menschlich. führend. kompetent.
menschlich. führend. kompetent.
Die Lunge ist unser Umweltorgan. Mehr als 15.000 Liter Luft filtert sie täglich. Wir helfen effektiv bei Krankheiten von Lunge und Bronchien – damit Sie wieder aufatmen können.
menschlich. führend. kompetent.
menschlich. führend. kompetent.
Die Lunge ist unser Umweltorgan. Mehr als 15.000 Liter Luft filtert sie täglich. Wir helfen effektiv bei Krankheiten von Lunge und Bronchien – damit Sie wieder aufatmen können.

Thoraxchirurgie

Herzlich willkommen in unserer Klinik!

Ganz gleich welche Erkrankung im Einzelnen vorliegt: Betroffene wünschen sich eine moderne und optimale medizinische Versorgung mit kompetenten und einfühlsamen Ansprechpartnern. Das bieten wir Ihnen in unserer Klinik für Thoraxchirurgie. Hier sind wir auf die Behandlung von Erkrankungen der Lunge und der Brustkorborgane spezialisiert. Unser erfahrenes Team verliert vor, während und nach der Operation nie Ihre Sicherheit und Lebensqualität aus den Augen. Damit Sie wieder unbeschwert und frei durchatmen können.

Die Klinik ist Teil des ersten fachübergreifenden Lungenzentrums in Ostwestfalen-Lippe. Hier arbeiten Thoraxchirurgen bei der Diagnose und Behandlung Hand in Hand mit Pneumologen und Onkologen – immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Diese Kombination ermöglicht kurze Wege, eine Vielzahl modernster Behandlungsmethoden und eine optimale Behandlungsqualität.

Bösartiger Rippenfelltumor (Malignes Pleuramesotheliom)

Das maligne Pleuramesotheliom ist ein bösartiger Tumor des Rippenfells. Es handelt sich um eine seltene Krebsform, die im Mesothel beginnt, der Membran, welche die meisten inneren Körperorgane bedeckt und schützt. Die Häufigkeit in Deutschland beträgt 1,1 pro 100.000 Einwohner. Bei 70 bis 80 Prozent aller Mesotheliom-Erkrankungen findet sich ein beruflicher Asbestkontakt, wobei Männer mit 80 Prozent viermal häufiger als Frauen betroffen sind.

Mesotheliome entstehen in

  • der Lungenauskleidung (pleurales Mesotheliom)
  • der Bauchhöhlenauskleidung (peritoneales Mesotheliom)
  • der Herzauskleidung (perikardiales Mesotheliom).

Die häufigste Form der Mesotheliome bildet sich in der Lungenauskleidung.

Im Brustkorb besteht das Mesothel aus zwei Schichten, von denen die eine die Lunge selber umgibt und die andere die innere Auskleidung der Brustwand bildet. Zwischen diesen beiden Schichten wird normalerweise eine kleine Menge Flüssigkeit produziert, welche der besseren Beweglichkeit der Organe dient. Wenn die normalen Zellen des Mesothels sich ungehemmt teilen können, entstehen Mesotheliome.

Was verursacht Mesotheliome?

Mesotheliome werden in 80 Prozent der Fälle verursacht wenn Menschen Asbestfasern ausgesetzt sind, was bei vielen Menschen beruflich der Fall war. Auch sind Menschen sekundär gefährdet, die mit diesen in Kontakt kamen. Aufgrund der Latenzzeit des Krebses tritt dieser möglicherweise erst mit einer 20- bis 50-jährigen Verzögerung auf.

 

Wie häufig sind Mesotheliome?

Mesotheliome sind seltene Tumore. Gemäß epidemiologischen Studien aus Großbritannien wird die höchste Anzahl der Neuerkrankungen zwischen 2010 und 2020 in Westeuropa auftreten. Asbest ist als Werkstoff mittlerweile verboten, die Effekte des Verbots werden jedoch erst ab 2030 zu verzeichnen sein.

Therapie

Die aktuelle Behandlung für Mesotheliome umfasst verschiedene Optionen. Die Patienten sollten jede Option gründlich mit uns besprechen, bevor Sie eine Behandlungsentscheidung treffen können.

Ist die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten und der Patient in guter körperlicher Verfassung, kann eine radikale Operation durchgeführt werden.

Es gibt zwei operative Methoden zur Behandlung des Mesothelioms, die Pleurektomie/Dekortikation (PD) und die extrapleurale Pneumonektomie (EPP), auch Pleuropneumonektomie genannt. Dies sind äußerst spezielle Operationen, die nicht in allen Krankenhäusern angeboten werden. Das ultimative Ziel dieser Eingriffe ist die Entfernung sämtlichen Tumorgewebes, mit dem Wissen, dass restliche (residuale), mikroskopische Tumorgewebsteilchen wahrscheinlich im Körper verbleiben. Eine zusätzliche Therapie (Chemotherapie und/oder Bestrahlung) hat normalerweise das Ziel, diese verbliebenen Tumorgewebsteilchen zu beseitigen. Der Zeitpunkt der Zusatzbehandlung wird individuell bestimmt.

Die PD ist die weniger radikale Methode, da sie nur die Entfernung der Lungenauskleidung (Pleura) beinhaltet und nicht die Resektion der darunter liegenden Lunge. In einigen Fällen könnten der Herzbeutel (Perikard) und das Zwerchfell mit entfernt werden; dies hängt von der Größe des Tumors ab. Der Vorteil dieses Verfahrens ist eine im Allgemeinen schnellere Erholungszeit. Nachteile beinhalten ein erhöhtes Krankheitsrezidiv-Risiko aufgrund der Unmöglichkeit, alles Krebsgewebe zu entfernen, sowie die Unfähigkeit, wegen einer möglichen Schädigung der darunter liegenden Lunge hohe Dosen der wahrscheinlich notwendigen  Zusatzbestrahlung zu verwenden.

Die extrapleurale Pneumonektomie ist ein radikaleres Verfahren, das die Entfernung von Lunge, Pleura (Lungenauskleidung), Perikard (Herzbeutel) und Zwerchfell auf der befallenen Seite beinhaltet. Perikard und Zwerchfell werden am Schluss der Operation mit einem Kunststoffnetz oder ähnliche Ersatzmaterialien wiederhergestellt. Patienten kommen für diese Operation nur in Frage, falls sie bestimmte Staging-Kriterien erfüllen (Frühstadien)  und eine angemessene Lungen- und Herzfunktion aufweisen, um für dieses Verfahren gerüstet zu sein.

Ist die Erkrankung fortgeschritten und/oder der Allgemeinzustand des Patienten schlecht, kommen radikale operative Verfahren bei der Behandlung nicht in Frage. Eine Talkpleurodese (Verklebung der Brustfellblätter mittels Talkumpuder) kann bei vorhandenem Erguss (Flüssigkeit im Pleuraraum) eine deutliche Verbesserung der Beschwerden herbeiführen.

Um die Ausdehnung und Sicherung der Diagnose Pleuramesotheliom zu ermöglichen ist häufig eine Thorakoskopie (Brustspiegelung) notwendig, bei dieser Gelegenheit kann eine  Talkpleurodese ebenfalls durchgeführt werden. Eine Mittelfellspiegelung (Mediastinoskopie) ist notwendig, um einen allfälligen Befall von Lymphknoten festzustellen.

Die Chemotherapie beinhaltet die Anwendung von Medikamenten, die durch Verhinderung der Zellteilung von Krebszellen wirken. In den meisten Fällen werden Medikamentenkombinationen angewendet, um die Wirksamkeit zu erhöhen. Die Chemotherapie kann aggressiv genutzt werden, um den Tumor schrumpfen zu lassen, oder palliativ, um Symptome wie Kurzatmigkeit oder Schmerzen zu lindern.

Die für den Patienten passende Therapie wird durch unsere Kollegen der »Klinik für Innere Medizin, Hämatologie/Onkologie, Stammzelltransplantation und Palliativmedizin im Tumorzentrum des EvKB anhand der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und persönlichen Wünschen individuell erarbeitet.

Die Strahlentherapie beinhaltet die Anwendung von Röntgenstrahlen mit hoher Energie zur Abtötung von Krebszellen. Sie kann in Verbindung mit einer Operation aggressiv genutzt werden, um mikroskopisch noch vorhandenes Tumorgewebe zu entfernen oder palliativ zur Behandlung von Schmerzen. Die Strahlentherapie eignet sich deswegen vor allem als zusätzliche Option um eine lokale Kontrolle des Tumors zu erreichen. Sie ist in der Regel nicht geeignet, den Tumor bei Metastasierung (Streuung) in fernen Organen zu behandeln, da nicht der ganze Körper bestrahlt werden kann.

Kontakt

Klinik für Thoraxchirurgie

Haus Gilead I
Burgsteig 13
33617  Bielefeld

Tel: 05 21 - 772 7 74 99
Fax: 05 21 - 772 7 74 98
anka.hornuff@evkb.de

Chefarzt

Dr. med.

Dr. med.
Morris Beshay, FRCS

Zum Team

Das könnte Sie auch interessieren

Nichtrauchen kann man lernen! Kurse zur Rauchentwöhnung

» mehr erfahren

Lungenzentrum

» mehr erfahren

Aktuelles aus der Klinik

» mehr erfahren

Forschung & Lehre

» mehr erfahren

Bewerben Sie sich! Arbeiten im EvKB

» mehr erfahren

DIN EN ISO 9001:2008

Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008

https://www.wieso-cert.de/

FOCUS

Das Evangelische Klinikum Bethel zählt laut Deutschlands größtem Krankenhausvergleich des FOCUS zu den besten Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen.

http://www.focus.de/

Qualitätssiegel MRSA

Für ihre Maßnahmen gegen die Verbreitung multiresistenter Erreger (MRE) sind das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Krankenhaus Mara vom MRE-Netzwerk Nordwest mit dem Qualitätssiegel MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ausgezeichnet worden. Das Siegel wird nur an Krankenhäuser vergeben, die in 10 verschiedenen Qualitätszielen zur Verhinderung der Verbreitung von MRSA punkten.

Aktion Saubere Hände Silber

Das Evangelische Klinikum Bethel hat 2017 die zweithöchste Auszeichnung der "Aktion saubere Hände" für Maßnahmen zur Krankenhaushygiene erhalten.

https://www.aktion-sauberehaende.de/ash/ash/ _blank

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

Das Evangelische Klinikum Bethel ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit, um unseren Patienten eine größtmögliche Sicherheit bei ihrer Behandlung zukommen zu lassen.

http://www.aps-ev.de/

Verstetigung Hygiene

Das Evangelische Klinikum Bethel wurde mit dem Siegel "Qualität und Transparenz" durch die Interreg Deutschland Nederland ausgezeichnet.

https://www.deutschland-nederland.eu/ _blank