MdL Tom Brüntrup besucht Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Tom Brüntrup, Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen (MdL), hat die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) besucht. Univ.-Prof. Dr. Dr. Udo Dannlowski, Direktor der Klinik, Lars Kozian, Pflegerischer Leiter der Psychosozialen Medizin des EvKB, sowie die EvKB-Geschäftsführer Thorsten Kaatze und Dr. Matthias Ernst stellten dem Abgeordneten die Arbeit der Klinik vor.
Begrüßung am Haupteingang von Haus Gilead IV: (v.l.) Dr. Matthias Ernst, MdL Tom Brüntrup, Thorsten Kaatze, Univ.-Prof. Dr. Dr. Udo Dannlowski, Lars Kozian
Im Mittelpunkt standen der breite Versorgungsauftrag für die Stadt und Region Bielefeld sowie die besonderen Angebote der größten Klinik des EvKB. Die Universitätsklinik verfügt über 336 Betten, vier Fachabteilungen, 100 teilstationäre Plätze, ambulante Angebote sowie eine Psychiatrische Institutsambulanz. Das Behandlungsspektrum reicht von Depressionen und Angsterkrankungen bis hin zu Psychosen. Zugleich übernimmt die Klinik die psychiatrische Pflichtversorgung für die Stadt Bielefeld. Mit ihrer Größe und ihrem außergewöhnlich breiten Behandlungsspektrum nimmt die Klinik eine einzigartige Stellung in der universitären Psychiatrie in Deutschland ein
Im Gespräch wurden die Herausforderungen insbesondere in der stationären psychiatrischen Versorgung deutlich: Dazu zählen unter anderem eine zunehmende Zahl besonders komplexer Behandlungsverläufe, mehr Patientinnen und Patienten mit rechtlicher Unterbringung nach PsychKG sowie die spürbaren Folgen langer Wartezeiten im niedergelassenen Bereich.
Rundgang durch die Klinik: Anja Schmidt, Pflegerische Leitung der Station A8 (1.v.l) informierten MdL Tom Brüntrup (2. v.l.) gemeinsam mit Oberarzt Dr. Jan Leygraf (3.v.l), Univ.-Prof. Dr. Udo Dannlowski und Lars Kozian über das Konzept der Station, die auf die Behandlung depressiver Störungen spezialisiert ist.
Als besonderes Angebot wurde die stationsäquivalente Behandlung, kurz StäB, vorgestellt. Dabei erhalten Patientinnen und Patienten eine Behandlung, die einer stationären Versorgung entspricht, jedoch überwiegend im häuslichen Umfeld stattfindet. Ein multiprofessionelles Team unter ärztlicher Leitung stellt dabei mindestens einen persönlichen Kontakt pro Tag sicher.
Bei Stationsbegehungen erhielt MdL Tom Brüntrup weitere Einblicke in die klinische Arbeit: Anja Schmidt, Pflegerische Leitung der A8 und Oberarzt Dr. Jan Leygraf informierten über das Konzept der Station, die auf die Behandlung depressiver Störungen spezialisiert ist.
Außerdem wurde ihm ein Fahrsimulator vorgestellt, den die Universitätsklinik als innovatives Diagnose- und Forschungsinstrument nutzt. Er dient unter anderem dazu, die Fahrkompetenz älterer Menschen und von Patientinnen und Patienten nach neurologischen Ereignissen zu überprüfen und zu trainieren. Priv.-Doz. Dr. Max Töpper, Leiter der Forschungsgruppe und Dr. Daniel Schlüter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung, erläuterten das seit mehreren Jahren laufende wissenschaftliche Projekt zur Fahrkompetenzdiagnostik im höheren Lebensalter.
„Testfahrt“ im Fahrsimulator: MdL Tom Brüntrup mit (v.l.) Dr. Daniel Schlüter, Priv.-Doz. Dr. Max Töpper, Lars Kozian und Dr. Matthias Ernst.
Weitere Gespräche führte Brüntrup mit Leitungen aus den Kliniken der Psychosozialen Medizin, darunter Dr. Andrea Möllering, Chefärztin der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin, Univ.-Prof.in Dr. Stefanie Horndasch, Direktorin der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie sowie Dr. Holger Petersmann, Kaufmännischer Leiter der Psychosozialen Medizin am EvKB.
„Der Besuch hat mir eindrucksvoll gezeigt, welche enorme Bedeutung die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie für die Versorgung in Bielefeld und der Region hat“, sagte Tom Brüntrup. „Hier werden hoch spezialisierte Medizin, pflegerische Kompetenz, Forschung und sehr konkrete Hilfen für Menschen in schwierigen Lebenssituationen miteinander verbunden. Zugleich ist deutlich geworden, vor welchen Herausforderungen die psychiatrische Versorgung steht und wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für diese Arbeit sind.“
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Allgemeine Nachrichten
Allgemeine Nachrichten News-Header