Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Forschungsabteilung
Herzlich willkommen!
Hier finden Sie Informationen darüber, wer wir sind, wozu wir forschen und wie Sie selbst an Studien teilnehmen können. Darüber hinaus bieten wir auch Praktika und die Betreuung von Abschlussarbeiten für Studierende an.
LINA – Leitlinienorientiertes Intensivprogramm bei Anorexia nervosa
Bessere ambulante Unterstützung bei Magersucht im Übergang ins Erwachsenenalter
Magersucht, auch Anorexia nervosa genannt, ist eine schwere psychische Erkrankung. Sie beginnt häufig im Jugendalter und betrifft den Körper, die Gedanken, die Gefühle und den Alltag der Betroffenen. Eine gute und verlässliche Behandlung ist deshalb besonders wichtig.
Für viele junge Menschen ist der Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenversorgung eine schwierige Phase. Zuständigkeiten können sich ändern, vertraute Behandler:innen fallen weg oder es entstehen Wartezeiten und Versorgungslücken. Gerade in dieser Zeit brauchen Betroffene und ihre Familien eine klare Orientierung und verlässliche Unterstützung.
Das Projekt LINA steht für „Leitlinienorientiertes Intensivprogramm bei Anorexia nervosa“. Es beschäftigt sich mit der Frage, wie die ambulante Behandlung von jungen Menschen mit Magersucht in dieser Übergangsphase verbessert werden kann. Ambulant bedeutet: Die Behandlung findet nicht auf einer Station statt, sondern zum Beispiel in einer Ambulanz oder Praxis, während die Patient:innen weiterhin zu Hause leben.
Ziel des Projekts ist es, besser zu verstehen, welche Unterstützung Betroffene und Angehörige in dieser Lebensphase brauchen. Dafür werden Erfahrungen von Patient:innen, ehemaligen Betroffenen, Eltern und Behandler:innen gesammelt und ausgewertet.
Kooperation
Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Institutsambulanz der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bielefeld und weiteren kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken statt.
Was passiert im Projekt?
Im ersten Schritt schauen wir uns an, was in Leitlinien und wissenschaftlichen Studien bereits zur Behandlung von Magersucht empfohlen wird. Außerdem führen wir Gespräche mit Betroffenen, Eltern und Fachpersonen. Dabei geht es zum Beispiel um folgende Fragen:
- Was hat beim Übergang in die Erwachsenenversorgung gut funktioniert?
- Wo gab es Schwierigkeiten oder Lücken?
- Welche Unterstützung hätten sich Betroffene und Angehörige gewünscht?
- Was braucht ein gutes ambulantes Behandlungsangebot?
Aus diesen Ergebnissen soll ein neues Behandlungskonzept entstehen. Es soll verschiedene Hilfen sinnvoll miteinander verbinden, zum Beispiel therapeutische Gespräche, ärztliche Begleitung, Beratung zur Ernährung, Unterstützung im Alltag und körperbezogene Angebote.
In einem späteren Schritt sollen einzelne Bausteine des Konzepts in kleinem Umfang ausprobiert werden. Dabei geht es zunächst darum, ob das Angebot gut machbar ist und ob es von Patient:innen als hilfreich erlebt wird.
Was ist das Ziel?
LINA soll dazu beitragen, junge Menschen mit Magersucht in einer besonders sensiblen Lebensphase besser zu begleiten. Unser Ziel ist ein klares, alltagsnahes und gut anschlussfähiges ambulantes Angebot, das die Lücke zwischen Jugend- und Erwachsenenversorgung kleiner macht.
Langfristig möchten wir dazu beitragen, dass Betroffene nicht aus der Behandlung herausfallen, sondern rechtzeitig die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.
Kontakt
Bei Fragen können Sie sich gern per E-Mail an unser Team wenden.
E-Mail: forschung-kjp@evkb.de
Ansprechperson
Nadine
Vietmeier
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
M. Sc. Psychologie, M. Sc. Sportwissenschaft, Sportpsychologin (asp)
Psychologische Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Forschungsschwerpunkte: Multimodale Erhebungen unter Stresserleben, Soziale Angststörungen, psychische Erkrankungen im Nachwuchsleistungssport
Tel: +49 521 772-76969
Kontakt
Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Forschungsabteilung
Haus Mosesberg
Remterweg 13a
33617
Bielefeld
Tel: 0521 772-76930
Tel: 0521 772-76930
Fax: 0521 772-76682
Klinikdirektorin
Univ.-Prof. Dr. med.
Stefanie
Horndasch
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Westdeutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit
Unsere Universitätsklinik ist Teil des Westdeutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit (WZKJ). Das WZKJ wurde gegründet, um die klinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit in Nordrhein-Westfalen zu stärken.






