Luftröhrenäste. Diese Operationsschritte und mehr können endoskopisch vorgenommen werden und über Video-Übertragung am Monitor mit Vergrößerung durchgeführt werden. Die Technik der VATS–Lobektomie/Lappen-Resektion wird bei Frühstadien des Lungenkrebses erfolgreich eingesetzt wie auch bei einer Vielzahl anderer anatomischer Lungenoperationen (Segmentresektionen).

Bestrahlungstherapie

Ziel der Strahlentherapie ist, mit ionisierenden Strahlen die Tumorzellen zu zerstören. Zwar werden durch diese Form der Therapie auch gesunde Zellen angegriffen, diese besitzen jedoch die Eigenschaft, sich wieder erholen zu können.

Bestrahlungstherapie wird in Kooperation mit den Kollegen der Klinik für Strahlentherapie im Franziskus Hospital Bielefeld unter der Leitung von Privatdozent Dr. med. Oliver Micke durchgeführt.

Chemotherapie und/oder Bestrahlung vor der Operation

Bei bestimmten Patienten (Stadium IIIA und IIIB) wird im Anschluss oder bei nicht operablen Tumoren eine Chemotherapie und/oder Bestrahlung durchgeführt. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 20 bis 50 Prozent, je nach Stadium.

Chemotherapie wird durch unsere Kollegen der Klinik für Innere Medizin Hämatologie/Onkologie, Stammzelltransplantation und Palliativmedizin im Johannesstift sowie durch die Kollegen der Klinik für Innere Medizin, Pneumologie und Intensivmedizin am Standort Bethel in unserem interdisziplinären Lungenzentrum durchgeführt.

Palliative Chemotherapie

Bei fortgeschrittener Krankheit (Stadium IV) kann eine palliative (umhüllende) Chemotherapie stattfinden. Eine palliative Therapie zielt nicht auf die Heilung einer Krankheit ab, sondern auf die Linderung der Folgen. Sie kann den Verlauf der Krankheiten verlangsamen wie auch Nebenwirkungen reduzieren.

Kleinzellige Bronchialkarzinome werden primär mit einer Chemotherapie behandelt, die meist zu einer deutlichen Verkleinerung des Tumors führt. Aufgrund der hohen Rückfallrate (Rezidivrate) ist die Prognose schlecht (mittleres Überleben: 4-12 Monate). Es werden jedoch verschiedene Studien, unter anderem mit einer Immuntherapie, durchgeführt, die in Zukunft die Prognose verbessern könnte.

Optimales individuelles Behandlungskonzept: Die Tumorkonferenz

Die Therapie des Lungenkarzinoms stützt sich auf 3 Säulen:

  • Operation
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie

Es gibt zahlreiche bewährte Behandlungsverfahren für Krebserkrankungen. Da jede Tumorerkrankung anders ist, muss genau abgewogen werden, welches Vorgehen medizinisch und persönlich für einen Patienten am sinnvollsten erscheint und in welcher Reihenfolge vorgegangen werden soll. Zu diesem Zweck wird die optimale Therapie im EvKB für jeden Patienten unserer Klinik in der Tumorkonferenz unseres fachübergreifenden und zertifizierten Tumorzentrums festgelegt. An der nehmen

  • Chirurgen (Thoraxchirurgie und Viszeralchirurgie)
  • Internisten (Hämatologie/Onkologie)
  • Strahlentherapeuten
  • Pathologen
  • Nuklearmediziner
  • Radiologen

teil. Gemeinsam analysieren sie die Vorgeschichte des Patienten, die vorliegenden Untersuchungsergebnisse und bringen jeweils ihr Spezialwissen ein, um eine maßgeschneiderte Lösung für die einzelnen Behandlungsschritte zu erarbeiten.

Vorsorge & Nachsorge

In der Frühdiagnostik von Lungenkrebs haben sich in den letzten Jahren einige vielversprechende Neuentwicklungen ergeben. Eine davon ist die Niedrig-Dosis-Spiral-Computertomografie des Brustkorbs bei Risikopatienten. Sie ist jedoch kein Standardvorgehen. Da auch eine Niedrig-Dosis-Spiral-Computertomografie eine gewisse Strahlenbelastung für den Patienten bedeutet, gibt es derzeit keine Empfehlung, diese Art der Vorsorgeuntersuchung bei gesunden Nichtrauchern durchzuführen.

Bei der Tumornachsorge geht es darum, nach Therapie eines Krebsleidens eine regelmäßige ärztliche Kontrolle konsequent und dauerhaft durchzuführen. Damit soll bei Patienten mit Lungenkrebs ein erneutes Auftreten des Tumors in der Lunge oder in anderen Organen (Fernmetastasen) frühzeitig zu erkennen. Durch ein frühzeitiges Feststellen eines erneuten Auftretens eines Tumors wird eine frühzeitige Behandlung möglich noch bevor Beschwerden auftreten. In der Nachsorge werden nicht nur körperlichen Symptome, radiologische und Laborkontrollen erfasst, sondern auch psychosoziale Probleme sowie Fragen zur Berufs- und Arbeitsfähigkeit mit dem Patienten diskutiert und Lösungsvorschläge angeboten. Dies geschieht in engem Bezug zum Hausarzt und Lungenfacharzt.

Die Nachsorge soll in enger Kooperation mit dem Hausarzt oder Lungenfacharzt durchgeführt werden. Prinzipiell sind alle Patienten mit einem Lungenkrebs für fünf Jahre der Nachsorge zuzuführen. Dabei schließt sich diese an die Behandlung durch Operation, Strahlen- oder Chemotherapie nahtlos an und sollte bereits nach der ersten Behandlung in der Klinik organisiert werden.

Grunsätzlich sollte die Nachsorge von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung und Nachsorge von Lungenkarzinomen durchgeführt werden. Dies kann einerseits der speziell weitergebildete Hausarzt, der Lungenfacharzt, der Facharzt für Onkologie oder der Thoraxchirurg sein. Wichtig ist dabei, dass die Ergebnisse aller erforderlichen diagnostischen Maßnahmen an dem Tag der Nachsorge vorliegen. Die Entscheidung, welcher Arzt nun speziell bei dem einzelnen individuellen Patienten die Nachsorge durchführt, bleibt selbstverständlich dem Patienten überlassen. Wichtigste Voraussetzung ist, dass ein ungestörtes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient gegeben und die Regelmäßigkeit der erforderlichen Kontrollen möglich ist.

Sollten sich als Abordnung vom Lungenkrebs auch Lungenmetastasen gebildet haben, sind wir auf deren anspruchsvolle Therapie spezialisiert. 

Chirurgische Therapie von Lungenmetastasen

Weitere Informationen:

https://www.krebsgesellschaft.de/

http://www.dkfz.de/de/index.html

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Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

https://www.wieso-cert.de/

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http://www.aps-ev.de/

Verstetigung Hygiene

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde mit dem Siegel "Qualität und Transparenz" durch die Interreg Deutschland Nederland ausgezeichnet.

https://www.deutschland-nederland.eu/ _blank